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Krankentagegeld – nicht nur für Selbständige ein Muss

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Krankentagegeld nicht nur für Selbständige wichtig

Besonders Selbständige sollten darauf achten, dass über das Krankentagegeld eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit abgesichert wird. Denn sie erhalten im Krankheitsfall nicht automatisch Krankengeld und auch keine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Wenn für diesen Fall nicht ausreichend vorgesorgt wurde, kann Krankheit schnell den finanziellen Ruin bedeuten. Auch privat Krankenversicherte haben keinen Anspruch auf das gesetzliche Krankengeld und benötigen unbedingt ein ausreichend hohes Krankentagegeld, um einen längeren Krankheitsfall angemessen absichern zu können.


Krankentagegeld für Arbeitnehmer und Selbständige

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten in der Regel Krankengeld, auf das Krankentagegeld greifen daher meist privat Versicherte zurück. Gesetzlich versicherte Selbständige haben die Wahl zwischen dem gesetzlichen Krankengeld, das sie zu ihrem Krankenkassentarif wählen können und einem Krankentagegeld, dass sie als Zusatztarif bei einem privaten Krankenversicherer auswählen können.Nicht nur Selbständige, sondern auch Arbeitnehmer, die nach den sechs Wochen der gesetzlich geregelten Lohnfortzahlung auf eine Absicherung des Einkommens nicht verzichten wollen, sollten sich zusätzlich über das Krankentagegeld absichern. So kann die zeitliche Lücke nach den sechs Wochen der Lohnfortzahlung bis zur Auszahlung der Berufsunfähigkeitsversicherung optimal geschlossen werden.


Gesetzlich versicherte Selbständige im Vergleich

Gesetzlich versicherte Selbständige haben zwei Optionen: Wenn die Zeit bis zur siebten Krankheitswoche nicht durch Rücklagen abgedeckt werden kann, sollte entweder ein Krankengeldtarif bei einer gesetzlichen Krankenkasse gewählt werden, in dem das Krankengeld früher ausgezahlt wird. Oder es wird ein privates Krankentagegeld abgeschlossen, das früher einsetzt, beispielsweise ab der zweiten oder dritten Krankheitswoche. Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse beträgt außerdem maximal 2.756 Euro, wer deutlich mehr verdient, sollte sich deshalb zusätzlich über eine Krankentagegeldversicherung absichern, um die Einkommenslücke zu schließen (Private Krankenversicherungen im Vergleich).


Privat versicherte Selbständige

Normalerweise sollte die private Krankenversicherung bereits ein Krankentagegeld enthalten. Höhe und Dauer des Krankentagegeldes werden dabei individuell vereinbart. Es sollte jedoch regelmäßig überprüft werden, ob das Krankentagegeld zeitlich und von der Höhe her noch optimal abgestimmt ist. Selbständige können sich das Krankentagegeld je nach Tarif und privater Krankenversicherung vom ersten Tag an zahlen lassen – das ist wegen den damit verbundenen hohen Kosten jedoch nicht empfehlenswert. Denn je früher die Auszahlung des Geldes beginnen soll, desto teurer wird der Beitragssatz. Optimal ist es in der Regel, wenn das Krankengeld für Selbstständige ab der zweiten oder dritten Woche gezahlt wird.


Wie hoch sollte das Krankentagegeld gewählt werden?

Um bei Selbständigen zu berechnen, wie hoch das Krankentagegeld gewählt werden soll, muss zuerst ein Durchschnittsgewinn berechnet werden. Denn Selbständige haben meist nicht jeden Monat das gleiche Einkommen. So kann beispielsweise der Durchschnitt des monatlichen Gewinns aus den letzten drei Jahren errechnet werden. Dies dient dann als Maßstab für die Berechnung des Krankentagegeldsatzes. Auch die möglicherweise weiterlaufenden Betriebsausgaben, die Selbständige häufig haben, sollten hierbei berücksichtigt werden. Bei der Wahl der Höhe des Krankentagegeldes ist außerdem wichtig zu beachten:

  • Das Krankentagegeld darf zusammen mit anderen Lohnersatzleistungen nicht das durchschnittliche Nettoeinkommen übersteigen. Bei Selbständigen wählen die Versicherer in der Regel eine Höhe von 70-80 Prozent des Bruttogewinns als Krankentagegeldhöhe. Gerade Existenzgründer sollten darauf achten, dass das Krankentagegeld angepasst wird, sobald sie mehr Gewinn machen. Der Versicherungsnehmer ist zudem gegenüber dem Versicherer dazu verpflichtet, eine nicht nur vorübergehende Minderung des Nettoeinkommens anzuzeigen.
  • Das Krankentagegeld wird netto ausbezahlt, es ist steuer- und abgabenfrei. Dementsprechend unterliegt es auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Das Krankentagegeld wird also auf jeden fall netto ausbezahlt.
  • Die Zahlung des Krankentagegelds ist im Gegensatz zum Krankengeld zeitlich unbeschränkt. Die Zahlung endet jedoch in der Regel drei Monate nachdem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.
  • Privat Versicherte können die Höhe ihres Krankentagegeldes weitestgehend frei wählen, bei gesetzlich Versicherten ist das Krankengeld auf 70 Prozent des letzten Lohnes festgelegt, nach obenhin ist es auf 2.600 Euro begrenzt.

Beispielrechnung für den Krankentagegeldsatz bei einem Selbständigen

Vorgaben

  • Alter: 35
  • Geschlecht: männlich
  • monatlicher Bedarf: 1.700 Euro netto (entspricht 56 Euro Krankentagegeld)

Leistung ab dem 43. Tag

AnbieterTarifPreis pro Monat
BarmeniaT42+26,40 Euro
MannheimerKT4328,05 Euro
WürttembergischeKTU4328,49 Euro
AxaKTGG 42-U37,95 Euro

Karenzzeit

Das Krankentagegeld wird dem Versicherten in der Regel erst nach dem Ablauf einer Karenzzeit gezahlt, während der kein Leistungsanspruch besteht. Bei Arbeitnehmern beträgt diese Karenzzeit in der Regel 42 Tage, denn in dieser Zeit besteht für den Arbeitnehmer der Anspruch auf Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Selbständige und Freiberufler müssen ohne diese Lohnfortzahlung auskommen. Selbständige, die einen Zeitraum von 42 Tagen nicht oder nur schwer überbrücken können, haben deshalb bei vielen Versicherern die Möglichkeit, ihre Krankentagegeldzahlung bereits ab dem ersten Tag zu vereinbaren. Allerdings ist der Beitrag höher, je früher man den ersten Auszahlungstag wählt.

Wartezeit bei der Krankentagegeldversicherung beachten

Die Wartezeit beträgt in der Regel drei Monate, bei Unfällen entfällt sie. Die Wartezeit beginnt bei Vertragsbeginn. Für Psychotherapie, Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie beträgt die Wartezeit 8 Monate.

Bei diesen Krankheiten besteht kein Anspruch auf Krankentagegeld

  • Bei Krankheiten und deren Folgen, die durch Kriegsereignisse verursacht wurden oder als Wehrdienstbeschädigungen anerkannt sind.
  • Krankheiten und Unfälle, die auf Vorsatz beruhen oder durch Entziehungsmaßnahmen bzw.-kuren ausgelöst werden.
    Bei Krankheiten und Unfällen, die durch alkoholbedingte Bewusstseinsstörungen entstanden sind.
  • Bei Schwangerschaftsabbruch, Fehlgeburten und Entbindungen.
  • Während der Zeit des gesetzlichen Beschäftigungsverbots für werdende Mütter (Mutterschutz), dies gilt auch für selbständig Tätige.
  • Während Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie während Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rehabilitationsträger, wenn der Tarif nichts anderes vorsieht.
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