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Arztsuche online: 3 Portale für Arztauskunft im Vergleich

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Viele Patienten finden „ihren“ Arzt häufig nach wie vor über persönliche Empfehlungen. Doch es gibt schon seit länger Zeit die Möglichkeit, eine Online-Arztsuche zu nutzen. Wir haben uns für Sie drei Suchdienste für Arztpraxen näher angeschaut und miteinander verglichen.

1. Amtliche Arztsuche: Kassenärztliche Vereinigungen und Ärztekammern

Laut eigenen Angaben handelt es sich bei den Ärztekammern und kassenärztlichen Vereinigungen um die einzigen Einrichtungen mit „validen Angaben über die Qualifikation der in Deutschland tätigen Ärzte“ (bundesaerztekammer.de). Die Arztsuche über die Bundesärztekammer informiert zu den Auskunftsstellen der 16 Bundesländer und verlinkt auf die Online-Portale der jeweiligen Landesärztekammer und Kassenärztlichen Vereinigung. Wobei zum Beispiel für das Land Brandenburg die Landesärztekammer selbst auf die Suchmaske der KV Brandenburg verweist. Patienten in anderen Bundesländern erhalten zum Teil zwei eigenständige Arztsuchdienste.

Die amtlichen bzw. öffentlich-rechtlichen Portale für die Arztsuche legen den Fokus auf eine einfache und sachliche Bereitstellung von Informationen. Im Vordergrund stehen dabei die Qualifikation und Sprechzeiten der Ärzte. Entweder als Formular oder Mehrfiltersuche bereiten die einzelnen Stellen Suchergebnisse unterschiedlich auf. Hier gibt es keine einheitliche Darstellung. Aber eine Vielzahl an Angaben verarbeiten sie alle, sodass in jedem Fall sehr spezifische Suchanfragen gestellt werden können. Nicht selten werden die gefundenen Arztpraxen direkt auf einer interaktiven Karte markiert.

Den Arztsuche-Service der Bundesärztekammer finden Sie hier.


2. Gewerbliche Arztsuche und Arztbewertung: Beispiel jameda.de

Die Plattform jameda.de soll stellvertretend für privatwirtschaftlich betriebene Portale stehen. Das Münchener Unternehmen wirbt für sich als „Deutschlands größte Arztempfehlung“. Betrieben wird jameda.de von einer GmbH, welche wiederum eine vollständige Tocher der Burda Digital GmbH ist. Der Service dreht sich vor allem um die Möglichkeit für Patienten, Ärzte zu bewerten. Im Gegenzug können sich Ärzte ein Profil erstellen, um besser gefunden werden sowie Termine über die Plattform vergeben zu können.

Die Arztsuche kann mit Filtern konkretesiert werden. Es reicht aber auch die Angabe eines Fachgebietes und eine Postleitzahl. Die Suchergebnisse präsentieren neben Namen und Anschrift der Praxis die Patientenbewertungen. Erst die Auswahl eines Praxisprofils gibt Auskunft über die Sprechzeiten und ob Kassenpatienten sowie Privatpatienten behandelt werden. Entsprechend der Konkurrenz, die durch das Bewertungssystem entsteht, wird dem Nutzer direkt eine Reihe ähnlicher Ärzte mit ihren Bewertungen angezeigt. Jeder Arzt ist selbst dafür verantwortlich, wie ausführlich sein Profil bei jameda.de mit Informationen befüllt ist.

Die Arztsuche über jameda finden Sie hier.


3. Gemeinnützige Anbieter: Arztsuche der Stiftung Gesundheit

Den Mittelweg zwischen amtlicher Arztauskunft und privatem Arztbewertungsportal wählt das Angebot der gemeinnützigen Organisation Stiftung Gesundheit. Zwar besteht auch bei dieser Plattform die Möglichkeit, Arztpraxen und sogar Kliniken zu bewerten. Allerdings steht die Arztsuche erkennbar im Vordergrund. Neben niedergelassenen Ärzten erfasst die Suche von Arzt-Auskunft auch leitende Klinik-Ärzte. Zugang zur Arzt-Auskunft wird Dritten gegen eine Lizenz gewährt, damit zum Beispiel Gesundheitsmagazine oder Krankenkassen ebenfalls den Dienst anbieten können. Es wird damit geworben, dass besonders viele Therapie-Schwerpunkte bei der Suche nach einem Arzt oder einem Krankenhaus berücksichtigt werden können. So seien über 1.000 therapeutische Schwerpunkte gelistet. Für die Aktualität der Einträge ist die Stiftung Gesundheit auf die Selbstauskünfte der teilnehmenden Ärzte angewiesen.

Suchergebnisse werden anhand der Entfernung der gefundenen Arztpraxen zum angegebenen Ort sortiert. Dabei wird die Ergebnisliste automatisch um Ärzte erweitert, deren Praxis sich in nahe gelegenen Städten befindet. Um sich über die Öffnungszeiten einer Arztpraxis informieren zu können, muss ein Ergebnis ausgewählt werden. Daraufhin wird man auf das Profil bei Arzt-Auskunft weitergeleitet. Dort finden sich die detaillierten Angaben zur Ausstattung der Praxis, zu Möglichkeiten der Terminvergabe, zur Barrierefreiheit und zu besonderen Patientenservices. Patienten können Empfehlungen schreiben, die nach einer Prüfung auf dem Arztprofil veröffentlicht werden. Bereits in den Suchergebnissen wird die Bewertung der angebotenen Patientendienste angezeigt (Bronze, Silber oder Gold). Je mehr Dienste angeboten werden, desto besser diese Bewertung. Zudem können Patienten Schulnoten für ihre Behandlung vergeben.

Die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit finden Sie hier.

Die Arztsuche im Internet

Vertrauen ist die wichtigste Säule der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Arzt. Wohl auch deshalb lassen sich die Deutschen ihren Haus- und Facharzt in erster Linie von Freunden, Verwandten und Bekannten empfehlen. Spätestens aber, wenn Sie der Empfehlung folgen und dennoch nicht als Patient aufgenommen werden, fängt die Suche von vorne an.

Neben dem klassischen Branchenverzeichnis und Telefonbuch können Sie online eine Arztsuche starten. Letzteres bietet Ihnen eine einfache sowie detaillierte Suche in großen Datenbanken. Die Plattformen zur Arztsuche im Internet lassen sich grundsätzlich in drei Kategorien einordnen: öffentlich-rechtlich, privatwirtschaftlich und gemeinnützig.

PKV-Patienten: Die Qual der Wahl(-Freiheit)

Zu den Vorteilen einer privaten Krankenversicherung gegenüber einer gesetzlichen Krankenkasse gehört die Wahlfreiheit. Die freie Arztwahl und die freie Klinikwahl können Sie über eine ambulante Zusatzversicherung oder im Rahmen einer privaten Vollversicherung vereinbaren. So stehen auch Ärzte zur Verfügung, die über keine Zulassung einer Krankenkasse verfügen – also ausschließlich privatversicherte Patienten behandeln.

Die Freiheit der Arztwahl erstreckt sich für Privatversicherte auch auf den Wechsel des behandelnden Arztes, ohne dass dafür eine sonst übliche Überweisung vorliegen muss. Selbst die Behandlung durch einen ambulant tätigen Krankenhausarzt steht Ihnen offen. Das Einholen einer zweiten Meinung von einem Facharzt und Spezialisten ist wegen der freien Arztwahl unkompliziert möglich.


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Fazit: Die richtige Arztsuchmaschine für Sie

Die Arztsuche über eine Kassenärztliche Vereinigung macht einen amtlichen Eindruck und ist entsprechend sachlich ausgestaltet. Allerdings sind sie nicht einheitlich entworfen, weshalb für einige Bundesländer Suchmaske und Suchergebnisse besser nutzbar sind als für andere. Wo es gut gemacht ist, dort erfahren Sie auf einen Blick, ob die gefundenen Ärzte noch am selben Tag Sprechstunde haben oder nicht. Dagegen bieten jameda.de und die Arzt-Auskunft eine Arztsuche für ganz Deutschland. Wo ein Dienst wie jameda die Person des Arztes und das Profil in den Fokus rückt, zeigt die Arztsuche der Stiftung Gesundheit Praxen und Klinikeinrichtungen an. Die private wie die gemeinnützige Plattform erlaubt es, die Suchergebnisse nach Versichertenstatus (Kassenpatienten und/oder Privatpatienten) zu filtern. Sie haben somit theoretisch mehr Ärzte im Register als die Kassenärztlichen Vereinigungen.

Jede der drei Varianten hat ihre Vor- und Nachteile. Je nachdem, woran Sie interessiert sind, ist eine eher zu empfehlen. Für Kassenpatienten, die einfach nur einen Arzt bzw. eine Praxis finden wollen, sollte die Suche der Ärztekammer bzw. Kassenärztlichen Vereinigung genügen. Wer jedoch vor allem an einer Bewertung durch andere Patienten interessiert ist, muss auf alternative Plattformen zurückgreifen. Der besondere Pluspunkt der Arzt-Auskunft ist, dass sie als einzige der hier betrachteten Arztsuchen auch Kliniken auflistet. Hier können Sie als Patient mit privater Krankenversicherung von Ihrer Wahlfreiheit bereits bei der Arztsuche voll und ganz Gebrauch machen. Aus dieser Sicht ist PKV-Patienten auf Arztsuche die Arzt-Auskunft der Stiftung Gesundheit zu empfehlen. (Welche PKV für wen?) Ein Abgleich mit Suchergebnissen der anderen Arztsuchen schadet jedoch nie. Eine wichtige Information fehlt allerdings bei allen Arztsuchen: Werden neue Patienten noch aufgenommen oder nicht? In diesem Punkt besteht bei allen Seiten noch Nachbesserungsbedarf.

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