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6 Tipps zur Beitragseinsparung in der PKV

Möglichkeiten, die Versicherungsbeiträge seiner privaten Krankenversicherung zu senken
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Tipps Beiträge in der privaten Krankenversicherung zu sparen

Wer schon länger Mitglied in der privaten Krankenversicherung ist, kennt das Problem: Die Beiträge werden jedes Jahr erhöht, die Prämie wird im Laufe der Zeit immer teurer. Versicherungsnehmer müssen das allerdings nicht hinnehmen. Es gibt als Versicherter in der privaten Krankenversicherung mehrere einfache Möglichkeiten, mit nur wenig Aufwand niedrigere Beiträge zu zahlen.

1. Tarifwechsel

Jedes Mitglied der privaten Krankenversicherung hat nach § 204 VVG das Recht, kostenlos in einen Tarif zu wechseln, der gleich gute oder schlechtere Leistungen als der eigene Vertrag bietet. Versicherungsexperten raten dazu, alle 5 Jahre den Tarif mit anderen Angeboten des Versicherers zu vergleichen. Denn die Beitragssätze für PKV-Tarife steigen in der Regel mit der Zeit an. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Zum Beispiel werden die modernen Therapiemöglichkeiten immer teurer und die Lebenserwartung der Menschen steigt immer weiter an. Dadurch sind die Menschen immer länger in einem Alter, in dem sie kostenintensivere Behandlungen benötigen. Die meisten Versicherungen bilden zwar Altersrückstellungen, diese reichen jedoch nicht aus, um diese Belastung ganz auszugleichen und deshalb steigen die Beiträge trotzdem an.

Ein häufiges Phänomen in der PKV ist aber ebenso, dass neue Tarife meist günstiger sind, als Tarife die schon länger laufen. Denn mit der Länge der Laufzeit des Vertrages erhöht sich in der Regel auch der Beitragssatz. Ein Wechsel ist also meistens durchaus sinnvoll.

Prämienerhöhungen sind nicht immer rechtens

Nicht alle Prämienerhöhungen der privaten Krankenversicherungen sind rechtmäßig! Gleich mehrere Beitragsanpassungen der letzten Jahre wurden von verschiedenen Gerichten wieder „einkassiert“, da die Erhöhungen nicht rechtmäßig begründet worden waren.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Krankenversicherung die Prämien ebenfalls nicht rechtmäßig erhöht hat, können Sie sich für eine kostenlose Erstberatung an die Kanzlei Pilz Wesser & Partner wenden, mit der unser Unternehmen kooperiert. Fachanwalt Dr. Knut Pilz ist auf das Versicherungsrecht spezialisiert und hat bereits zahlreiche Rechtsstreitigkeiten gegen große Versicherer für seine Mandanten gewonnen.

Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite transparent-beraten.de.

Beim Tarifwechsel beachten

Beim Wechsel der privaten Krankenversicherung gibt es einiges zu beachten. Der Wechsel in einen Tarif mit gleich guten oder schlechteren Leistungen wird problemlos möglich sein. Wenn allerdings der neue Tarif bessere Leistungen beinhaltet, kann es Probleme mit der Versicherung geben. Wenn höhere Leistungen gewählt werden, kann der Versicherer

  • die höheren Leistungen ausschließen
  • einen Risikozuschlag verlangen
  • die Leistungen erst nach einer bestimmten Wartezeit anbieten

Der PKV-Verband hat zuletzt neue Leitlinien für den Tarifwechsel innerhalb einer privaten Krankenversicherung erstellt. Diese neuen Regelungen sollen Versicherten den Wechsel innerhalb verschiedener Tarife eines Anbieters in Zukunft erleichtern. Unter anderem soll den Versicherten eine persönliche kostenlose Beratung zum Wechsel zur Verfügung gestellt werden. Fast 90 Prozent der Versicherer sind diesen Leitlinien mittlerweile beigetreten. Seit Anfang 2016 werden die Regelungen von den Versicherern umgesetzt.


2. Selbstbehalte vereinbaren

Wer sich in der privaten Krankenversicherung bereit erklärt, einen Teil der Behandlungskosten aus eigener Tasche zu zahlen, kann seine Beiträge deutlich senken. Teilweise können die Kosten damit sogar überproportional gesenkt werden, die Höhe der monatlichen Versicherungsprämie ist dann auf das Jahr berechnet günstiger als die Höhe der zu zahlenden Eigenbeteiligung im Krankheitsfall. Selbständige, Freiberufler und Unternehmer können hier in der Regel deutlich an Beiträgen einsparen. Für Angestellte lohnt sich der Selbstbehalt hingegen meistens nicht, denn hier zahlt der Arbeitgeber Zuschüsse zum monatlichen Beitrag, die Eigenbeteiligung muss der Versicherte aber komplett selbst bezahlen.


3. PKV-Beitrag von der Steuer absetzen

Das 2008 eingeführte Bürgerentlastungsgesetz hat dafür gesorgt, dass seit 2010 die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung besser steuerlich abgesetzt werden können. Zahlungen bis zur Höhe der Basiskrankenversicherung können als Vorsorgeaufwand in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Für privat Versicherte mit höheren Tarifen kann also nur ein Teil von der Steuer abgesetzt werden.

PKV-Beiträge in der Steuererklärung angeben

Die Beiträge zur PKV werden in die Anlage „Vorsorgeaufwand“ unter „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ eingetragen. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung werden dort in die Zeile 31 geschrieben, die Beiträge zur Pflegeversicherung in Zeile 32. Die Basiskrankenversicherung ist in voller Höhe absetzbar, zusätzliche Leistungen wie z. B. Chefarztbehandlung und Einbettzimmer im Krankenhaus sind nicht absetzbar.

Steuerersparnis durch Jahresbeitrag

Wenn die Beiträge zur privaten Krankenversicherung ein Jahr im Voraus gezahlt werden, können durch die Maximierung des Sonderausgabenabzugs erhebliche Steuerersparnisse erzielt werden. Diese Methode lohnt sich vor allem für Versicherte, die keinen Arbeitgeberanteil erhalten. Denn seit 2010 ist die Absetzbarkeit für die Krankenversicherung zwar gestiegen, jene für Beiträge zur Unfall-, Berufsunfähigkeit-, oder Haftpflichtversicherung wurde hingegen eingeschränkt. Um beide Versicherungsbereiche voll absetzen zu können, zahlt der Versicherte in einem Jahr die PKV-Beiträge für zwei und kann somit im nächsten Jahr andere Versicherungsbeiträge in voller Höhe absetzen.

4. Leistungen reduzieren

Abhängig vom gewählten Tarif und von der Gesellschaft steht dem Versicherten die Möglichkeit frei, Leistungen zu verringern. Dann kann zum Beispiel statt dem Einbettzimmer im Krankenhaus die Option Mehrbettzimmer gewählt werden. Auch die Höhe des Krankengeldes kann verringert werden. Bei der Reduzierung von PKV-Leistungen ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Leistungen können später in der Regel nicht oder nur mit einer Gesundheitsprüfung wieder hinzugebucht werden.


5. Regelmäßig Arbeitgeberzuschuss prüfen

Privat Versicherte bekommen vom Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung mit dem Nettogehalt überwiesen. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten Arbeitnehmern erfährt der Arbeitgeber bei privat Versicherten nur durch den Arbeitnehmer von einer Erhöhung des PKV-Beitrags. Der Arbeitnehmer sollte deshalb immer darauf achten, bei jeder Beitragserhöhung den Arbeitgeber zu benachrichtigen, damit er den maximalen Arbeitgeberzuschuss erhält.


6. Risikozuschlag überprüfen

Wenn bei Vertragsabschluss von der Versicherung ein Risikozuschlag beispielsweise aufgrund einer bestehenden Erkrankung erhoben wurde, sollte vom Versicherten überprüft werden, ob die Möglichkeit besteht, diesen wieder aus dem Vertrag zu nehmen, etwa wenn die Krankheit nicht mehr besteht.


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