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Private Krankenversicherung für Angestellte

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur privaten Krankenversicherung für Angestellte
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Die private Krankenversicherung wurde von Stiftung Warentest für Angestellte sehr eingehend untersucht. Nachdem der letzte große Testbericht zur PKV in der Vollversicherung aus dem Jahr 2006 stammt, war es 2014 (Finanztest, Ausgabe 5/2014) an der Zeit, die gängigen Tarife der Krankenkassen erneut genau zu analysieren. Im Fokus stand die Tariflandschaft im Hochpreissegment, die vorrangig für Versicherte mit höchsten Ansprüchen in Frage kommt. Ganz aktuell gibt es auch Testergebnisse vom DtGV. Die Gesellschaft hat sich die PKV-Tarife ebenfalls in Hinblick auf die Berufsgruppe der Angestellten angeschaut.

Deshalb ist eine PKV für Angestellte besonders zu empfehlen

  1. Gerade wer jung ist und schon ein hohes Einkommen hat, kann durch den Wechsel von der GKV in die private Krankenversicherung eine Menge Geld sparen.
  2. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber ebenso wie bei der gesetzlichen Krankenkasse den Arbeitgeberanteil – das heißt der Versicherte zahlt auch hier lediglich die Hälfte des Beitrags.
  3. Wer in der PKV versichert ist, kann im Gegensatz zu Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen, den Umfang des Versicherungsschutzes durch die Wahl des jeweiligen Tarifs seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen.

Angestellte mit Fokus auf Top-Tarifen

Wer als Angestellter Zugang zur privaten Krankenversicherung erhält, muss ein jährliches Bruttoeinkommen haben, das oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt (2019: 60.750 Euro). Liegt sein Einkommen darüber kann der angestellte Arbeitnehmer über einen Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse in die private Versicherung nachdenken. Somit kommt die PKV nur für Arbeitnehmer in Frage, die ein vergleichsweise hohes Einkommen beziehen. Da Arbeitnehmer einen Zuschuss vom Arbeitgeber zu ihrer Krankenversicherung bekommen, bietet sich für sie ein Tarif mit hohen Leistungen an. Dieser wird im Vergleich zu den Einsteigertarifen etwas teurer sein, bleibt aufgrund des Arbeitgeberzuschusses für den Versicherten aber dennoch bezahlbar. Vor diesem Hintergrund haben Stiftung Warentest (2014) und die DtGV (2016) die Tarife genauer untersucht. Für einen Tarifvergleich aller Preis-Segmente nutzen sie gern unser Vergleichsformular.


Bundesregierung veröffentlicht neue Bemessungsgrenzen für 2019

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ermittelt jährlich anhand der Lohn- und Gehaltsentwicklungen die aktuelle Beitragsbemessungsgrenzen. Diese gelten nicht nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, sondern sind auch für die Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung relevant.

Die neuen Bemessungsgrenzen im Vergleich zum Vorjahr

BemessungsgrenzeJährlicher Bruttolohn 2018Jährlicher Bruttolohn 2019
Versicherungspflichtgrenze59.400 Euro60.750 Euro
Beitragsbemessungsgrenze53.100 Euro54.450 Euro

Beitragsbemessungsgrenze: Dieser Wert gibt den maximalen Bruttolohn an, bis zu dem Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden. Das heißt, auch wenn das Bruttoeinkommen höher ist, steigen die Beiträge zur Sozialversicherung nicht weiter an.

Versicherungspflichtgrenze: Wessen Verdienst über der Versicherungspflichtgrenze liegt, hat die Möglichkeit in die PKV zu wechseln. Das heißt, wer als Arbeitnehmer weniger verdienst muss sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern und hat damit nicht die Möglichkeit frei zu wählen.

Ein typischer Irrtum in Bezug auf die Wechselmöglichkeiten

„Einmal in der privaten Krankenversicherung versichert, kann man nicht mehr zurück in die gesetzliche Krankenversicherung.“

Das stimmt so nicht.

Richtig ist, dass ein Angestellter, solange er über der Pflichtversicherungsgrenze liegt, nicht in die gesetzliche Kasse zurückkehren kann.
Sinkt allerdings die Höhe des Einkommens, durch einen Arbeitsplatzwechsel oder durch eintretende Arbeitslosigkeit unter die Pflichtversicherungsgrenze, wird man automatisch wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert (Ausnahmen sind durch eine Anwartschaft möglich). Dies gilt allerdings nur bis zu einem Alter von 54 Jahren. Ab 55 Jahren ist der Wechsel tatsächlich von der PKV in die gesetzliche Krankenkasse kaum mehr möglich.

Testergebnis für Angestellte aus 2016

Hinweis: Die neusten Testergebnisse für Angestellte stammen aus dem Jahr 2016. Sobald uns aktuelle Tests vorliegen, finden Sie in diesem Beitrag die Ergebnisse. Nutzen Sie das oben stehende Vergleichsformular mit aktuellen Tarifen 2019 – kostenlos und unverbindlich!

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH (DtGV) hat im April 2016 eine Reihe von Privaten Krankenversicherern unter die Lupe genommen und hinsichtlich Preis-Leistungs-Verhältnis, Benutzerfreundlichkeit der Website und Qualität des Kundendienstes untersucht (Quelle).

Dabei bewertete sie die Tarife auch gezielt im Hinblick auf die Eignung für Angestellte. Hier ließ sich feststellen, dass sowohl der Umfang und als auch die Höhe der Leistungen stark variiert.So erstatten bis auf wenige Ausnahmen inzwischen fast alle privaten Krankenversicherer Heilpraktikerleistungen, aber die Höhe ist von Anbieter zu Anbieter verschiedenen und liegt meist zwischen 80 und 100 Prozent.

HanseMerkur ist Testsieger für Angestellte

Testsieger für Angestellte wurde die HanseMerkur, die laut DtGV das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Trotz umfangreicher Leistungen liegt der Monatsbeitrag unter 200,00 Euro.
Den zweiten Platz belegt hier die PKV des Deutschen Rings. Zwar sind die Kosten deutlich höher, doch auch der Leistungskatalog ist entsprechend umfangreicher.

Über 100 Tarife im Test von Warentest

2014 wurden von Stiftung Warentest 107 Tarife von insgesamt 32 PKV-Versicherern eingehend analysiert. Im Fokus stand dabei ausschließlich die Krankenvollversicherung. Vorrangig ging es um das Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beitragsstabilität war diesmal nicht Bestandteil des Vergleichs. Geschuldet war dies der Tatsache, dass die untersuchten Tarife aus der Unisex-Tariflandschaft stammen, die erst seit Dezember 2012 am Markt verkauft werden. Allerdings haben einige Anbieter die Umstellung auf die Unisex-Tarife zum Anlass genommen, ihre Angebote um weiterführende Leistungen (private Krankenversicherung Leistungen) im Bereich Psychotherapie oder Hilfsmittel zu erweitern.

Finanztest erstmals mit Mindeststandards

Neu im Test war ebenfalls, dass nur Tarife betrachtet wurden, die einige Mindeststandards vorweisen konnten. Somit hat man das Einstiegssegment völlig außer Betracht gelassen und lediglich auf Angebote mit hochwertigen Versicherungsschutz abgestellt. Neben der Berufsgruppe der Angestellten wurden auch Beamte (PKV für Beamte im Test) und Selbstständige im Test betrachtet. Die Ergebnisse waren zum Teil recht überraschend. Die Ergebnisse können kostenpflichtig auf Seite von Stiftung Warentest abgerufen werden (Finanztest, Ausgabe 05/2014).


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Die Testsieger aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.
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Monatliche Kosten einer PKV für Angestellte

Vorgaben

  • Geburtsjahr: 1976
  • Beruf: Arbeitnehmer/Angestellter
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2019
LeistungsumfangMonatliche Kosten
Grundschutz151 Euro*
Komfortschutz218 Euro*
Premiumschutz290 Euro*

*Effektivbeitrag (monatlicher Beitrag abzüglich des Arbeitgeberanteils)

Erläuterungen zu Umfang und Unterschieden der Tarifenarten

Der Grundschutz einer Privaten Krankenkasse ist in seinem Umfang, dem der gesetzlichen Leistungen sehr ähnlich. Er enthält im Gegensatz zum Komfort- und Premiumschutz bestimmte Leistungen gar nicht. Dazu gehören: Kosten für Heilpraktiker, Psychotherapie und andere alternative Heilmethoden. Darüber hinaus gibt es keinen Anspruch auf eine Unterbringung im Einbett- bzw. Zweibettzimmer und auch die Chefarztbehandlung fällt beim Grundschutz weg. Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Kostenerstattung. So werden bei einer Vielzahl von Leistungen lediglich die Kosten in Höhe von etwa 50-80 % erstattet. Beim Premiumschutz erstattet die PKV nahezu alle Leistungen zu 80 bis 100 %. Ausnahme sind die Kosten für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen), sowie Inlays, Implantate und Kieferorthopädie.

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