Private Krankenversicherung Arbeitslose Test

Wer als Arbeitnehmer arbeitslos wird und aufgrund seines bisherigen Einkommens in der privaten Krankenversicherung versichert war, muss bestimmte Formalitäten einhalten, damit der private Versicherungsschutz weiterhin gilt. Vor allem muss man sich entscheiden, ob man für die Dauer in der man Arbeitslosengeld bezieht, zurück in die GKV wechselt oder weiter privat versichert sein möchte. In dem Fall besteht meist die Möglichkeit in einen günstigeren Basistarif der PKV zu wechseln.

Arbeitslose unterliegen der gesetzlichen Versicherungspflicht

Angestellte können sich im Vergleich zu Beamten oder Selbständigen nur privat versichern, wenn ihr jährliches Bruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Diese wurde vom für 2017 auf ein Bruttoeinkommen von 57.600 €/Jahr erhöht. Als Arbeitsloser wird man regelmäßig Arbeitslosengeld beziehen und dadurch unter die geltende Versicherungspflichtgrenze fallen. Somit sind arbeitslose Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenkasse. Hier wählt man in der Regel die Allgemeine Ortskrankenkasse oder die letzte gesetzliche Krankenversicherung, bei der man vor dem Wechsel in die PKV versichert war.


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Wahlrecht für arbeitslose Arbeitnehmer

Arbeitnehmer, die arbeitslos werden, haben das Recht zu wählen, ob sie privat oder gesetzlich versichert sein möchten. Entscheidet man sich für die private Krankenversicherung, ist diese Entscheidung unwiderruflich (Private Krankenversicherung im Test). Sie muss der letzten GKV angezeigt werden, bei der man versichert war. Alternativ kommt eine Anzeige bei der Allgemeinen Ortskrankenkasse in Frage. In jedem Fall muss die gesetzliche Versicherung bestätigen, dass man aus der GKV aufgrund der Arbeitslosigkeit und für die gesamte Dauer in der man ohne Arbeit ist, austritt.

Deshalb ist eine PKV für Arbeitslose besonders zu empfehlen.

Zuschuss zur Sozialversicherung für Arbeitslose

Für die Zeit der Arbeitslosigkeit zahlt die Bundesagentur für Arbeit GKV-Versicherten einen Zuschuss. Die Versicherungsbeiträge werden direkt von der Bundesagentur für Arbeit an die gesetzliche Krankenkasse abgeführt. Auch privat Versicherte haben Anspruch auf diesen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung. Die Höhe des Zahlung hängt von der gesetzlichen Krankenkasse ab. Maximal werden Zuschüsse in gleicher Höhe wie für gesetzlich Versicherte gewährt. Somit sind privat und gesetzlich Versicherte gleichgestellt. Allerdings müssen privat Versicherte ihre Beiträge selbst an die Versicherung abführen.

Ein Tipp von Versicherungsmakler und PKV-Experten Alexander Vorgerd

Die kleine Anwartschaft

Viele Private Krankenversicherungen bieten ihren Kunden die Möglichkeit ihren Versicherungsschutz für den Zeitraum der Arbeitslosigkeit als kleine Anwartschaft zu führen. Der Versicherte muss sich dann gesetzlich krankenversichern, denn während der Anwartschaft hat er keinen anspruch auf Leistungen aus der PKV. Der Vorteil besteht darin, dass man nach der Arbeitslosigkeit ohne erneute Gesundheitsprüfung zurück in seinen PKV-Tarif kann.

Hohe Beiträge vermeiden

Wer seinen Job verliert, erhält zwar Arbeitslosengeld, doch diese staatliche Unterstützung wird im Vergleich erheblich niedriger sein als der bisher gewohnte Verdienst. Deshalb gilt es, die eigenen Ausgaben während der Phase der Arbeitslosigkeit zu verringern. Wer bisher einen teuren Krankenversicherungstarif abgeschlossen hatte, sollte darauf achten, die eigenen Beiträge in Zukunft maßgeblich zu reduzieren (z.B. durch einen Wechsel in einen Basistarif). In der Regel kann für die Zeit der Arbeitslosigkeit mit dem Versicherer ein Wechsel in einen günstigeren Tarif vereinbart werden.

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Beitragsrückstände sind keine Lösung

Aufgrund des geringen Einkommens in der Phase ohne Arbeit kann der Betroffene in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Nicht selten wird es schwierig, die Beiträge zuverlässig zu zahlen. Dennoch sollte man vermeiden, Beitragsrückstände anzuhäufen. Der Versicherte verschuldet sich in diesem Fall unnötig und muss die Beiträge später unter Berücksichtigung von Zinsen zurückzahlen. Deshalb sollte man stets darauf achten, die PKV-Beiträge regelmäßig abzuführen (Private Krankenversicherung Kosten).

Monatliche Kosten einer PKV für Arbeitslose
– 3 Rechenbeispiele nach Umfang der enthaltenen Leistungen –

Vorgaben

  • Geburtsjahr: 1980
  • Beruf: nicht erwerbstätig
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2017
* Effektivbeitrag (monatlicher Beitrag abzüglich des Arbeitgeberanteils)
Höhe des Monatsbeitrags nach Leistungsumfang (Werte gerundet)
Grundschutz 320 €*
Komfortschutz 432 €*
Premiumschutz 512 €*

Erläuterungen zu Leistungsumfang und Leistungsunterschieden der Tarifen

Der Grundschutz ist in seinem Umfang, dem der gesetzlichen Leistungen sehr ähnlich. Er enthält im Gegensatz zum Komfort- und Premiumschutz bestimmte Leistungen gar nicht.

Dazu gehören: Kosten für Heilpraktiker, Psychotherapie und andere alternative Heilmethoden.
Darüber hinaus gibt es keinen Anspruch auf eine Unterbringung im Einbett- bzw. Zweibettzimmer und auch die Chefarztbehandlung fällt beim Grundschutz weg.
Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Kostenerstattung. So werden bei einer Vielzahl von Leistungen lediglich die Kosten in Höhe von etwa 50-80 % erstattet.

Beim Premiumschutz erstattet die PKV nahezu alle Leistungen zu 80 bis 100 %.Ausnahme sind die Kosten für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen), sowie Inlays, Implantate und Kieferorthopädie.

So geht es nach der Arbeitslosigkeit weiter

Ist die Phase ohne Tätigkeit beendet und man nimmt wieder eine Arbeit auf, hängt es vom Einkommen ab, ob der Eintritt in die private Krankenversicherung möglich ist. Hier kommen die bekannten gesetzlichen Vorschriften zur Anwendung, nach denen das Einkommen bei Angestellten oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegen muss, um den Wechsel zur privaten Krankenversicherung zu erlauben.

Deshalb ist eine PKV für Arbeitslose besonders zu empfehlen

  1. Wer vor der Arbeitslosigkeit bereits privat versichert war, kann eine Kostenübernahme für die Beiträge beantragen.
  2. Bei eintretender Arbeitslosigkeit kann in den so genannten Basistarif der PKV gewechselt werden. – Das spart Kosten.
  3. Nach Ende der Arbeitslosigkeit kann in der Regel ohne erneute Gesundheitsprüfung in den alten Tarif zurückgewechselt werden.
  4. Die Agentur für Arbeit zahlt einen Zuschuss zum Krankenkassenbeitrag, der der Beitragshöhe entspricht, der für die gesetzliche Krankenversicherung fällig wäre.

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