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Private Krankenversicherung für Lehrer

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur privaten Krankenversicherung für Lehrer
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Das Wichtigste in Kürze

  • Lehrer können heute als Beamte tätig sein. Doch auch im Angestelltenverhältnis oder als Freiberufler findet man die Pädagogen häufig.
  • Die berufliche Situation ist ausschlaggebend für die Wahl der Krankenversicherung.
  • So profitieren Beamte in der privaten Krankenversicherung (PKV) von Beihilfetarifen und damit von geringen Kosten sowie guten medizinischen Leistungen.
  • Schon Lehramtsanwärter können Beihilfe und günstige Einstiegstarife in Anspruch nehmen.
  • Für Angestellte und Selbständige kommen andere Tarife in Frage. Sie müssen sorgfältig abwägen, ob sich eine PKV für sie lohnt.

Deshalb ist eine PKV für Lehrer besonders zu empfehlen

  1. Verbeamtete Lehrer sind nicht in der gesetzlichen Krankenvesicherung (GKV) versicherungspflichtig und haben einen Anspruch auf Beihilfe. Somit ist für sie die private Krankenversicherung (PKV) eine sehr gute und vor allem günstige Alternative.
  2. Bereits Lehramtsanwärter erhalten Beihilfe und besonders günstige Tarife, die bei vielen Anbietern jedoch an ein Höchstalter gebunden sind.
  3. Lehrer, die freiberuflich tätig sind, können sich als Selbständige meist günstiger in der PKV versichern.
  4. Oft profitieren Lehrer in der privaten Krankenversicherung von einer besseren medizinischen Versorgung und können ihre Leistungen an ihre individuellen Bedürfnissen anpassen.

Beihilfe nur für verbeamtete Lehrer

In der Vergangenheit waren Pädagogen in der Regel als Beamte in einem staatlichen Arbeitnehmerverhältnis beschäftigt. Auch heute ist das teilweise noch so. Beamte haben die Wahl, ob sie in der PKV oder GKV versichert sein wollen. Wobei die private Krankenversicherung für sie meistens die bessere Wahl ist.

Beamte erhalten Beihilfe
Beamte erhalten keinen Arbeitgeber-Beitrag zur Krankenversicherung. Stattdessen bekommen sie Beihilfe des Dienstherren, der 50 bis 80 % der Kosten bei Krankheits-, Pflege-, Geburts- und Todesfällen übernimmt. Dadurch brauchen sie bei der privaten Krankenversicherung lediglich eine Restkostenversicherung, der vollumfängliche Schutz ist deshalb besonders günstig. Viele private Krankenversicherungen haben auch Beihilfeergänzungstarife. Die Beihilfe gilt auch für die gesetzliche Krankenversicherung, allerdings nur für die Leistungen, die die Kasse tatsächlich zahlt. Und die GKV übernimmt deutlich weniger Leistungen als die PKV.

Lohn spielt bei der PKV keine Rolle
Unter bestimmten Voraussetzungen haben auch Familienmitglieder Anspruch auf Beihilfe. Ein Argument für viele Lehrer für die private Krankenversicherung ist auch, dass der Lohn bei der Berechnung der Beiträge keine Rolle spielt. Faktoren sind dafür das Einstiegsalter, allfällige Vorerkrankungen und der Beihilfesatz.


Wenn Lehrer angestellt oder selbständig sind

Heute sind viele Lehrkräfte in einem klassischen Angestelltenverhältnis tätig, nicht wenige sind ausschließlich auf freiberuflicher Basis auf dem Markt aktiv. Sie erhalten also keine Beihilfe. Angestellte Lehrer können sich erst in der privaten Krankenversicherung versichern, wenn ihr Einkommen die festgelegte Jahresarbeitsentgeltgrenze (2019: 5.062,50 Euro monatlich) erreicht. Für sie kommt in der PKV ein Tarif für Angestellte in Frage. Freiberufler suchen dagegen einen günstigen PKV-Tarif für Selbständige.

Lehrer in der Ausbildung haben Anspruch auf die PKV

Wer Lehrer werden will, startet oft nach dem Studium mit dem Referendariat. Er ist dann Lehramtsanwärter bzw. Beamter auf Widerruf. Schon in dieser Zeit hat er Anspruch auf Beihilfe. Er ist also nicht mehr GKV-pflichtig. Für die Zeit des Referendariats gibt es zwei Möglichkeiten der Krankenversicherung:

Kein Arbeitgeber-Zuschuss in der GKV

Zum einen kann man sich freiwillig gesetzlich krankenversichern. Die GKV-Beiträge sind für Lehramtsanwärter in der Regel höher, da sie keinen Arbeitgeber-Zuschuss erhalten. “Ausnahme ist das Hamburger-Modell, dort erhält man während des Referendariats entweder Beihilfe oder einen Zuschuss zur GKV. Ab 2020 gilt dieses Wahlrecht auch in Brandenburg, Bremen und Thüringen”, sagt unser Experte für Krankenversicherungen Robert Böhrk. 

PKV ist für Lehramtsanwärter oft günstiger

Die andere Möglichkeit ist, dass man sich neben der Beihilfe privat krankenversichert. “Diese privaten Krankenversicherung sind oft günstiger, da diese Tarife gesondert kalkuliert werden ohne Alterungsrückstellungen”, so Böhrk. Solche “Sondertarife” sind allerdings an ein Höchstalter gebunden. Sollte es gesundheitliche Probleme geben, die den Abschluss einer PKV in Frage stellen, gibt es noch die sogenannte Öffnungsaktion, so Böhrk: “Einige PKV-Versicherer haben sich seit kurzem dazu bereit erklärt auch Referendare unter bestimmten Bedingungen aufzunehmen, die sonst nicht die Möglichkeit eines Vertragsabschluss hätten.”

Die PKV nach dem Referendariat

Ist die Referendariatszeit beendet, wird man im besten Fall direkt verbeamtet auf Probe. Oft aber schließt sich an das Referendariat ein reguläres Angestelltenverhältnis an. “In ganz seltenen Fällen kann es leider auch passieren, dass man arbeitslos ist”, sagt unser Experte Robert Böhrk.

Bei Verbeamtung wird die private Krankenversicherung umgestellt und nun mit den Alterungsrückstellungen berechnet. Der Beitrag steigt entsprechend an. Wird man angestellt, gilt wieder die Sozialversicherungspflicht. Man wird in einer GKV versichert und hier empfiehlt es sich, die PKV auf eine sogenannte Anwartschaft zu setzen, um dann bei späterer Verbeamtung den Versicherungsschutz ohne Gesundheitsfragen wieder aufleben zu lassen. Für den seltenen Fall der Arbeitslosigkeit kann es passieren, dass kein Anspruch auf Arbeitslosengeld I besteht. Damit muss dann die PKV bestehen bleiben.

Die meisten privaten Krankenversicherer bieten dafür eine Übergangslösung an, damit der Beitrag nicht zu teuer wird, weil ja jetzt die Beihilfe wegfällt. “Leider gibt es immer wieder Lockangebote von privaten Krankenversicherungen, die sich an irgendeiner Stelle dann als unzulänglich erweisen”, so Böhrk. Daher immer ganz genau schauen, was man abschließt, eventuell begleitet einen die PKV ein Leben lang. Wer billig kauft, kauft bekanntlich zweimal.

Aktuelle Testergebnisse 2019

Hinweis: Die neusten Testergebnisse für Lehrer stammen aus dem Jahr 2014. Sobald uns aktuelle Tests vorliegen, finden Sie in diesem Beitrag die Ergebnisse. Nutzen Sie das oben stehende Vergleichsformular mit aktuellen Tarifen 2019 – kostenlos und unverbindlich!

In den vergangenen Monaten sahen sich Lehrer auf der Suche nach einer neuen privaten Krankenversicherung mit der Situation konfrontiert, keine aktuellen Testergebnisse am Markt zu finden. Beihilfetarife für Lehrer wurden selten getestet, deshalb konnten sie sich allenfalls an den neuesten Testergebnissen für Angestellte orientieren. Mehr dazu im Beitrag private Krankenversicherungen für Angestellte im Test.

Anhaltspunkte liefern auch eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV). Ende 2018 hat diese 19 private Krankenversicherungen hinsichtlich ihrer Konditionen für Beamte untersucht (Quelle). Das beste Preis-Leistungsverhältnis bot die LKH, der günstige Beitrag war bei der AXA/DBV zu haben und die besten Leistungen gab es beim Deutschen Ring. Mehr zu den Testergebnissen erfahren Sie im Beitrag private Krankenversicherungen für Beamte.


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Monatliche Kosten einer privaten Krankenversicherung für Lehrer

Vorgaben

  • Geburtsjahr: 1976
  • Beruf: Lehrer
  • öffentlicher Dienst, nicht verbeamtet
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2019
LeistungsumfangMonatliche Kosten
Grundschutz150 Euro*
Komfortschutz206 Euro*
Premiumschutz287 Euro*

*Effektivbeitrag (monatlicher Beitrag abzüglich des Arbeitgeberanteils)

Erläuterungen zu Leistungsumfang und Leistungsunterschieden der Tarifen

Der Grundschutz ist in seinem Umfang, dem der gesetzlichen Leistungen sehr ähnlich. Er enthält im Gegensatz zum Komfort- und Premiumschutz bestimmte Leistungen gar nicht.

Dazu gehören: Kosten für Heilpraktiker, Psychotherapie und andere alternative Heilmethoden.
Darüber hinaus gibt es keinen Anspruch auf eine Unterbringung im Einbett- bzw. Zweibettzimmer und auch die Chefarztbehandlung fällt beim Grundschutz weg. Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Kostenerstattung. So werden bei einer Vielzahl von Leistungen lediglich die Kosten in Höhe von etwa 50-80 % erstattet.

Beim Premiumschutz erstattet die PKV nahezu alle Leistungen zu 80 bis 100 %. Ausnahme sind die Kosten für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen), sowie Inlays, Implantate und Kieferorthopädie.


Fazit: Darauf sollten Lehrer bei der PKV achten

Ist ein Lehrer verbeamtet, lohnt sich eine private Krankenversicherung in den meisten Fällen. Meistens profitieren Beamte nicht nur von geringeren Beiträgen, sondern auch von besseren medizinischen Leistungen. Nur wenn ein Beamter sehr viele Kinder hat, könnte ein Wechsel in die GKV sinnvoll sein. Denn dort sind Familienmitglieder gratis mitversichert.

Nun sind aber viele Lehrer im Angestelltenverhältnis oder gar selbständig. Gerade für Angestellte ist ein Wechsel in die PKV gar nicht immer möglich und wenn, so müssen sie abwägen, ob sich dies auch lohnt. Es ist ratsam, die Tarife und Leistungen sorgfältig miteinander zu vergleichen. Falls Sie dabei Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an uns wenden. Unsere Experten sind unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de erreichbar.

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