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Private Krankenversicherung für Selbständige

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur privaten Krankenversicherung für Selbständige
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer selbständig oder freiberuflich tätig ist, hat die Wahl: Er kann sich entweder für die gesetzliche oder private  Krankenversicherung entscheiden.
  • Gerade gutverdienende und junge Selbständige können mit dem Wechsel zur privaten Krankenversicherung (PKV) Geld sparen.
  • So werden die Beiträge nicht nach der Höhe des Einkommens ermittelt und die Leistungen können den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
  • Für junge Selbständige empfiehlt sich ein preisgünstiger Basisschutz. Etablierte Unternehmer wünschen sich hingegen häufig eine sehr hochwertige Absicherung, die auch mehr kosten darf.
  • In einem aktuellen Test zu privaten Krankenversicherungen für Selbständige wurde das Preis-Leistungsverhältnis bei HanseMerkur am besten bewertet (Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH 2018).

Die private Krankenversicherung für Selbständige

Jeder muss in Deutschland krankenversichert sein. Selbständige oder Firmengründer können zu einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung gehen. Die Höhe des Einkommens spielt bei der PKV keine Rolle, so wie das bei GKV der Fall ist. Selbständige müssen allerdings beachten, dass sie keine Arbeitgeber-Zuschüsse in der Krankenversicherung zugute haben.

Für Selbständige gilt es, die beiden Versicherungsformen zu vergleichen. Falls Sie dabei Hilfe benötigen, helfen unsere Experten Ihnen gerne, eine passende Versicherungslösung zu finden. Wir sind unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de werktags zwischen 9 und 18 Uhr erreichbar.

Die Vorteile der privaten Krankenversicherung (PKV): Die Leistungen können ganz individuell den eigenen Bedürfnissen angepasst werden und somit auch die Kosten. Außerdem profitiert der Privatversicherte meistens von besseren medizinischen Leistungen sowie von Beitragsrückerstattungen am Ende des Kalenderjahres, wenn die Leistungen nicht in Anspruch genommen wurden. Viele Selbständige sind mit einer PKV günstiger versichert. Denn die Beiträge sind im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht vom Einkommen abhängig (siehe Box).

Außerdem können Privatversicherte die Kosten steuerlich geltend machen. Und zwar jene, die auf den Basisschutz anfallen, sind als Sonderausgaben absetzbar. Mindestens 80 Prozent der gezahlten Beiträge sind je nach Versicherungsumfang begünstigt. Die private Krankenversicherung ermittelt jährlich die genaue Summe und stellt dafür eine Steuerbescheinigung aus.

So berechnen sich die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung

Selbständige sind in der privaten Krankenversicherung im Allgemeinen günstiger und leistungsstärker versichert, als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bei der GKV spielt das Alter und der Gesundheitszustand für die Berechnung der Beiträge im Gegensatz zur PKV keine Rolle. Vielmehr ist die Höhe des beitragspflichtigen Einkommens entscheidend. So gehen etwa 14 % davon an die gesetzliche Krankenversicherung. Mögliche Zusatzbeiträge und die Pflegeversicherung kommen dazu, das sind etwa 4 %.

Bis zu einem Einkommen von 1.038 Euro (2019) beiträgt der Mindestbeitrag in der GKV bei Selbständigen knapp unter 200 Euro (ink. Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag). Danach steigen die monatlichen GKV-Beiträge mit dem Einkommen auf bis zu über 800 Euro pro Monat. Für diesen Höchstbeitrag muss das Einkommen 4.538 Euro pro Monat oder mehr sein. Ab diesem Betrag steigen die Beiträge nicht mehr.

Ein Vorteil hat aber die GKV: Kinder und allenfalls auch Ehepartner sind kostenlos mitversichert. Lesen Sie mehr dazu im Beitrag private Krankenversicherung für Kinder. Entscheidet sich ein Selbständiger aber für eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV, so muss er in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate oder mindestens ein Jahr unmittelbar vor der Selbstständigkeit gesetzlich versichert gewesen sein.

Günstige Tarife für Existenzgründer

Beim Start in die Selbständigkeit ist man meist noch nicht mit einem regelmäßigen Einkommen gesegnet. Es gilt, die Kosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Deshalb suchen viele Existenzgründer eine grundlegende Absicherung in der privaten Krankenversicherung, die dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht. Man nennt dies Basistarif. Selbstverständlich kann man auch in den Basistarif wechseln, wenn es mit dem Geschäft gerade mal nicht so gut läuft.

Gerade junge Leute profitieren von günstigen Beiträgen in der PKV, vor allem wenn keine Vorerkrankung vorliegt. Mit einer hohen Selbstbeteiligung und mit attraktiven Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit reduziert diese Berufsgruppe ihre Beitragssätze erheblich.


Das Premiumsegment für Unternehmer

Als etablierter Unternehmer möchte man sich bestens abgesichert wissen, wenn der Krankheitsfall eintritt. Eine erfolgreiche Selbständigkeit fordert einen hohen Einsatz, den man über Jahre hinweg erbracht hat. Erkrankt man, möchte man sich in den besten Händen wissen. Alternative Heilverfahren, Krankengeld, die Unterbringung im Einbettzimmer und hochwertige Erstattungen im dentalen Bereich dürfen dann etwas mehr kosten. Der große Vorteil bei der PKV ist, dass die Leistungen flexibel angepasst werden können.

Es ist also möglich, den Tarif kostenlos zu wechseln, allerdings kann die Versicherung eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen und einen Risikozuschlag erheben. Generell lohnt es sich für alle Selbständigen den Leistungsumfang und die Kosten des Tarifs regelmäßig zu überprüfen, denn auch sie haben mit Beitragserhöhungen zu kämpfen. Sie können dazu gerne unseren kostenlosen Tarif-Vergleich nutzen.

Experten-Tipp:

Das Krankentagegeld ist für alle essenziell

So wichtig ein passgenauer Versicherungsschutz für alle Selbständigen ist, so elementar ist der Abschluss einer Versicherung, die den Krankengeldanspruch abdeckt. Selbständige erhalten keine Lohnfortzahlung des Arbeitgebers und sollten daher die Lohnausfallzeit kurz halten. Eine Krankenversicherung, die im Krankheitsfall Krankentagegeld zahlt, ist daher sowohl für Existenzgründer, als auch für etablierte Unternehmer angemessen.

Sie können die Höhe vereinbaren und ab welchem Krankheitstag es bezahlt wird. Allerdings steigen die Versicherungsbeiträge, je früher das Krankentagesgeld ausgezahlt wird.

PKV für nebenberuflich Selbständige?

Wer gleichzeitig selbständig tätig und Arbeitnehmer ist, muss darauf achten, wie dies seinen Versicherungsstatus beeinflusst. Entscheidend sind dabei der Zeitaufwand und das Einkommen. Sind diese beiden Faktoren bei der Selbständigkeit größer, so ist man hauptberuflich Selbständiger und kann sich für die GKV oder PKV entscheiden.

Verdient man aber im Angestelltenverhältnis mehr und wendet dafür mehr Zeit auf, so ist man nebenberuflich selbständig und normalerweise gesetzlich versichert. Bei der Berechnung der GKV-Beiträge werden auch die Einkünfte aus der nebenberuflichen Selbständigkeit herangezogen. In die private Krankenversicherung wechseln kann man nur, wenn das Einkommen aus der Angestelltentätigkeit über der Versicherungspflichtgrenze (2019: 4.538 Euro) liegt.

Komplizierter ist die Zuordnung, wenn das Einkommen bei der einen Tätigkeit höher ist und bei der anderen der Zeitaufwand. In so einem Fall kann eine Krankenversicherung den Status prüfen. Bei Fragen können Sie sich auch jederzeit an uns wenden.

Aktuelles Testergebnis für Selbständige aus 2018

Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH (DtGV) hat Ende 2018 20 private Krankenversicherungen unter die Lupe genommen und sie hinsichtlich Tarifen & Konditionen, Transparenz & Komfort sowie Kundendienst untersucht (Quelle).

Dabei bewertete sie die Tarife auch gezielt im Hinblick auf die Eignung für Selbständige. Das Fazit: Bei der Wahl der Krankenversicherung sollten Selbständige besonders darauf achten, worauf sie Wert legen. So erstatteten im stationären Bereich nur elf Anbieter Leistungen über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Lediglich bei der ARAG, Debeka, HanseMerkur, LKH und SDK waren die Versicherten in einem Einzelzimmer untergebracht, bei den anderen in einem Zweibettzimmer.

Die Unterschiede waren auch frappant bei den Zahlungen und Erstattungsleistungen für sogenannte Hilfsmittel. Zum Beispiel übernahmen eine operative Sehschärfenkorrektur nur die AXA, die Debeka und die DKV zu 100 % .

HanseMerkur ist Testsieger für Selbständige

Testsieger für Selbständige wurde die HanseMerkur. Die Versicherung bot im getesteten Tarif mit monatlich 367,26 Euro nicht nur den günstigsten Beitrag, sondern auch das beste Preis-Leistungsverhältnis für Selbständige. Bei der Debeka gab es gemäß Test die besten Leistungen. Allerdings war diese Versicherung mit 604,85 Euro pro Monat auch deutlich teurer. Durchschnittlich kostete der Beitrag für Selbständige monatlich knapp 535 Euro. Der Selbstbehalt lag zwischen 0 Euro (LKH) und 1.000 Euro (Allianz, HanseMerkur).


Nutzen Sie unseren Tarif-Vergleich

Auch der ausführlichste Test kann einen unabhängigen Vergleich der privaten Krankenversicherungen nicht ersetzen. Nutzen Sie dazu unseren kostenlosen Tarif-Vergleich. Dieser ist auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten und hilft den passenden Tarif zu finden, der den gewünschten Krankenversicherungsschutz bietet. Dies gilt für preisbewusste Versicherte ebenso wie für Kunden, die im Hochpreissegment versichert sein wollen.

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Monatliche Kosten einer PKV für Selbständige

Vorgaben

  • Geburtsjahr: 1976
  • Beruf: Selbständige/r
  • Versicherungsbeginn: 01.02.2019
LeistungsumfangMonatliche Kosten
Grundschutz318 Euro*
Komfortschutz413 Euro*
Premiumschutz600 Euro*

*Info: Wahlweise auch mit Selbstbeteiligung deutlich günstiger

Erläuterungen zu Leistungsumfang und Leistungsunterschieden der Tarifen

Der Grundschutz einer privaten Krankenversicherung ist in seinem Umfang, dem der gesetzliche Krankenkassen sehr ähnlich. Er enthält im Gegensatz zu Komfort- und Premiumtarifen bestimmte Leistungen gar nicht.

Dazu gehören: Kosten für Heilpraktiker, Psychotherapie und andere alternative Heilmethoden.
Darüber hinaus gibt es keinen Anspruch auf eine Unterbringung im Einbett- bzw. Zweibettzimmer und auch die Chefarztbehandlung fällt beim Grundschutz weg. Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Kostenerstattung. So werden bei einer Vielzahl von Leistungen lediglich die Kosten in Höhe von etwa 50-80 % erstattet.

Beim Premiumschutz erstattet die PKV nahezu alle Leistungen zu 80 bis 100 %. Ausnahme sind die Kosten für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen), sowie Inlays, Implantate und Kieferorthopädie.

Fazit

Die meisten Selbständigen können von der privaten Krankenversicherung profitieren. Sie erhalten nicht nur bessere medizinische Leistungen, sondern zahlen oft auch geringere Beiträge als in der GKV – vor allem wenn sie gut verdienen oder jung und gesund sind. Ebenfalls ein großer Pluspunkt der PKV ist die Flexibilität.

Wer allerdings schon älter ist oder an einer Vorerkrankung leidet, muss genau abklären, ob sich die PKV für ihn lohnt. Das gilt auch für Selbständige mit Kindern, da diese im Vergleich zur GKV nicht kostenlos mitversichert werden können. Hilfe bei der Entscheidung liefert unser kostenloser Tarif-Vergleich oder eine persönliche Beratung. Sie können sich unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de gerne an uns wenden.

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