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Private Krankenversicherung für Studenten

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur privaten Krankenversicherung für Studenten
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Das Wichtigste in Kürze

  • Studenten haben grundsätzlich die Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung (PKV). Studenten bis 25 Jahre können beitragsfrei in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert werden. Ab 25 Jahren muss der Studententarif der GKV, ab 30 Jahren sogar der Normaltarif der GKV gewählt werden. Eine PKV steht Studenten jederzeit zur Verfügung.
  •  Die PKV bietet Studenten eine Vielzahl an Vorteilen, u. a. ein höheres Leistungsniveau durch Zusatzleistungen wie Zahnersatz oder Auslandskrankenschutz. Zudem sind die Beiträge durch das junge Eintrittsalter und dem i. d. R. guten Gesundheitszustand niedrig. Gegenüber dem Normaltarif der GKV ist eineprivate Krankenversicherung für Studenten sogar günstiger.
  • Wer BAföG bezieht, kann einen Zuschuss auf die PKV-Beiträge beantragen.
  • Viele private Krankenversicherer bieten spezielle Tarife für Studenten an.
  • Im Test von privaten Krankenversicherungen 2019 konnten u. a. Axa, Barmenia, Debeka und Allianz überzeugen.
  • Eine sinnvolle Alternative zu einer privaten Krankenvollversicherung sind private Krankenzusatzversicherungen.
  • Nach dem Studium kann der private Krankenschutz fortgesetzt oder der Wechsel zurück in die GKV vollzogen werden – je nach Art der Berufstätigkeit.

Krankenversicherung – welche Wahl haben Studenten?

Mit der Aufnahme des Studiums stellt sich für Studenten automatisch die Frage der Krankenversicherung. Ohne Versicherungsnachweis keine Immatrikulation. Relativ einfach haben es Studenten, die über die Eltern weiter in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert bleiben dürfen. Sie kann bis zum vollendeten 25. Lebensjahr genutzt werden und ist sogar beitragsfrei. Alle anderen Studenten benötigen einen eigenen Krankenversicherungsschutz.

Studenten haben dabei grundsätzlich die Wahl zwischen der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung (PKV). Die Entscheidung ist zu Beginn des Studiums zu treffen und für die Studiendauer fest. Wer sich für privaten Krankenschutz entscheidet, muss sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen. Ein Antrag kann noch in den ersten drei Monaten nach der Aufnahme des Studiums gestellt werden und gilt dann ggf. rückwirkend.

Studenten mit Familienversicherung können ebenfalls zwischen „gesetzlich“ und „privat“ wählen, wenn die Familienversicherung endet. Der Studententarif in der GKV gilt bis zum 14. Semester bzw. zum 30. Lebensjahr – danach ist der Normaltarif zu zahlen. Studenten, die davon betroffen sind, dürfen ebenfalls entscheiden, ob sie sich weiter freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern wollen.

AlterPKV möglich?GKV möglich?Familienversicherung
unter 25jaja, studentische Krankenversicherung, wenn Familienversicherung nicht möglich istja, wenn Voraussetzungen erfüllt sind
ab 25 Jahrejaja, studentische Krankenversicherungnein
ab 30 Jahre bzw. ab 14. Fachsemesterjaja, freiwillige GKV zum Normaltarifnein

Die Entscheidung für oder gegen die PKV im Studium hat meist keinen Einfluss auf eine spätere Krankenversicherung im Beruf. Welcher Krankenversicherungsschutz dann in Betracht kommt, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten zu Berufsbeginn ab. Mehr dazu im Abschnitt „Was passiert nach dem Studium?“.


Warum eine private Krankenversicherung für Studenten?

Für Studenten mit eigenem Versicherungsbedarf gibt es gute Gründe, privaten Krankenschutz zu bevorzugen:

  • Studenten sind in der Regel jung und gesund. Sie sind daher versicherungstechnisch ein „gutes“ Risiko, was sich in entsprechend niedrigen Beiträgen niederschlägt. Die Prämien sind nicht unbedingt teurer als in der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung. Für Studenten, die die Semester- bzw. Altersgrenze in der gesetzlichen studentischen Krankenversicherung überschritten haben und in der GKV den Normaltarif zahlen müssten, ist die PKV fast immer billiger. Einige private Versicherer bieten spezielle Studententarife, die u.a. deshalb besonders günstig sind, weil noch keine Altersrückstellungen gebildet werden.
  • Kinder von Beamten können in der PKV bis zum 25. Lebensjahr von der Beihilfe profitieren. Diese übernimmt je nach geltender Beihilferegelung zwischen 50 und 80 Prozent der Krankheitskosten. Daher ist nur das verbleibende Restrisiko zu versichern. Aus diesem Grund kosten Beamtentarife in der PKV nur einen Bruchteil der sonst üblichen Prämien.
  • Die Leistungen einer PKV sind vielseitiger und ihr Leistungsniveau durchweg besser als bei den gesetzlichen Krankenkassen. Diese kommen nur für medizinische Regelleistungen und die Standardversorgung auf. Lückenhaft ist der gesetzliche Versicherungsschutz vor allem bei Zahnarzt-Besuchen und bei Auslands-Aufenthalten. Mit einer privaten Versicherung ist man in dieser Hinsicht gut aufgehoben.
  • Privater Krankenversicherungsschutz lässt sich meist flexibel nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen zusammenbauen. Viele Tarife sind nach dem Baukasten-Prinzip gestaltet. Man bezahlt nur für die Leistungen, die tatsächlich gewünscht werden.
  • Die private Krankenversicherung gilt auch im Ausland, oft sogar weltweit. Man ist daher bei vielen Auslandsaufenthalten automatisch abgesichert und benötigt keine extra Auslandskrankenversicherung.
  • Beim Eintritt in den Beruf lässt sich ein schon bestehender privater Krankenschutz problemlos umstellen, sofern die Privatversicherung möglich und gewollt ist. Die Umstellung erfolgt ohne erneute Gesundheitsprüfung. Die in der Regel vorteilhaften Eintrittsbedingungen als Student (junges Alter, Top-Gesundheit) gelten dann unabhängig vom tatsächlichen Alter und Gesundheitszustand weiterhin – gut für die Beiträge!
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Leistungen der privaten Krankenversicherung

Es gibt bei privaten Krankenversicherungen eine große Tarifvielfalt. Auch die Preisunterschiede am Markt sind erheblich. Die Krankenvollversicherung übernimmt üblicherweise die Kosten für:

  • ambulante Behandlungen beim Arzt
  • Zahnarztbehandlungen inkl. Zahnersatz: Die Leistungen sind in der Regel deutlich besser als in der GKV. Bei manchen Tarifen bestehen Wahlmöglichkeiten bezüglich des Leistungsumfangs.
  • stationäre Aufenthalte und Behandlungen: Im Rahmen der sogenannten Wahlleistungen lässt sich die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer sowie Chefarztbehandlung vereinbaren.
  • ärztlich verordnete Arzneimittel: Die PKV erstattet im Allgemeinen großzügiger als die gesetzlichen Kassen.
  • Heil- und Hilfsmittel (zum Beispiel Brillen): Hier ist die Erstattung ebenfalls umfassender, als in der GKV.
  • Heilpraktiker-Behandlungen und Alternativ-Medizin: Hier kommt es auf den jeweiligen Tarif an, ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden. In der GKV findet keine Kostenübernahme statt.
  • Psychotherapie: Die Leistungen hängen ebenfalls vom jeweiligen Tarif ab.

Was kostet eine private Krankenversicherung für Studenten?

Auch für Studenten gilt wie generell bei Privatversicherten: Die Versicherungsprämien hängen vom Versicherungsumfang und vom individuellen Risiko ab. Wer bei der Antragstellung Gesundheitsrisiken mitbringt, muss mit Risikozuschlägen rechnen, ggf. auch mit Leistungsausschlüssen. Die Prämie steigt außerdem mit dem Eintrittsalter.

Da Studenten in dieser Hinsicht eher „risikoarm“ und obendrein jung sind, kann der Versicherungsschutz normalerweise zu günstigen Bedingungen abgeschlossen werden. Viele Versicherer bieten besondere Studententarife. Diese enden automatisch mit dem Studium und sind günstiger als „Normaltarife“, unter anderem weil noch keine Altersrückstellungen gebildet werden.

Zuschüsse bei BAföG-Bezug

Studenten mit Anspruch auf BAföG-Förderung können Zuschüsse zu ihrer Krankenversicherung erhalten. Bedingung ist, dass eine eigenständige Versicherung besteht (keine Mitversicherung über die Eltern), die Beiträge selbst gezahlt werden und die BAföG-Förderung unter dem Höchstsatz liegt. Die Zuschüsse bedeuten eine spürbare Entlastung bei den PKV-Beiträgen.

Bei zahlreichen Tarifen ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen oder vereinbar. Dafür gibt es unterschiedliche Modelle: Selbstbeteiligung als Fixbetrag, als prozentualer Anteil oder nach einzelnen Versicherungs-Bausteinen differenziert. Grundsätzlich führt eine Selbstbeteiligung immer zu niedrigeren Prämien. Allerdings sind dann auch die Behandlungskosten teilweise aus eigener Tasche zu zahlen. Das kann gerade für Studenten eine Belastung werden. Einige Versicherer gewähren Beitragsrückerstattungen, wenn die Versicherung über einen längeren Zeitraum – meist ein Jahr – nicht in Anspruch genommen wird.

Die von Studenten in der PKV zu zahlenden Prämien bewegen sich üblicherweise in einer Bandbreite von etwa 100 Euro bis 200 Euro im Monat. Das sind allerdings nur grobe Anhaltspunkte.

Kosten der GKV und der PKV für Studenten

  • In der studentischen gesetzlichen Krankenversicherung gilt ab 1.8.2019 ein allgemeiner Beitrag von 76,04 Euro im Monat. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. Unterstellt sei ein Zusatzbeitragssatz in Höhe von 0,9 Prozent. Daraus ergibt sich ein Gesamtbeitrag von 82,73 Euro. Hier ist die PKV in der Regel etwas teurer, wobei das höhere Leistungsniveau zu berücksichtigen ist. Studenten mit Beihilfeberechtigung zahlen dagegen wegen des anteiligen PKV-Tarifs meist weniger als in der studentischen GKV.
  • Wenn der Normaltarif in der GKV zu zahlen ist (ab 30 Jahren bzw. 14. Fachsemester), steigt der Beitrag für die freiwillige GKV-Mitgliedschaft unter gleichen Bedingungen auf 154,71 Euro monatlich. Hier ist die PKV sehr oft günstiger.

Sowohl bei gesetzlichem als auch bei privatem Krankenschutz kommen noch Beiträge für die soziale Pflegeversicherung bzw. für die private Pflegepflichtversicherung hinzu.


PSKV – die private studentische Krankenversicherung

Ein besonderer Tarif ist die PSKV – die private studentische Krankenversicherung. Dabei handelt es sich um einen verbandseinheitlichen Tarif mit gleichen Leistungen und Prämien, der aber lediglich von einigen Versicherern angeboten und nur noch vereinzelt aktiv vermarktet wird. Im Vergleich zu den Normaltarifen sind die Leistungen in der PSKV deutlich eingeschränkt. So gibt es keine Wahlleistungen im Krankenhaus, bei Arztbesuchen wird regulär nur der 1,7fache Satz erstattet, bei Zahnarzt-Besuchen nur maximal der 2fache Satz. Nicht jeder (Zahn-)arzt behandelt zu solchen Sätzen. Als Student läuft man daher Gefahr, abgelehnt zu werden oder den nicht erstatteten Teil selbst zahlen zu müssen. Dafür sind die PSKV-Prämien besonders günstig. Es gilt eine Altersstaffelung. Der Tarif kann nur bis zur Vollendung des 34. Lebensjahres genutzt werden.

Private Krankenversicherung für Studenten im Test

Es gibt aktuell keine speziellen Tests von Studententarifen in der PKV. Das liegt daran, dass Studenten nur einen kleinen Anteil bei den Versicherungsnehmern ausmachen und in versicherungstechnischer Hinsicht sehr oft mit den übrigen Versicherungsnehmern gleichgestellt sind. Zur privaten Krankenversicherung allgemein sind dagegen jede Menge Tests, Untersuchungen und Vergleiche zu finden. Dabei gibt es unterschiedliche Untersuchungsschwerpunkte.

Tarife der privaten Krankenversicherung im Test 2019

Einer der neuesten Tests, der Preis und Leistungen von PKV-Tarifen untersucht, stammt vom April 2019. Er wurde im Auftrag des Handelsblatts von der Ratingagentur Franke und Bornberg durchgeführt. Dabei untersuchten sie insgesamt 184 Tarife von 31 Anbietern. Die Leistungen gingen zu 70 Prozent in die Bewertung ein, der Beitrag zu 30 Prozent (Quelle). Zugrunde gelegt wurde ein 35-jähriger Musterkunde und damit nicht gerade ein typischer Student, was sich vor allem bei den Beiträgen auswirken dürfte.

Im Bereich „Grundschutz“ – Versicherungsangebote mit grundlegenden Leistungen – wurden sechs Tarife mit „sehr gut“ bewertet.

VersichererTarif
DebekaNW
Axa
EL Bonus-U, Komfort Zahn-U, KUR-U/100
R+V
AGIL classic pro U
Barmenia
einsA prima2
Hallesche
PRIMO, Bonus Z, JOKER.flex
SDK (Süddeutsche Krankenversicherung)
AM30, S3, Z6

Im Bereich „Standardschutz“ mit ausgebauten Leistungen gab es ebenfalls sechs Bewertungen mit „sehr gut“:

VersichererTarif
DebekaNW
Axa
EL Bonus-U, Komfort Zahn-U, KUR-U/100

R+V

AGIL classic pro U
Barmenia
einsA prima2
Hallesche
PRIMO, Bonus Z, JOKER.flex
SDK (Süddeutsche Krankenversicherung)
AM30, S3, Z6

Map Report 2019: Anbieter im Fokus

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die Bewertung des sogenannten Map-Reports. Dabei werden private Krankenversicherer regelmäßig nach verschiedenen Kriterien überprüft. In die Bewertung fließen wirtschaftliche Kennzahlen, Daten zur Service-Qualität, zum Vertragshandling und zur Beitragsstabilität ein (Quelle). Es geht also mehr um ein Gesamtbild des jeweiligen Unternehmens – unabhängig von einzelnen Tarifen.

Im 19. „Rating Private Krankenversicherung“ von Anfang 2019 erhielten sieben Unternehmen die Bewertung „hervorragend“:

  • Debeka
  • Provinzial Hannover
  • Signal Iduna
  • R+V
  • Allianz
  • LVM
  • Alte Oldenburger

Solche Tests können naturgemäß nur eine Orientierung bieten. Zum einen sind sie nicht speziell auf studentische Bedürfnisse ausgerichtet. Zum anderen unterliegt die Tariflandschaft einem ständigen Wandel. Bei der Auswahl des passenden Versicherungsschutzes ist der konkrete, persönliche Vergleich am zielführendsten – wir machen das für Sie mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Vergleich möglich.


Private Krankenversicherung für Studenten vergleichen

Beim Vergleich von verschiedenen Tarifen der privaten Krankenversicherung geht es den meisten Studenten um den Preis, aber auch um den Leistungsumfang, der ihnen zu dem Preis geboten wird. Gerade der Leistungsvergleich ist nicht immer einfach. Oft hilft nur ein Blick in die Versicherungsbedingungen. Für Versicherungs-Laien kann das mühsam sein. Wir bieten Ihnen eine gute Lösung – einen unverbindlichen und kostenlosen Vergleich von aktuellen privaten Krankenversicherungs-Tarifen für Studenten.


Kostenfreier PKV-Testsieger-Vergleich 2019 für Studenten

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Wir brauchen dazu nur einige wenige Angaben von Ihnen im beigefügten Formular. Nutzen Sie Ihre Chance und fordern Sie den Vergleich an! Wir zeigen Ihnen eine gute Auswahl an leistungsstarken und günstigen Tarifen, die Sie durch das Studium begleiten können.


Private Zusatzversicherungen – eine Alternative für Studenten?

Studenten mit gesetzlichem Krankenschutz, können Leistungslücken der GKV durch private Krankenzusatzversicherungen schließen. Das gilt für Studenten, die

  • über ihre Eltern in der Familienversicherung versichert sind,
  • sich für die gesetzliche studentische Krankenversicherung entschieden haben oder
  • jenseits der 30 die freiwillige GKV-Versicherung gewählt haben.

Zusatztarife gibt es ebenfalls zahlreich und für unterschiedlichste Versicherungszwecke. Studententarife wie bei der Krankenvollversicherung sind allerdings die Ausnahme. Nicht jede Zusatzversicherung ist sinnvoll.

Die wichtigsten Zusatzversicherungen

Die Zahnzusatzversicherung: empfiehlt sich vor allem, wenn hochwertiger Zahnersatz benötigt und gewünscht wird. In jungen Jahren ist das eher selten. Hilfreich kann eine solche Versicherung im Zusammenhang mit kieferorthopädischen Leistungen sein. Dabei sollte man aber genau hinschauen, ob und was die Versicherung konkret leistet. Ein Plus ist die Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigung, die auch im Studenten-Alter angebracht ist.

Die Krankenhauszusatzversicherung: Mit einer solchen Versicherung ist man bei stationären Aufenthalten so gestellt wie ein Privatpatient. Das heißt, es besteht Anspruch auf Chefarzt-Behandlung und Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer. Wer darauf Wert legt, hat mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung entsprechenden Schutz.

Die Auslandskrankenversicherung: Diese Versicherung bringt Studenten wohl am meisten, da Auslandssemester oder -praktika heute Standard sind. Der gesetzliche Krankenschutz gilt nur für die EU und einige Länder mit Sozialversicherungsabkommen. Private Auslandskrankenversicherungen können für einen bestimmten Aufenthalt oder als „Dauerschutz“ abgeschlossen werden. Bei längeren Aufenthalten reicht die normale Auslandsreisekrankenversicherung oft nicht aus.


Was passiert nach dem Studium?

Mit der Aufnahme einer Berufstätigkeit nach dem Studium stellt sich das Thema „Krankenversicherung“ erneut, da spätestens dann der Studentenstatus endet und neue Bedingungen gelten.

Angestellte

In den meisten Fällen starten Hochschulabsolventen als Angestellte in den Beruf. Sofern das Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze liegt (2019: 60.750 Euro), was bei Einstiegsgehältern meist der Fall ist, besteht wieder Versicherungspflicht in der GKV. Ein Wechsel in die PKV ist möglich, sobald das Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Mit einer Anwartschaftsversicherung können sich während des Studiums privat versicherte Absolventen den späteren (Wieder-)Eintritt in die PKV zu günstigen Bedingungen sichern.

Selbständige

Wer gleich nach dem Studium in die Selbständigkeit startet, hat die Wahl zwischen (freiwilliger) gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Hier lohnt es sich oft, ein schon aus Studentenzeiten bestehenden privaten Krankenversicherungsschutz zu günstigen Bedingungen fortzuführen.

Beamte

Für angehende Beamte nach dem Studium ist die PKV wegen des Beihilfeanspruchs meist die bessere Wahl. Bereits Beamtenanwärter können die PKV nutzen.


Fazit

Privater Krankenschutz ist für viele Studenten eine gute Wahl. Bessere Leistungen als in der GKV zu günstigen Prämien – das ist in der PKV möglich. Studenten befinden sich dabei in der komfortablen Position, dass es sich meist nicht um eine „Entscheidung fürs Leben“ handelt. Mit dem Eintritt ins Berufsleben wird die Frage der Krankenversicherung oft neu geregelt. Diese Flexibilität besteht danach später nur noch sehr eingeschränkt.

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