Private Krankenversicherung – Ehepartner

Nach der Hochzeit stellen sich Ehepaare häufig die Frage nach der Art der Versicherung für den gemeinsamen Schutz. Besonders dann, wenn ein Partner privat und der andere gesetzlich versichert ist, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen in die private Krankenversicherung gewechselt werden.

Allgemeines zu Ehepartnern in der privaten Krankenversicherung

In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist es allgemein so, dass der Ehepartner eines Privatversicherten in jedem Fall einen eigenen Tarif abschließen muss, wenn er sich nicht gesetzlich versichern lassen will. In der privaten Krankenkasse gibt es nämlich das Modell der Familienversicherung nicht, womit auch keine beitragsfreie Mitversicherung des Ehepartners möglich ist. Die Beiträge werden nämlich in der PKV individuell anhand des Alters und des Gesundheitszustands des Versicherten berechnet und sind nicht wie in der GKV einkommensabhängig. Unter bestimmten Umständen kann der Ehepartner jedoch in die private Krankenversicherung wechseln. Grundsätzlich können beide Ehepartner unterschiedlich versichert sein.

Erwerbsloser Ehepartner

Wenn der Ehepartner des Privatversicherten selbst über kein Einkommen verfügt, kann er in die private Krankenversicherung wechseln und muss einen eigenen Tarif abschließen und monatliche Beiträge entrichten. Alternativ kann der erwerbslose Ehepartner auch freiwillig in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eintreten. Mehr Informationen gibt es unter Private Krankenversicherung Arbeitslose Test.

Geringfügig beschäftigter Ehepartner

Der Sachverhalt in dieser Situation ist der gleiche, wie bei einem erwerbslosen Ehepartner. Auch als Geringverdiener besteht die Möglichkeit über einen eigenen Tarif in die private Krankenkasse aufgenommen oder freiwillig gesetzlich versichert zu werden.

Angestellter Ehepartner

Ein versicherungspflichtig angestellter Ehepartner ist in der Regel dazu verpflichtet, sich gesetzlich zu versichern. Es sei denn, das monatliche Einkommen des angestellten Partners übersteigt die Versicherungspflichtgrenze, die 2018 bei 59.400 Euro liegt. In diesem Fall hat er die Wahl, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben oder in die private Versicherung zu wechseln. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter Private Krankenversicherung Angestellte Test.

Selbständiger Ehepartner

Ist der Ehepartner hauptberuflich selbständig, kann er frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen. Eine Versicherungspflicht in der GKV besteht somit nicht. Einige Ausnahmen stellen Landwirte und Künstler dar, die trotz Selbständigkeit versicherungspflichtig sind. Es besteht jedoch die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen und in die PKV zu wechseln. Mehr dazu gibt es unter Private Krankenversicherung Selbständige Test.

Verbeamteter Ehepartner

Beamte haben grundsätzlich einen Anspruch auf Beihilfe von ihrem Dienstherrn. Das bedeutet, dass dieser sich zu einem bestimmten Prozentsatz an den Krankheitskosten der Beamten beteiligt. Die Höhe dieses Satzes variiert von Bundesland zu Bundesland, liegt aber meistens bei 70 Prozent. Für die restlichen 30 Prozent müssen Beamte eine Restkostenversicherung bei der PKV abschließen.

Ehepartner von Beamten haben ebenfalls Anspruch auf diese Beihilfe, sofern sie sich nicht freiwillig gesetzlich versichern. Die Höhe der Beihilfe ist die gleiche, die auch der verbeamtete Ehepartner erhält. In diesem Fall muss die Versorgungslücke ebenfalls durch einen eigenen Versicherungstarif bei einer privaten Krankenkasse geschlossen werden. Mehr zu diesem Thema gibt es unter Private Krankenversicherung Beamte Test.

Der Beihilfeanspruch bleibt auch im Pensionsalter des Privatversicherten und im Rentenalter des Ehepartners bestehen.

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Bei diesem Ehepartner wird das Kind mitversichert

Bei welchem Ehepartner Kinder mitversichert werden, entscheidet zum einen die Versicherungsart der Eltern und zum anderen das Einkommen.

Wenn beide Partner gesetzlich versichert sind, so wird auch das Kind beitragsfrei im Rahmen der Familienversicherung mitversichert.

Sind beide Ehepartner wiederum privat versichert, muss für das Kind ebenso ein eigenständiger Versicherungstarif in der PKV gegen einen monatlichen Beitrag abgeschlossen werden. Eine beitragsfreie Mitversicherung bei einem Elternteil ist hierbei nicht möglich. (Private Krankenvericherung Kinder Test)

Sofern ein Ehepartner gesetzlich versichert ist und der andere privat, entscheidet die Höhe des Einkommens darüber, wo das Kind versichert wird. Verdient der gesetzliche Part mehr, kann das Kind privat oder gesetzlich versichert werden. Wenn der Privatversicherte Elternteil jedoch mehr verdient, muss das Kind in die PKV mit aufgenommen werden.

Zusammenfassung

Ehepartner von Privatversicherten haben generell die freie Wahl, ob sie sich freiwillig gesetzlich versichern oder privat. In jeden Fall brauchen sie einen eigenständigen Tarif und müssen eigene Beiträge zahlen.

Wenn die Ehepartner Kinder haben, entscheidet die Versicherungsart und das Einkommen der Eltern darüber, wo die Kinder versichert werden.

Ausnahme:

Angestellte Ehepartner mit einem Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze müssen in der GKV versichert bleiben.

Arbeitgeberzuschuss zum PKV-Beitrag des Ehepartners

Der Arbeitgeber gewährt privatversicherten Angestellten einen 50 prozentigen Zuschuss zu den monatlichen Kassenbeiträgen. Grundsätzlich ist auch ein Arbeitgeberzuschuss in der privaten Krankenversicherung für Ehepartner möglich. Das geht zum einen allerdings nur, wenn die Voraussetzungen für eine Familienversicherung gegeben sind, wäre der Privatversicherte nicht in der GKV, sondern in der PKV. Außerdem darf der Ehepartner nicht hauptberuflich selbständig erwerbstätig sein und sein monatliches Einkommen muss unter der Einkommensgrenze von 435 Euro liegen. Bei geringfügig Beschäftigten gilt eine maximale Einkommensgrenze von 450 Euro.

Der Arbeitgeberzuschuss für den Privatversicherten orientiert sich am maximalen Arbeitgeberanteil in der GKV. 2018 liegt er bei höchstens 323,03 Euro. Liegt der tatsächlich gezahlte Arbeitgeberbeitrag unter dieser Grenze, bekommt der Ehepartner unter den oben genannten Bedingungen die Differenz als Zuschuss. Dieser kann jedoch maximal die Hälfte des Höchstzuschusses betragen.

Tipp: Risikolebensversicherung abschließen

In der Ehe sind die Partner “in guten, wie in schlechten Zeiten” füreinander da. Deshalb sollte sich das Paar überlegen, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Der Gedanke ist nicht schön, jedoch sollte zumindest der Hauptverdiener seine Familie durch eine Lebensversicherung im Todesfall finanziell absichern.

Die Witwen- beziehungsweise Witwerrente, die die gesetzliche Rentenkasse im Todesfall dem hinterbliebenen Partner zahlt, kann generell nicht das ausbleibende zweite Einkommen eines Ehepartners abdecken. Sie beträgt je nach Alter des Verstorbenen lediglich zwischen 25 und 60 Prozent seines Rentenanspruchs. Die Bedingung für die Auszahlung ist zudem das einjährige Bestehen der Ehe, da die Rentenkasse andernfalls von einer sogenannten “Versorgungsehe” ausgeht. Damit ist eine Ehe gemeint die nur eingegangen wurde, um Rentenansprüche geltend zu machen. In diesem Fall zahlt die Rentenkasse nicht. Anders verhält es sich wenn ein Ehepartner durch einen Unfall stirbt. Dann leistet die Rentenkasse ab dem Tag der Eheschließung.

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