Krankenzusatzversicherung

Mit Fürsorge und großer Zuvorkommenheit vom Ärzteteam behandelt zu werden – dieses Privileg wird nicht jedem zuteil. Wer bei der Art der Behandlung aufgrund gesetzesmäßiger Leistungskürzungen keine Abstriche erfahren möchte, dem sei der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung sehr zu empfehlen. Bei der Fülle an Versicherungen fragt man sich oftmals, welche denn nun eine optimale Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung bietet.

Krankenzusatzversicherungen gewinnen immer mehr an Bedeutung

Dass die gesetzliche Krankenversicherung Jahr für Jahr mit weiteren Leistungskürzungen das Gesundheitswesen Deutschlands aufwirbelt, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Umso mehr rückt die Notwendigkeit in den Vordergrund, dass für einen zusätzlichen Versicherungsschutz im Bereich der Krankenversicherung gesorgt wird. Diesen Wunsch nach mehr Leistungsgarantie haben sich zahlreiche Versicherungsnehmer mit dem Abschluss einer Krankenzusatzversicherung erfüllt. Laut Statistiken des Verbands der privaten Krankenversicherung wurden hierzulande etwa 23 Millionen Krankenzusatzversicherungen abgeschlossen. Insbesondere der Abschluss einer stationären Zusatzversicherung erfreut sich großer Beliebtheit. Dadurch erhalten Versicherungsnehmer den Status “Privatpatient” und erfahren anstehende Behandlungen seitens leitender Krankenhausärzte.

Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung

Da der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung auf freiwilliger Basis geschieht, muss jeder interessierte Versicherungsnehmer für sich selbst entscheiden, ob er sich zusätzlich absichern möchte oder nicht. Für die Entscheidungsfindung kann die Beantwortung folgender Fragen sehr hilfreich sein:

  • Ist die Versicherung notwendig?
  • Welche Leistungen werden angeboten?
  • Werden sämtliche Leistungen benötigt?
  • Besteht die Möglichkeit zur Vereinbarung von Teilleistungen?
  • In welcher Höhe fallen Kosten an?

Unterschiedliche Arten von Krankenzusatzversicherungen

Hat der Versicherungsnehmer den Nutzen einer Zusatzversicherung für sich erkannt, kann er aus einer Vielzahl unterschiedlicher Versicherungen wählen:

  • Krankenhauszusatzversicherung
  • Krankenhaustagegeldversicherung
  • Krankentagegeldversicherung
  • Ambulante Zusatzversicherung
  • Zusatz- und Ergänzungsversicherungen
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Pflegezusatzversicherungen
  • Zahnzusatzversicherung
  • Heilpraktiker-Zusatzversicherung

Krankenhauszusatzversicherung für eine bessere Unterbringung

Im Allgemeinen schreibt die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung im stationären Bereich vor, dass der Patient im nächstgelegenen Krankenhaus versorgt und in einem Mehrbettzimmer untergebracht wird. Um den Querelen potenzieller Zimmergenossen von vorneherein aus dem Weg zu gehen und besser genesen zu können, ist der Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung sehr zu empfehlen. Mit ihrem Abschluss genießt ein Versicherungsnehmer dieselben Vorzüge wie ein Privatpatient. Neben der Chefarztbehandlung hat man Anspruch auf ein Einbett- oder Zweibettzimmer und gänzliche Freiheit bei der Auswahl der Klinik. Jedoch erfährt der Versicherte nicht nur eine zuvorkommende Behandlung im Krankenhaus. Vielmehr sind in der Krankenhauszusatzversicherung auch Leistungen, wie zum Beispiel Erstattung für Zahnersatz oder Implantate aber auch Prophylaxe-Behandlungen enthalten. So vielversprechend sich das Leistungsspektrum auf den ersten Blick anhören mag, ist diese Versicherung auch mit einem entsprechenden Kostenfaktor gekennzeichnet. Somit muss mit jährlichen Versicherungsbeiträgen zwischen 240 und 480 Euro gerechnet werden.

Achtung bei der Klinikauswahl

Bei der Auswahl der Klinik sollte jedoch bedacht werden, dass nur jene ausgewählt werden können, die im Vertragsverhältnis mit der gesetzlichen Krankenversicherung stehen. Auch nur dann werden die Kosten vom Versicherer erstattet. Entscheidet sich der Versicherungsnehmer für eine Klinik, die keinerlei Vertragsverhältnis mit der Krankenkasse unterhält, muss er die anfallenden Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen. Gleiches Verfahren erwartet den Patienten bei den ärztlichen Honoraren. Grundsätzlich erstattet die Zusatzversicherung die Kosten bis zum 3-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Fallen die Sätze im ausgewählten Krankenhaus höher aus, trägt der Patient die Mehrkosten.

Krankenhaustagegeldversicherung für mehr Komfort im Krankenhaus

Im Rahmen der Krankenhaustagegeldversicherung erhält der Versicherte einen vereinbarten Tagessatz für seinen Klinikaufenthalt. Diesen kann er beispielsweise zur Kostendeckung von Fernseh- und Telefongebühren nutzen. Dabei beschränkt sich die Leistungsbereitschaft des Versicherers lediglich auf die Tage, die der Patient im Krankenhaus verweilt. Dahingehend leistet die Krankenhaustagegeldversicherung keinen bedeutsamen Beitrag zur wirtschaftlichen Existenz im Krankheitsfall.

Krankentagegeldversicherung zur Überbrückung von Einkommenseinbußen

Bei Erkrankung wird dem Arbeitnehmer (private Krankenversicherung für Angestellte) für die Dauer von 42 Tagen sein Gehalt weitergezahlt. Geht die Krankheit über den Zeitraum hinaus, wird die Lohnfortzahlung der Krankenkasse aktiv und der Arbeitnehmer hat Anspruch auf 90 Prozent seines Gehalts, höchstens aber 83,13 Euro pro Tag. Möchte man auf sein volles Einkommen im Krankheitsfall nicht verzichten, sollte der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung anvisiert werden. Sie gleicht die Differenz zwischen dem Krankengeld und dem Nettogehalt aus. Dabei können Höhe und Beginn der Auszahlung individuell bestimmt werden. In der Regel zahlt die Krankentagegeldversicherung sämtliche Beiträge zur Sozialversicherung, wie zum Beispiel Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

Ambulante Zusatzversicherung für eine bessere teilstationäre Behandlung

Äußert ein Patient den Wunsch, bei ambulanten Behandlungen wie ein Privatpatient behandelt zu werden, sollte er den Abschluss einer ambulanten Zusatzversicherung in Erwägung ziehen. Abhängig vom jeweiligen Tarif lassen sich Zusatzleistungen wie Heilpraktikerbehandlungen in den Versicherungsvertrag integrieren. Neben alternativen Behandlungsmethoden lassen sich mit dieser Police auch Zuzahlungen für Brillen und Kontaktlinsen eindämmen.

Zustimmung zum Kostenerstattungsverfahren erforderlich

Damit Versicherungsnehmern der Abschluss einer ambulante Zusatzversicherung ermöglicht wird, müssen sie im Vorfeld in das Kostenerstattungsverfahren eingewilligt haben. Dieses Verfahren schreibt vor, dass der Patient zunächst die Behandlungskosten selbst trägt.
Einer Kostenerstattung seitens der Krankenkassen wird erst nach Erhalt der Rechnung stattgegeben. Hierbei wird nur die Höhe der kassenüblichen Leistungen (Leistungen der privaten Krankenversicherung) und Sätze übernommen. Beiträge die darüber hinaus gehen, müssen vom Patienten gezahlt werden. Eben dieser ausstehende Betrag wird im Rahmen der ambulanten Zusatzversicherung vom jeweiligen Versicherer erstattet.

Zusatz- und Ergänzungsversicherungen wenn die Krankenkasse die Leistung verweigert

Fallen Behandlungsmaßnahmen an, die eine Zuzahlung erfordern, zu dessen Übernahme die Krankenkasse nicht verpflichtet ist, übernimmt die Zusatz- und Ergänzungsversicherung die anstehenden Zuzahlungen. Diese Situationen treten häufig, wenn es um Ergänzungsbehandlungen wie Zahnersatz, Brillen und Kontaktlinsen geht. In der Regel werden diese Versicherungen gebündelt in einem Paket angeboten. Hierbei sollte geprüft werden, ob alle Versicherungsleistungen notwendig sind.

Auslandsreisekrankenversicherung für einen umfassenden Schutz im Ausland

Jeder, der in Deutschland gesetzlich oder privat versichert ist, genießt im europäischen Ausland noch immer den Schutz der innerdeutschen Krankenversicherung (Private Krankenversicherung im Ausland). Jedoch orientiert sich der Umfang der Versicherungsleistungen an der Leistungsbereitschaft des jeweiligen Reiselandes. Je nachdem wohin die Reise geht, kann dieser stark vom deutschen Standard abweichen. Wird die gesetzliche Krankenversicherung im Ausland zur Erstattung herangezogen, übernimmt sie lediglich den Kostenpunkt, den eine Behandlung im Inland verursacht hätte. Wird ein Rücktransport notwendig, müssen Versicherte die entstehenden Kosten aus eigener Tasche zahlen. Wen es hingegen ins außereuropäische Ausland zieht, der kann generell keinerlei Versicherungsleistungen seitens der gesetzlichen Krankenversicherung erwarten. Denn mit Staaten außerhalb der EU werden grundsätzlich keine Sozialversicherungsabkommen unterhalten.

Versicherungsschutz mit Transporthindernissen

In dem Fall bietet die Auslandsreisekrankenversicherung einen umfassenden Versicherungsschutz. Hauptsächlich für den Notfall im Ausland gedacht, erstattet sie die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen. Zudem werden dem Versicherungsnehmer sämtliche verordneten Medikamente, Heilmittel und schmerzstillende Zahnbehandlungen erstattet. Ebenso im Leistungsumfang enthalten sind Krankentransporte wie auch ärztliche Leistungen, Sachmittel, Unterbringung und Verpflegung im Falle eines Krankenhausaufenthalts. Etwas komplizierter gestaltet sich der Sachverhalt, wenn es um das Thema Rücktransport geht. Hierbei gibt es Versicherer mit unterschiedlichen Sichtweisen. Somit gibt es Auslandsreisekrankenversicherungen, die einen Rücktransport erst bei medizinischer Notwendigkeit ermöglichen. Wiederum andere Versicherer erstatten einen Rücktransport, wenn er medizinisch sinnvoll ist. In jedem Fall sollte beim Abschluss darauf geachtet werden, dass der Versicherer einen Rücktransport gewährt, wenn er medizinisch sinnvoll wird.

Kleine Behandlungen werden im Anschluss erstattet

Fallen kleinere Behandlungen im Ausland an, müssen diese zunächst aus eigener Tasche gezahlt werden. Diese werden Versicherten im Anschluss vom Versicherer erstattet. Bei größeren Behandlungen regeln Versicherer und Krankenhaus bzw. Arzt die Kostenübernahme untereinander. Daneben gibt es Auslandskrankenversicherungen, die voraussetzen, dass die Behandlung zunächst mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet wird, bis sie zur Leistung aufgefordert werden.

Pflegezusatzversicherungen zur Abfederung von finanziellen Risiken im Pflegefall

Die Lebenserwartung in Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Mit zunehmender Lebenserwartung hat auch die jeweilige Pflegebedürftigkeit zugenommen, sodass vermehrt Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen werden müssen (Private Krankenversicherung im Alter). Ausgehend von dem Pflegebedarf und der Pflegestufe des Bedürftigen, kommen unterschiedliche hohe Kosten hinzu. Jedoch trägt die Pflegeversicherung einen geringen Teil der Aufwendungen. Muss ein Pflegedienst einbezogen werden, fallen für jeden Einsatz Kosten an, die der Pflegebedürftige selbst zu tragen hat. Im Gegensatz dazu müssen sie bevorstehende Heimaufenthalte mit ihrem gesamten Privatvermögen finanzieren, was im schlimmsten Fall den Verlust des Wohneigentums bedeutet.

Pflegezusatzversicherungen tragen dazu bei, dass finanzielle Risiken im Pflegefall abgefedert werden. Durch den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung hat der Versicherungsnehmer je nach Tarif Anspruch auf verschiedene Leistungen. Diese hängen im Wesentlichen von der Art der Pflegezusatzversicherung ab:

Pflegekostenversicherung übernimmt Kosten eines Pflegedienstes

Eine dieser Formen stellt die Pflegekostenversicherung. Sie übernimmt sämtliche Kosten, die mit der Inanspruchnahme eines Pflegedienstes in Verbindung stehen. Damit die Pflegekostenversicherung aktiv wird, muss im Vorfeld ein Kostennachweis erfolgen. Dies kann beispielsweise durch Vorlage einer Kopie des Leistungsprotokolls nachgewiesen werden.

Pflegetagegeldversicherung zahlt im Pflegefall ein Tagegeld

Eine weitere Zusatzversicherung ist die Pflegetagegeldversicherung. Sofern der Pflegefall eintritt, zahlt sie ein Tagegeld in vertraglich vereinbarter Höhe. Im Gegensatz zu den anderen Formen nehmen die tatsächlich angefallenen Pflegekosten eine untergeordnete Rolle ein.

Pflegerentenversicherung gewährt im Pflegefall eine monatliche Rente

Das dritte Modell der Pflegezusatzversicherungen ist die sogenannte Pflegerentenversicherung. Gekoppelt an einen Sparvertrag kann sie mit dem Versicherungskonzept der Lebensversicherung verglichen werden. In ihrem Fall entscheiden die vertraglichen Vereinbarungen über die Höhe der monatlichen Rente. Bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit wird dem Versicherten die zustehende Rente ausgezahlt. Mit der Pflegerentenversicherung bezwecken Versicherte die Pflegeleistungen vollständig aus ihrem Einkommen zu beziehen, damit den Angehörigen keine allzu hohe finanzielle Belastung auferlegt wird.

Zahnzusatzversicherung für ein schönes Lächeln ein Leben lang

Nur ungern verzichtet man auf ein strahlend weißes und vor allem gesundes Lächeln. Geht es um die Zahngesundheit werden die Leistungen nur teilweise von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Selbst der Nachweis eines lückenlosen Bonushefts bewahrt den Versicherten nicht vor den Kosten, die mit der Inanspruchnahme von Zahnbehandlungen einhergehen. Bei anstehenden Zahnfüllungen oder Zahnersatz ohne den Nachweis einer Zahnzusatzversicherung bewilligt die Krankenkasse lediglich die günstigste Variante.

Schönheitsimplantate gegen Aufpreis

Legt man das Augenmerk hingegen auf höherwertige Ausführungen, müssen dementsprechend höhere Preise aus eigener Tasche gezahlt werden. Eben diesen hohen Kosten kann mit einer Zahnzusatzversicherung entgegengewirkt werden. Dabei erstatten einige Versicherer die Behandlungskosten bis zu einer Höhe von 90 Prozent. Ihren Schutz bekommt bereits ab einem monatlichen Versicherungsbeitrag von sieben Euro, wobei die Höhe der Versicherungsprämie von Faktoren wie Eintrittsalter, Vorerkrankungen und gewünschter Versicherungsschutz abhängig ist.

Heilpraktiker-Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden

Alternative Heilmethoden, wie zum Beispiel Akupunktur oder Behandlungen mit homöopathischen Mitteln sind in der Regel in den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht enthalten. Einige Kassen übernehmen in diesen Zusammenhang ein Minimum an Leistungen, die meisten schließen diesen Bereich aus. Wer trotzdem nicht auf die Behandlung per Naturheilverfahren verzichten möchte, der kann mit einer privaten Zusatzversicherung für den nötigen Schutz sorgen. Je nachdem, welchen Zusatz-Anbieter man wählt, fällt auch das Leistungsspektrum dieser Zusatzversicherung aus. In der Regel übernehmen die Anbieter einer Heilpraktikerversicherung die Kosten in Höhe des Hufelandverzeichnisses oder der Gebührenordnung für Heilpraktiker. Übernommen werden beispielsweise folgende Leistungen:

  • Akupunktur
  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Homöopathie
  • Osteopathie
  • Physiotherapie

Gesundheitsprüfung in der Krankenzusatzversicherung

Immer mehr Menschen wird klar, dass ihnen im Krankheitsfall eine Zusatzversicherung unterstützend zur Seite steht. Umso mehr wächst die jährliche Anzahl an abgeschlossenen Zusatzversicherungen. Jedoch gestaltet sich ihr Zugang als nicht sehr einfach. Manch einer fürchtet sich vor der Gesundheitsprüfung, die ihm vor Versicherungsabschluss blüht. Schließlich ermöglichen Krankenversicherungen keinen unmittelbaren Abschluss. Stattdessen wird im Zuge der Antragsprüfung der Gesundheitszustand des Antragsstellers unter die Lupe genommen. Damit bezwecken die Versicherer eine Minimierung des zu tragenden Risikos. Vor diesem Hintergrund kann es durchaus passieren, dass der Antragstellers wegen seines Gesundheitszustand nicht in den Kreis der Versicherten aufgenommen wird.

Alternative: Beantworten von Gesundheitsfragen

Umso größer ist die Angst wegen Erkrankungen und Verletzungen abgelehnt zu werden. Interessenten, die noch immer den Gang zum Arzt fürchten, können sich auch für eine Krankenzusatzversicherung entscheiden, die anstelle der Gesundheitsprüfung das Beantworten von Gesundheitsfragen zugrundelegt. Jedoch müssen die Fragen ehrlich beantwortet werden. Sehen Interessenten von einer wahrheitsgemäßen Beantwortung der Fragen ab, laufen sie Gefahr, dass ihr Vertragsverhältnis mit dem Versicherer aufgelöst wird. Im schlimmsten Fall könnten dadurch Beitragsrückforderungen entstehen. Daher ist es zu empfehlen, die Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten.

Vorabfrage klärt Versicherbarkeit

Wer sich von vorneherein vor Ablehnung des Versicherers fürchtet, kann seine Versicherbarkeit auch mit einer Vorabfrage prüfen. Anstelle des Versicherungsantrags geht dem Versicherer, in einem solchen Fall, eine unverbindliche Anfrage zu, die zunächst die Auswirkungen einer eventuellen Erkrankung oder Verletzung ermittelt.

Krankenzusatzversicherung ohne Wartezeit?

Wer den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung in die Tat umsetzt, hat in der Regel nicht sofort Anspruch auf die enthaltenen Versicherungsleistungen. Gewöhnlich muss der Versicherungsnehmer eine Wartezeit von drei Monaten verstreichen lassen. Es gibt jedoch einige wenige Tarife, die zum Teil auf diese Wartezeiten verzichten. Bei speziellen Anliegen wie zum Beispiel Zahnersatz oder einer Entbindung im Krankenhaus, muss hingegen mit einer Wartezeit von acht Monaten gerechnet werden. Sofern sich Versicherungsnehmer dazu entschließen, den Ergänzungsschutz zu ihrer gesetzlichen Krankenversicherung abzuschließen, entgehen sie oftmals der Pflicht zur Einhaltung der vorgegeben Zeitfenster. Im Gegensatz dazu müssen sie sich auf eine akribischere Prüfung ihrer Vorerkrankungen einstellen.

Kostenlose Beratung von Experten

Als erfahrenen und unanbhängigen Versicherungsvermittler im Bereich Private Krankenversicherung können Sie uns täglich von 9 bis 19 Uhr unter 030 922 77 527 erreichen oder per E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de

Ein Service von transparent-beraten.de

Steuerliche Absetzbarkeit der Krankenzusatzversicherung

Da die gesetzliche Krankenversicherung ihre Versicherten Jahr für Jahr mit neuen Leistungskürzungen in Atem hält, haben sich immer mehr Zusatzversicherungen auf dem Versicherungsmarkt etabliert. Gemäß deutschem Steuerrecht können sie zwar steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden, jedoch gestaltet sich die praktische Umsetzung eines derartigen Vorgangs mehr als schwierig (Private Krankenversicherung steuerlich absetzen). Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Zusatzversicherung zu einer bestehenden Krankenversicherung abgeschlossen wurde. Schließlich kann ein Arbeitnehmer Sonderausgaben von höchstens 1.500 Euro in der Steuer vermerken. Jedoch wird dieser Betrag bereits mit Zahlung der monatlichen Krankenkassenbeiträge gänzlich ausgeschöpft, sodass die Angabe der Krankenzusatzversicherung keine steuermindernde Auswirkung hat.

Selbständige können Zusatzversicherungen als Betriebsausgaben ausweisen

Etwas anders gestaltet sich der Sachverhalt bei Gewerbetreibenden und Selbständigen (Selbständige in der privaten Krankenversicherung). Im Gegensatz zu angestellten Arbeitnehmern haben sie im Krankheitsfall keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dürfen Zusatzversicherungen grundsätzlich nicht als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden, macht der Gesetzgeber in dem Fall eine Ausnahme. Somit können Selbständige Zusatzversicherungen für die Entgeltfortzahlung als Betriebsausgaben in der Steuer anführen.

In der Krankenzusatzversicherung gelten Kinder als Einzelpersonen

Während Kinder (Kinder in der privaten Krankenversicherung) in der gesetzlichen Krankenversicherung der Eltern familienversichert sind, zeichnet sich beim privaten Zusatzschutz ein ganz anderes Szenario ab. In dem Fall muss für jedes Kind eine eigene Zusatzversicherung abgeschlossen werden.

Altersbegrenzung bei den Zusatzversicherungen

Einige Zusatzversicherungen sind mit der Besonderheit gekennzeichnet, dass sie nur von Personen abgeschlossen werden können, die jünger als 65 Jahre sind (Rentner in der privaten Krankenversicherung). Eine derartige Altersbegrenzung sehen häufig Krankenhauszusatzversicherungen vor, wobei einige Anbieter auf ihre Integration verzichten. Nichtsdestotrotz erfahren ältere Versicherungsnehmer im ansteigendem Alter eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge.

Vorteile einer Krankenzusatzversicherung

Aufgrund zahlreicher Gesundheitsreformen hat sich die Leistungsbereitschaft der gesetzlichen Krankenversicherung stark verändert. Somit übernimmt die Krankenversicherung lediglich die Kosten medizinisch notwendiger Behandlungen. Dadurch werden dem Versicherten keine privilegierten Leistungen wie Unterbringung im Zweibettzimmer oder die Kostenerstattung für hochwertigen Zahnersatz ermöglicht.

Kosten für Medikamente werden erstattet

Der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung offenbart den Vorteil, dass Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung geschlossen werden und der Versicherungsnehmer vor hohen finanziellen Belastungen verschont bleibt. Wer bei Krankheit auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, muss je nach Arznei mit hohen Kosten rechnen. Hierbei kann eine Zusatzversicherung für Zuzahlungen, die anfallenden Kosten abwenden. Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht vorgesehene Behandlungen wie zum Beispiel Homöopathie, Akupunktur oder Heilpraktikerbehandlungen sind im Versicherungsschutz der Krankenzusatzversicherung enthalten (Alternative Heilmethoden in der privaten Krankenversicherung).

Brillenträger haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine neue Brille

Versicherte, die auf das Tragen einer Sehhilfe angewiesen sind, genießen mit der Krankenzusatzversicherung besonders großzügige Vorteile. Die Krankenzusatzversicherung bietet sehr hohe Kostenerstattungen. Dadurch werden dem Versicherungsnehmer alle zwei Jahre die Kosten einer Brille von der privaten Krankenzusatzversicherung erstattet. Mit dem Abschluss einer Krankenzusatzversicherung kommt der Versicherungsnehmer in Genuss von Versicherungsleistungen, die auf dem Niveau der privaten Krankenversicherung liegen. Neben der Zuzahlungsfreiheit und der Kostenerstattung bei alternativen Heilmethoden, erfreuen sich insbesondere die Leistungen bei stationären Aufenthalten großer Beliebtheit.

Achtung bei gebündelten Versicherungspaketen

Häufig enthalten angebotene Versicherungspakete, Assekuranzen, für dessen Inanspruchnahme keine Notwendigkeit besteht. Dies ist beispielsweise bei ambulanten Zusatzversicherungen und Brillenversicherungen der Fall. Sie treiben die zu zahlenden Versicherungsbeiträge nur unnötig in die Höhe. Einige Versicherungsbündel integrieren auch mehrere Versicherungsbausteine. Daher sollte der Versicherte stets prüfen, ob er die jeweiligen Versicherungen wirklich benötigt.