Sehr gut 4.9/5
ein Fachportal von transparent-beraten.de

Krankenzusatzversicherung

Ratgeber, Tipps und aktuelle Testergebnisse 2019 zur Krankenzusatzversicherung
Sichern Sie sich jetzt ab und sparen Sie bis zu 67% mit unserem kostenfreien Tarifvergleich Meinen Tarifvergleich anfordern

Das Wichtigste in Kürze

  • Private Krankenzusatzversicherungen richten sich vorrangig an gesetzlich Versicherte, um Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu schließen.
  • Mit privaten Krankenzusatzversicherungen erhält der GKV-Versicherte Leistungen auf dem Niveau der PKV.
  • Besonders empfehlenswert ist eine Krankentagegeldversicherung für Selbständige, eine Zahnzusatzversicherung sowie eine Auslandsreisekrankenversicherung für Reisen außerhalb Deutschlands.
  • Die Kosten einer Krankenzusatzversicherung richten sich nach dem Alter, dem Gesundheitszustand des zu versichernden Bereichs und dem gewünschten Leistungsumfang.
  • Das Testinstitut Franke & Bornberg hat 2019 einen umfangreichen Test durchgeführt und zahlreiche Tarife der Krankenzusatzversicherungen im Vergleich betrachtet. Je nach Sparte gibt es unterschiedliche Testsieger.
  • Achten Sie bei Abschluss einer Krankenzusatzversicherung auf eine mögliche Wartezeit. Dies ist z. B. bei der Zahnzusatzversicherung der Fall.

Für wen lohnen sich Krankenzusatzversicherungen?

Private Krankenzusatzversicherungen richten sich vorrangig an Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Aufgrund zahlreicher Gesundheitsreformen hat sich die Leistungsbereitschaft der gesetzlichen Krankenkassen stark verändert. So übernimmt die GKV lediglich die Kosten medizinisch notwendiger Behandlungen. Umso mehr rückt die Notwendigkeit in den Vordergrund, für einen zusätzlichen Versicherungsschutz zu sorgen. Durch private Krankenzusatzversicherungen können gesetzlich Versicherte die Leistungen ihrer Krankenversicherung aufstocken. 

Mitglieder der privaten Krankenversicherung (PKV) sollten mit ihrer Krankenvollversicherung bereits bestens versorgt sein. Doch in einigen PKV-Tarifen können dennoch einzelne Leistungen fehlen, die der privat Versicherte benötigt oder ausweiten möchte. Dies ist oftmals im Bereich der Auslandsreisekrankenversicherung der Fall. So können auch PKV-Versicherte von Krankenzusatzversicherungen profitieren.

Vorteile von privaten Krankenzusatzversicherungen

  • Krankenzusatzversicherungen schließen Versorgungslücken der GKV. Der Versicherungsnehmer wird vor hohen finanziellen Belastungen bewahrt.
  • Wer bei Krankheit auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, muss je nach Arznei mit hohen Kosten rechnen. Hierbei kann eine Zusatzversicherung für Zuzahlungen, die anfallenden Kosten abwenden.
  • Auch in der GKV nicht vorgesehene Behandlungen wie zum Beispiel Homöopathie, Akupunktur oder Heilpraktikerbehandlungen sind über eine entsprechende Krankenzusatzversicherung möglich.
  • Ist man auf eine Sehhilfe angewiesen, leistet eine private Brillenversicherung einen Zuschuss zur neuen Brille oder zu neuen Kontaktlinsen.
  • Zahnersatz und Zahnbehandlungen sind besonders teuer. Die GKV übernimmt nur einen Bruchteil der Kosten. Gegen einen vergleichsweise geringen Beitrag übernimmt eine private Zahnzusatzversicherung die hohen Behandlungskosten.
  • Mit dem Abschluss einer Krankenzusatzversicherung kommt der Versicherungsnehmer in Genuss von Versicherungsleistungen, die auf dem Niveau der privaten Krankenversicherung liegen (… mehr zu den Leistungen der PKV).

Wie finde ich raus, ob ich die Krankenzusatzversicherung benötige?

Da der Abschluss einer Krankenzusatzversicherung auf freiwilliger Basis geschieht, muss jeder Versicherungsnehmer für sich selbst entscheiden, ob er sich zusätzlich absichern möchte. Für die Entscheidungsfindung kann die Beantwortung folgender Fragen sehr hilfreich sein:

  • Ist die Versicherung notwendig?
  • Welche Leistungen fehlen mir in der gesetzlichen Krankenversicherung?
  • Welche Leistungen werden angeboten?
  • Werden sämtliche Leistungen benötigt?
  • Besteht die Möglichkeit zur Vereinbarung von Teilleistungen?
  • In welcher Höhe fallen Kosten an?

Prüfen Sie vorab also genauestens Ihren Bedarf. Wenn Sie hierbei Hilfe benötigen oder eine ausführliche Beratung zum Thema wünschen, dann kontaktieren Sie uns gern unter 030 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de. Unsere Experten kennen sich mit privaten Krankenzusatzversicherungen aus und können gemeinsam mit Ihnen den passenden Schutz finden. Nutzen Sie auch gern unser Vergleichsformular weiter unten auf der Seite.


Welche Arten der Krankenzusatzversicherung gibt es?

Es gibt eine Vielzahl an Arten der Krankenzusatzversicherung. Dies hat den Vorteil, dass Sie je nach Ihrem persönlichen Bedarf Ihren Versicherungsschutz gestalten können. Welche Krankenzusatzversicherungen angeboten werden, hängt vom Anbieter ab. 

In der Regel kann der Versicherungsnehmer zwischen folgenden Krankenzusatzversicherungen wählen:


Kostenfreier Krankenzusatz-Testsieger-Vergleich 2019

Die Testsieger aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.
Sie haben Fragen?
Telefonische Expertenberatung
Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.
Kontakt aufnehmen

Welche Krankenzusatzversicherungen sind besonders empfehlenswert?

Zu den wichtigsten Krankenzusatzversicherungen zählen:


Auslandsreisekrankenversicherung 

Wer verreist, genießt im europäischen Ausland noch immer den Schutz der innerdeutschen Krankenversicherung. Jedoch orientiert sich der Umfang der Versicherungsleistungen an der Leistungsbereitschaft des jeweiligen Reiselandes. Wird die GKV im Ausland zur Erstattung herangezogen, übernimmt sie lediglich den Kostenpunkt, den eine Behandlung im Inland verursacht hätte. Wird ein Rücktransport notwendig, müssen Versicherte die entstehenden Kosten aus eigener Tasche zahlen. Wen es hingegen ins außereuropäische Ausland zieht, der kann generell keinerlei Versicherungsleistungen seitens der GKV und nur eingeschränkt von der PKV erwarten. 

In dem Fall bietet die Auslandsreisekrankenversicherung einen umfassenden Versicherungsschutz:

  • Es werden Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen erstattet. 
  • Zudem werden dem Versicherungsnehmer in der Regel alle verordneten Medikamente und Heilmittel bezahlt. 
  • Ebenso kommt der Versicherer für Krankentransporte, ärztliche Leistungen, Sachmittel, Unterbringung und Verpflegung im Falle eines Krankenhausaufenthalts auf. 
  • Kleine Behandlungen müssen im Ausland oftmals per Vorkasse vom Patienten bezahlt werden. Die Kostenabrechnung von größeren Behandlungen wird häufig zwischen Versicherer und Arzt bzw. Klinik direkt geregelt.

Kosten einer Auslandsreisekrankenversicherung

Die Kosten einer Auslandsreisekrankenversicherung variieren je nach Dauer der Reise und nach gewünschtem Leistungsumfang. Doch generell gilt: Ein zusätzlicher Auslandsreiseschutz kostet wenig und lohnt sich. Für Singles gibt es einen günstigen Tarif bereits ab 10 Euro im Jahr, für Familien ab 20 Euro.

Achtung beim Thema Rücktransport ins Heimatland

Etwas komplizierter gestaltet sich der Sachverhalt, wenn es um das Thema Rücktransport geht. Hierbei gibt es Versicherer mit unterschiedlichen Sichtweisen. Somit gibt es Auslandsreisekrankenversicherungen, die einen Rücktransport erst ermöglichen, wenn er medizinisch notwendig ist. Wiederum andere Versicherer erstatten einen Rücktransport, wenn er medizinisch sinnvoll ist. In jedem Fall sollte beim Abschluss darauf geachtet werden, dass der Versicherer einen Rücktransport gewährt, wenn er medizinisch sinnvoll wird.

Die Auslandsreisekrankenversicherung im Test 2019

Das Analysehaus Service Value hat 2019 in Kooperation mit Focus Money eine umfassende Untersuchung zu Reisekrankenversicherungen durchgeführt. Dabei wurden 26 Anbieter betrachtet (Quelle).

Die fairsten Reisekrankenversicherer 2019


Zahnzusatzversicherung

Geht es um die Zahngesundheit werden die Leistungen nur teilweise von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Bei anstehenden Zahnfüllungen oder Zahnersatz ohne den Nachweis einer Zahnzusatzversicherung bewilligt die Krankenkasse lediglich die günstigste Variante. Legt man das Augenmerk hingegen auf höherwertige Ausführungen, müssen dementsprechend höhere Preise aus eigener Tasche gezahlt werden. 

Diesen hohen Kosten kann man mit einer Zahnzusatzversicherung entgegenwirken: 

  • Dabei erstatten einige Versicherer die Behandlungskosten bis zu einer Höhe von 90 Prozent. 
  • Versicherbar sind u. a. Zahnersatz, Kieferorthopädie, Inlays und Implantate.
  • Beispiel: Ein Implantat kostet 2.400 Euro. Davon würde die GKV lediglich ca. 360 Euro übernehmen, den Rest müssten Sie selbst begleichen. Mit einer Zahnzusatzversicherung würden Sie nur ca. 240 Euro selbst zahlen müssen.

Kosten einer Zahnzusatzversicherung

Einen Schutz bekommt man bereits ab einem monatlichen Versicherungsbeitrag von 20 Euro. Die genaue Höhe der Versicherungsprämie wird individuell berechnet und hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Eintrittsalter, 
  • Vorerkrankungen und Gesundheitszustand der Zähne 
  • sowie dem gewünschten Leistungsumfang. 
VersichererBeitrag (monatlich)
Allianz21,92 Euro
Concordia13,15 Euro
Axa28,35 Euro

Die Zahnzusatzversicherung im Test 2019

Die Experten von Franke & Bornberg führten eine umfassende Untersuchung von Krankenzusatzversicherungen durch. Auch Anbieter der Zahnzusatzversicherung wurden untersucht. Dabei unterteilten die Analysten die insgesamt 340 Tarife in Zahnbehandlungen und Zahnersatz (Quelle).

Testsieger der Zahnzusatzversicherer:

Krankentagegeldversicherung

Ist man arbeitsunfähig, so bekommt man als Arbeitnehmer für die Dauer von 42 Tagen sein Gehalt weitergezahlt. Geht die Krankheit über den Zeitraum hinaus, wird die Lohnfortzahlung der Krankenkasse aktiv und der Arbeitnehmer hat Anspruch auf 90 Prozent seines Gehalts, höchstens aber 83,13 Euro pro Tag. 

Möchte man auf sein volles Einkommen im Krankheitsfall nicht verzichten, hilft eine private Krankentagegeldversicherung:

  • Sie gleicht die Differenz zwischen dem Krankengeld und dem Nettogehalt aus. 
  • Dabei können Höhe und Beginn der Auszahlung individuell bestimmt werden. 
  • In der Regel zahlt die Krankentagegeldversicherung sämtliche Beiträge zur Sozialversicherung, wie zum Beispiel Rentenversicherung, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung.

Besonders wichtig für Selbständige

Selbständige haben keinen Arbeitgeber und damit keinen Anspruch auf gesetzliches Krankentagegeld. Bei längerer Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit kann der Freiberufler in der Regel kein Einkommen mehr erwirtschaften. Daher ist der Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung für Selbständige besonders wichtig.

Kosten einer Krankentagegeldversicherung

Bei der Berechnung der Versicherungsprämie spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Höhe des Erstattungssatzes (dieser wird teilweise vom Versicherer automatisch bestimmt)
  • Höhe Bruttolohn & Nettolohn
  • Anzahl Gehälter
AnbieterMonatlicher Beitrag
Alte Oldenburger8,96 Euro
Continentale 5,86 Euro
Hallesche Krankenversicherung6,00 Euro

Welche Krankenzusatzversicherungen können sinnvoll sein?

Je nach persönlichem Bedarf können folgende Krankenzusatzversicherungen sinnvoll sein:

  • Stationäre Zusatzversicherung
  • Ambulante Zusatzversicherung
  • Pflegezusatzversicherung

Stationäre Zusatzversicherung

Im Allgemeinen schreibt die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung im stationären Bereich vor, dass der Patient im nächstgelegenen Krankenhaus versorgt und in einem Mehrbettzimmer untergebracht wird. Mit ihrem Abschluss einer stationären Zusatzversicherung erhält man Leistungen im Krankenhaus ähnlich wie Privatpatienten:  

  • Neben der Chefarztbehandlung hat man Anspruch auf ein Einbett- oder Zweibettzimmer. 
  • Zudem kann man die Klinik bzw. das Krankenhaus frei wählen.
  • Versicherbar sind u. a. auch Transportkosten, stationäre Zuzahlungen und Honorarvereinbarungen über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hinaus.
  • Auch die Erstattung für Zahnersatz oder Implantate aber auch Prophylaxe-Behandlungen können in der stationären Zusatzversicherung enthalten sein. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Zusatzversicherung aus einem Bündel von mehreren Bausteinen besteht.

Kosten der stationären Zusatzversicherung

So vielversprechend sich das Leistungsspektrum auf den ersten Blick anhören mag, ist diese Versicherung auch mit einem entsprechenden Kostenfaktor gekennzeichnet. Somit muss mit jährlichen Versicherungsbeiträgen zwischen 340 und 600 Euro gerechnet werden.

Achtung bei der Klinikauswahl und Honorarsätzen der Ärzte

Bei der Auswahl der Klinik sollte auch mit einer stationären Zusatzversicherung bedacht werden, dass u. U. nur jene ausgewählt werden können, die im Vertragsverhältnis mit der gesetzlichen Krankenversicherung stehen. Unter Umständen werden nur dann die Kosten vom Versicherer erstattet. Entscheidet sich der Versicherungsnehmer für eine Klinik, die kein Vertragsverhältnis mit der Krankenkasse unterhält, muss er die anfallenden Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen.

Gleiches Verfahren erwartet den Patienten bei den ärztlichen Honoraren. Grundsätzlich erstattet die Zusatzversicherung die Kosten bis zum 3-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Fallen die Sätze im ausgewählten Krankenhaus höher aus, trägt der Patient die Mehrkosten. Bei einigen Tarifen können jedoch auch individuelle Honorarvereinbarungen getroffen werden.

In jedem Fall sollten Sie vor Vertragsabschluss genau in die Versicherungsbedingungen der Zusatzversicherung schauen.

Die stationäre Zusatzversicherung im Test 2019

Der umfangreiche Test von Franke & Bornberg 2019 beinhaltet auch die stationäre Zusatzversicherung. In diesem Bereich wurden knapp 100 Tarife betrachtet, von denen 24 Tarife mit der Bestwertung “hervorragend” beurteilt wurden (Quelle).

Zu den Testsiegern gehören u. a. :


Ambulante Zusatzversicherung

Möchte man bei ambulanten Behandlungen den Status eines Privatpatienten erhalten, kann man eine ambulanten Zusatzversicherung abschließen. Hier sollte man sich jedoch gründlich Gedanken machen. Mittlerweile übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen ebenfalls diese Leistungen – wenn auch nur teilweise. Je nach Bedarf kann es sich entweder lohnen, die Zusatzleistung über die GKV in Anspruch zu nehmen oder eine gesonderte ambulante Zusatzversicherung abzuschließen.

  • Eine ambulante Zusatzversicherung besteht meistens aus verschiedenen Bausteinen. 
  • So sind folgende Leistungen versicherbar: Heilpraktiker bzw. alternative Heilmethoden, Kuren, Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt, Arznei- und Verbandsmittel sowie Heil- und Hilfsmittel.
  • Im Bereich der Behandlungen beim Heilpraktiker werden Behandlungen wie Akupunktur, Homöopathie oder Osteopathie unterstützt. In der Regel werden die Kosten in Höhe des Hufelandverzeichnisses oder der Gebührenordnung für Heilpraktiker übernommen.

Zustimmung zum Kostenerstattungsverfahren erforderlich

Damit Versicherungsnehmern der Abschluss einer ambulante Zusatzversicherung ermöglicht wird, müssen sie im Vorfeld in das Kostenerstattungsverfahren eingewilligt haben. Dieses Verfahren schreibt vor, dass der Patient zunächst die Behandlungskosten selbst trägt.

Einer Kostenerstattung seitens der Krankenkassen wird erst nach Erhalt der Rechnung stattgegeben. Hierbei wird nur die Höhe der kassenüblichen Leistungen und Sätze übernommen. Beiträge, die darüber hinausgehen, müssen vom Patienten bezahlt werden. Eben dieser ausstehende Betrag wird im Rahmen der ambulanten Zusatzversicherung vom jeweiligen Versicherer erstattet.

Kosten einer ambulanten Zusatzversicherung – Anbieter im Vergleich

VersichererTarifMonatlicher Beitrag
BarmeniaAN+25,76 Euro
GothaerMediAmbulant+MediPrävent29,51 Euro
Signal IdunaAmbulantPlus22,80 Euro

Pflegezusatzversicherung

Mit zunehmender Lebenserwartung hat auch die jeweilige Pflegebedürftigkeit zugenommen, sodass vermehrt Leistungen aus der Pflegeversicherung bezogen werden müssen. Ausgehend von dem Pflegebedarf und der Pflegestufe des Bedürftigen kommen unterschiedlich hohe Kosten hinzu. Jedoch trägt die gesetzliche und private Pflegeversicherung einen geringen Teil der Aufwendungen. Muss ein Pflegedienst einbezogen werden, fallen Einsatzkosten an, die der Pflegebedürftige selbst zu tragen hat. 

Pflegezusatzversicherungen tragen dazu bei, dass finanzielle Risiken im Pflegefall abgefedert werden. Durch den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung hat der Versicherungsnehmer je nach Tarif Anspruch auf verschiedene Leistungen. Diese hängen im Wesentlichen von der Art der Pflegezusatzversicherung ab.

Pflegekostenversicherung übernimmt Kosten eines Pflegedienstes

Die Pflegekostenversicherung übernimmt sämtliche Kosten, die mit der Inanspruchnahme eines Pflegedienstes in Verbindung stehen. Damit die Pflegekostenversicherung aktiv wird, muss im Vorfeld ein Kostennachweis erfolgen. Dies kann beispielsweise durch Vorlage einer Kopie des Leistungsprotokolls nachgewiesen werden.

Pflegetagegeldversicherung zahlt im Pflegefall ein Tagegeld

Sobald der Pflegefall eintritt, zahlt die Pflegetagegeldversicherung ein Tagegeld in vertraglich vereinbarter Höhe. Im Gegensatz zu den anderen Formen nehmen die tatsächlich angefallenen Pflegekosten eine untergeordnete Rolle ein.

Pflegerentenversicherung gewährt im Pflegefall eine monatliche Rente

Gekoppelt an einen Sparvertrag kann die Pflegerentenversicherung mit dem Versicherungskonzept der Lebensversicherung verglichen werden. In ihrem Fall entscheiden die vertraglichen Vereinbarungen über die Höhe der monatlichen Rente. Bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit wird dem Versicherten die zustehende Rente ausgezahlt. Mit der Pflegerentenversicherung bezwecken Versicherte die Pflegeleistungen vollständig aus ihrem Einkommen zu beziehen, damit den Angehörigen keine allzu hohe finanzielle Belastung auferlegt wird.

Pflegezusatzversicherung im Test 2018

Das Wirtschaftsmagazin Euro prüfte 2018 verschiedene Tarife der Pflegezusatzversicherung. Dabei wurden sowohl staatlich geförderte Pflege-Bar-Tarife als auch Kombiprodukte getestet. Diese Kombiprodukte bestehen aus Pflege-Bahr und Pflegetagegeldversicherung (Quelle).

Testsieger der Pflege-Kombitarife:

AnbieterTarif
AllianzPflegeBahr (PZTG02)+PflegetageldBest (PZTB03)
BarmeniaDFPV (gefördert), Pflege100D (ungefördert)
AragARAG FörderPflege PF – ARAG IndividualPflege PIN

Welche Krankenzusatzversicherungen sind eher nicht nötig?

Folgende Zusatzversicherungen sind unter Umständen nicht von Nöten, da sich das Zahlen der Versicherungsprämie nicht unbedingt auszahlt:

  • Krankenhaustagegeldversicherung
  • Brillenversicherung

Krankenhaustagegeldversicherung

Im Rahmen der Krankenhaustagegeldversicherung erhält der Versicherte einen vereinbarten Tagessatz für jeden Tag, den er im Krankenhaus verbringen muss. Die Leistungen einer Krankenhaustagegeldversicherung beschränken sich nur auf die Tage, die der Versicherte in der Klinik bzw. im Krankenhaus verbringt:

  • Die Versicherung dient dazu, zusätzliche Kosten wie Kinderbetreuung, Fernseh- oder Telefongebühren zu begleichen.
  • Eine Krankenhaustagegeldversicherung kann auch im Rahmen einer Unfallversicherung abgeschlossen werden. Dann leistet die Versicherung nur für die Tage im Krankenhaus, die der Versicherte nach einem Unfall dort verbringen muss.

Dahingehend leistet die Krankenhaustagegeldversicherung keinen bedeutsamen Beitrag zur wirtschaftlichen Existenz im Krankheitsfall.


Brillenversicherung

Von dieser Zusatzversicherung profitieren nur diejenigen, die auf eine Sehhilfe angewiesen sind. Wer also regelmäßig neue Brillen oder Kontaktlinsen anschafft, kann sich von einer Brillenversicherung bzw. einer Zusatzversicherung für Sehhilfen unterstützen lassen.

  • Die Krankenzusatzversicherung für Sehhilfen erstattet ca. 60-90 Prozent der Kosten für Sehhilfen – allerdings erst nach Vorleistung der GKV. Der Versicherte muss zunächst seine GKV um die Kostenerstattung bitten. Je nachdem, wie viel übrig bleibt, wird dies dann von der Zusatzversicherung nach Vertragsvereinbarung beglichen.
  • Die Erstattung beschränkt sich auf einen Höchstbetrag von ca. 200-350 Euro in 2 Jahren.
  • Einige Anbieter schließen auch die Kostenerstattung von Augenlasern gegen Fehlsichtigkeit ein. Dabei gilt meist eine Wartezeit von 1 Jahr. Auch hier muss die GKV zunächst in Vorleistung gehen. Erst danach leistet die Zusatzversicherung.
  • Der Höchstbetrag zur Erstattung für Augenlaser-Operationen beträgt max. 500-750 Euro pro Auge in 3 Jahren.

Die Brillenversicherung kann auch im Rahmen der ambulanten Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Interessierte sollten sich ein Angebot für entsprechende Tarife geben lassen. Es ist abzuwägen, ob sich die Zahlung des Versicherungsbeitrages für den Zuschuss zur Sehhilfe lohnt.


Private Krankenzusatzversicherungen: Alle Infos in einem Video


Wie funktionieren Krankenzusatzversicherungen?

Private Krankenzusatzversicherungen funktionieren ähnlich wie eine private Krankenversicherung. Nach einer Behandlung oder der Inanspruchnahme einer Leistung, erhalten Sie vom Arzt oder Krankenhaus die Rechnung. Auf dieser Rechnung können Sie in der Regel einsehen, wie viel von den Gesamtkosten Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt. In einigen Fällen müssen Sie mit dem Restbetrag in Eigenleistung gehen, d. h. zunächst erstmal selbst bezahlen. In anderen Fällen senden Sie die Rechnung an Ihren Zusatzversicherer und dieser übernimmt die restlichen Kosten direkt.

Kosten von Krankenzusatzversicherungen

Die Kosten von Krankenzusatzversicherungen verhalten sich ähnlich wie die Kosten der PKV. Im Gegensatz zum gesetzlichen Krankenschutz hat das Einkommen keinen Einfluss auf die Beitragsrechnung. Vielmehr spielen im Grund folgende Faktoren die zentrale Rolle:

  • Alter bei Eintritt
  • Gesundheitszustand des zu versichernden Bereichs (z. B. Zähne, Augen etc.)
  • Wurden im zu versichernden Bereich bereits Behandlungen oder Operationen durchgeführt?
  • Gewünschter Leistungsumfang der Zusatzversicherung (es stehen meist Tarife in Basis-, Komfort- und Premium-Variante zur Auswahl)

Kann ich Krankenzusatzversicherungen von der Steuer absetzen?

Gemäß deutschem Steuerrecht können Krankenzusatzversicherungen zwar prinzipiell steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden, jedoch gestaltet sich die praktische Umsetzung oftmals schwierig. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Zusatzversicherung zu einer bestehenden Krankenversicherung abgeschlossen wurde. Schließlich kann ein Arbeitnehmer Sonderausgaben von höchstens 1.500 Euro in der Steuer vermerken. Jedoch wird dieser Betrag bereits mit Zahlung der monatlichen Krankenkassenbeiträge gänzlich ausgeschöpft, sodass die Angabe der Krankenzusatzversicherung keine steuermindernde Auswirkung hat.

Experten-Tipp:

Selbständige können Zusatzversicherungen als Betriebsausgaben ausweisen

Etwas anders gestaltet sich der Sachverhalt bei Gewerbetreibenden und Selbständigen. Im Gegensatz zu angestellten Arbeitnehmern haben sie im Krankheitsfall keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dürfen Zusatzversicherungen grundsätzlich nicht als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden, macht der Gesetzgeber in dem Fall eine Ausnahme. Somit können Selbständige Zusatzversicherungen für die Entgeltfortzahlung als Betriebsausgaben in der Steuer anführen.

Was Sie bei Krankenzusatzversicherungen noch beachten müssen

Wartezeit

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschließt, hat in der Regel nicht sofort Anspruch auf die enthaltenen Versicherungsleistungen. Gewöhnlich muss der Versicherungsnehmer eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten verstreichen lassen. Dies ist oftmals bei der Zahnzusatzversicherung der Fall. Es gibt jedoch einige wenige Tarife, die zum Teil auf diese Wartezeiten verzichten. Eine Wartezeit entfällt generell bei Unfall bzw. nach Vorlage eines ärztlichen Attests innerhalb von 14 Tagen nach dem Vertragsabschluss. Es gilt also: Man sollte private Krankenzusatzversicherungen so früh wie möglich abschließen.

Altersbegrenzung

Einige Anbieter von Zusatzversicherungen können nur von Personen abgeschlossen werden können, die jünger als 65 Jahre sind. Dies hat den Grund, da das Risiko eines Versicherungsfalles – also, dass der Versicherte tatsächlich Leistungen in Anspruch nimmt, mit dem hohen Alter größer ist. Eine derartige Altersbegrenzung sehen häufig Krankenhauszusatzversicherungen vor, wobei einige Anbieter darauf verzichten. Nichtsdestotrotz erfahren ältere Versicherungsnehmer im ansteigenden Alter eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge.

Achtung bei Versicherungspaketen

Häufig enthalten angebotene Versicherungspakete mehrere einzelne Zusatzversicherungen. Dies erscheint zunächst lukrativ, da man das Gefühl hat, Kosten zu sparen und weniger Verwaltungsaufwand betreiben zu müssen. Jedoch sollte man genau hinschauen, ob im Versicherungspaket nicht einzelne Leistungen enthalten sind, die Sie gar nicht brauchen. Oftmals treiben sie die zu zahlenden Versicherungsbeiträge nur unnötig in die Höhe.

Gesundheistprüfung

Bevor man eine private Krankenzusatzversicherung abschließt, muss man sich einer Gesundheitsprüfung vom Versicherer für den zu versichernden Bereich unterziehen. Je nach Anbieter fällt diese Gesundheitsprüfung sehr umfangreich aus. In der Regel werden Angaben über Vorerkrankungen, Unfälle oder bisherige Klinikaufenthalte oder Operationen verlangt. In einigen Fällen kann der Versicherer einen Risikozuschlag zum Versicherungsbeitrag verlangen oder den Antragsteller komplett ablehnen. Oftmals verschlechtert sich der Gesundheitszustand im Alter. Daher gilt auch hier: Je früher die Police abgeschlossen wird, desto günstiger wird es. In jedem Falle sollte man die Gesundheitsfragen stets wahrheitsgemäß und sorgfältig beantworten. Bei falschen Angaben kann es passieren, dass der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt.

Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen

Für die verschiedenen Arten der Krankenzusatzversicherungen gibt es einige Anbieter, die keine Gesundheitsprüfung durchführen. Dies hat natürlich den Vorteil, dass Kunden mit Vorerkrankungen oder einem schlechten Gesundheitszustand trotzdem eine Chance auf Krankenschutz bekommen. Jedoch sollte man beachten, dass Krankenzusatzversicherungen ohne Gesundheitsfragen oftmals sehr teuer ausfallen und/oder einen eingeschränkten Leistungsumfang vorsehen.

Sollten Sie dennoch auf der Suche nach einer Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen sein, dann melden Sie sich gern bei uns. Unsere Experten auf dem Gebiet der privaten Krankenzusatzversicherungen kennen den Markt und wissen, bei welchen Anbietern sie einen Krankenschutz für Sie anfragen können. Kontaktieren Sie uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de.

Private Krankenzusatzversicherungen für Kinder

Ähnlich wie in der privaten Krankenvollversicherung gibt es auch in den privaten Zusatzversicherungen keine Familienversicherung. Daher brauchen Kinder einen eigenen Versicherungsvertrag. Viele Anbieter haben Tarife eigens für Kinder entwickelt. Damit bieten sie einen Leistungsumfang an, der eigens auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind:

  • Untersuchungen zur Vorsorge oder Früherkennung von Krankheiten
  • Übernahme der Kosten für Schutzimpfungen
  • Regelmäßige Kontrollen der Augen und der Ohren
  • Heilpraktikerbehandlungen bzw. alternative Heilmethoden
  • Übernahme von kieferorthopädischen Maßnahmen und Zahnbehandlungen

Je nach Anbieter unterscheidet sich das früheste Eintrittsalter für Kinder. Bei einigen Versicherern können Kinder ab der Geburt versichert werden, bei anderen erst ab dem 6. Lebensjahr.


Die betriebliche Krankenversicherung: Bündel an Krankenzusatzversicherungen

Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern ermöglichen, den Schutz von privaten Krankenzusatzversicherungen vereinfacht zu erhalten. Bei der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) werden ein Bündel an Zusatzversicherungen über den Chef abgeschlossen. Auch kann er entscheiden, ob und in welcher Höhe er die Kosten der bKV übernehmen möchte.

  • Voraussetzung für die bKV ist, dass die Mitarbeiter in der GKV versichert sind und einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben.
  • Welche Leistungen die bKV umfassen soll, entscheidet der Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer können ihre Wünsche äußern.
  • Oftmals entfällt durch diese Art der Zusatzabsicherung die Gesundheitsprüfung oder sie fällt wesentlich vereinfachter aus.
  • Familienangehörige des Mitarbeiters können ebenfalls zu günstigen Konditionen private Krankenzusatzversicherungen erhalten.

Doch nicht nur der Arbeitnehmer profitiert von der bKV. Die Einführung einer betrieblichen Krankenversicherung steigert die Attraktivität des Unternehmens, stärkt die Mitarbeiterbindung und zeigt soziales Interesse. Schließlich ist die Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter eine Investition in Motivation und Leistungsbereitschaft.

Wenn Sie in Ihrer Firma eine betriebliche Krankenversicherung einführen möchten, sollten Sie sich Hilfe von unseren Versicherungsexperten holen. Unsere Fachberater sind spezialisiert auf das Thema bKV und Gesundheitsmanagement für Firmen und stehen Ihnen von Anfang an zur Seite. Kontaktieren Sie uns unter 030 120 82 82 8 oder unter kontakt@transparent-beraten.de.


Krankenzusatzversicherungen im Vergleich: So finden Sie den passende Tarif

1. Sich für eine Krankenzusatzversicherung entscheiden

Zunächst sollten Sie sich Gedanken machen, welche Art(en) von Krankenzusatzversicherung Sie möchten. Stellen Sie sich folgende Fragen: Welche Leistungen vermisse ich in meiner GKV? Welche Art von Krankenzusatzversicherung würde diese fehlenden Leistungen abdecken? Welchen Leistungsumfang benötige ich? Reicht mir der Basis-Tarif oder soll es der Komfort-Tarif sein?

2. Angebote vergleichen

Haben Sie sich für eine Art der Zusatzversicherung entschieden, sollten Sie nicht nur ein Angebot ihrer gesetzlichen Krankenkasse einholen. Die Zusatzleistungen werden zwar nicht von den Krankenkassen angeboten, sondern von den privaten Anbietern, die mit ihnen kooperieren. Vielmehr sollten Sie sich einen unabhängigen Tarif-Vergleich aller Anbieter von Zusatzversicherungen einholen. Nutzen Sie dazu gern unser oben stehendes Formular.

3. Versicherungsantrag stellen & Gesundheitsfragen beantworten

Wenn Sie einen Versicherer und einen Tarif gefunden haben, der Ihnen zusagt und auf Ihre Bedürfnisse passt, dann stellen Sie den Antrag auf Versicherungsschutz. Dort machen Sie alle relevanten Angaben. Vor Vertragsabschluss erhalten Sie auch den Fragebogen zur Gesundheitsprüfung. Beantworten Sie diese sorgfältig! Werfen Sie auch einen prüfenden Blick in die allgemeinen Vertragsbedingungen.

4. Wartezeit beachten

Bei den meisten Versicherern haben Sie eine Wartezeit für Ihre Zusatzversicherung. Diese beginnt nach Vertragsabschluss und beträgt in der Regel 3 Monate. Dies bedeutet, dass erst nach 3 Monaten die Versicherung die Kosten für anfallende Behandlungen erstattet. Bei einem Unfall entfällt die Wartezeit.

Beratung durch Experten

Egal ob Sie Hilfe bei der Entscheidung für die passende Zusatzversicherung oder Unterstützung bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen brauchen – unsere Versicherungsexperten sind für Sie da. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail mit Ihrem Anliegen und unsere Fachberater kümmern sich darum. Nutzen Sie auch gern unser Formular und fordern Sie direkt Ihren Tarifvergleich an.

Unsere Kunden haben uns bewertet
4.9 von 5 Punkten aus 1 164 Bewertungen für die Beratung durch transparent-beraten.de