Fall 1: Akupunktur gegen Migräne

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung gehen deutlich über das Maß der Gesetzlichen Krankenversicherung hinaus. Am Beispiel einer Heilpraktikerbehandlung wird sichtbar, welche Vorteile die private Krankenversicherung gegenüber einer gesetzlichen bietet.

Behandlungsbeispiel – Akupunktur gegen Migräne

Frau M. leidet seit Jahren an Migräne und hat diese bisher ausschließlich mit Medikamenten behandelt. Da die Medikamente stets nur kurzfristig helfen, möchte sie nun einen Heilpraktiker zu Rate ziehen. Mit Hilfe einer Akupunktur-Behandlung erhofft sie sich eine langfristige Besserung der Beschwerden.

Kosten einer Akupunktur

Die Kosten für eine Akupunktur können nicht eindeutig angegeben werden. Wie viel ein Heilpraktiker im einzelnen für die Behandlung verlangt, kann in gewissem Rahmen frei von ihm bestimmt werden. Laut der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) liegen die Kosten je nach Aufwand und Dauer der Behandlung zwischen 30 und 70 Euro pro Sitzung.

Kosten in Bezug auf die Migräne von Frau M.

Da es sich bei einer Migräne meist um eine chronische Erkrankung handelt, sollten Patienten laut DÄGfA mit etwa 10 bis 15 Sitzungen rechnen. Geht man davon aus, dass 10 Sitzungen angesetzt werden, belaufen sich die Gesamtkosten für Frau M. auf 300 bis 700 Euro. Die Kosten für eventuell nötige Auffrischungssitzungen um den Behandlungserfolg zu stabilisieren, sind in dieser Rechnung noch nicht enthalten.

Akupunktur gegen Migräne ohne Private Krankenversicherung

Die Gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Akupunktur nur in seltenen Fällen und auch dann nur, wenn eine Reihe von Bedingungen erfüllt sind. So übernimmt beispielsweise die gesetzliche Krankenversicherung Die Techniker die Kosten für eine Akupunktur nur, wenn der Versicherte seit mindestens sechs Monaten an chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder chronischen Knieschmerzen durch Gonarthrose leidet. Außerdem muss der durchführende Arzt eine Akupunkturausbildung nachweisen. Bei anderen Diagnosen übernimmt die Techniker keine Kosten.

Das zahlt Frau M. bei der GKV

Demzufolge muss Frau M., wenn sie gesetzlich versichert ist und auch keine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen hat, die gesamten Kosten aus eigener Tasche zahlen.

Akupunktur gegen Migräne mit PKV

Die Akupunktur zählt zu den Naturheilverfahren. Diese werden von vielen privaten Krankenversicherungen übernommen. Die Höhe der Leistungen unterscheiden sich jedoch teilweise stark je nach Anbieter. Die Private Krankenversicherung Allianz legt beispielsweise feste Geldbeträge fest, die dem Versicherten pro Kalenderjahr zustehen. Im Tarif AktiMed® leistet die Allianz 500 Euro und im Tarif AktiMed® Best sogar unbegrenzt. Andere Anbieter beteiligen sich prozentual an den Kosten. Die AXA erstattet je nach Tarif zwischen 75 (Tarif EL Bonus-U) und 100 Prozent (Tarif Vital-U) der Rechnungen. Allerdings ist Leistung auf 1.000 € pro Jahr limitiert.

Das zahlt Frau M. bei der Privaten Krankenversicherung

Je nachdem bei welchem Anbieter und in welchem Tarif Frau M. versichert ist, zahlt sie für eine Akupunkturbehandlung mit 10 Sitzungen entweder gar nichts oder nur einen Teil der Kosten. Geht man beispielsweise davon aus, dass sie bei der Allianz den Tarif AktiMed® gewählt hat, müsste sie bei einer Rechnung über 700 Euro noch 200 Euro selbst bezahlen.

Heilpraktiker: Günstiger mit einer PKV

Wie das Beispiel der Migräne-Erkrankung von Frau M. zeigt, ist Leistung in der privaten Krankenversicherung deutlich höher als bei der GKV. Versicherte, die Wert auf Naturheilverfahren legen, sollten dies bei der Suche nach der passenden Krankenversicherung berücksichtigen. Denn auch wenn die meisten Anbieter privater Krankenversicherungen für eine Reihe von Kosten für Naturheilverfahren aufkommen, gibt es doch trotzdem große Unterschiede zwischen den Versicherern.

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Was tun, wenn man sich nicht privat krankenversichern kann?

Wer keine Möglichkeit hat, sich privat zu versichern, muss trotzdem nicht alle Kosten für Naturheilverfahren selbst tragen. In einem solchen Fall bietet sich der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung an. Einige Versicherungsunternehmen bieten spezielle Krankenzusatztarife für Naturheilverfahren an.

Alternative Heilmethoden und PKV

Neben der Akupunktur gibt eine Reihe weiterer alternativer Heilmethoden. Versicherte die diese Leistungen in Anspruch nehmen möchten, sollten am besten vor Beginn der Behandlung mit ihrem Versicherer klären, welche alternativen Heilmethoden die Private Krankenversicherung übernimmt.

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