Fall 4: stationäre Behandlung

Gesetzlich oder privat versichert, wer ist bei einer stationären Behandlung im Vorteil? Am Beispiel einer mehrtägigen stationären Behandlung nach einer Blinddarmoperation gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Behandlungsbeispiel: stationäre Behandlung nach Blinddarmoperation

Bei Frau W. wird ein entzündeter Blinddarm diagnostiziert. Während einer Operation unter Vollnarkose wird der entzündete Wurmfortsatz entfernt. Anschließend ist im Normalfall ein viertägiger Krankenhausaufenthalt nötig.

Kosten für Blinddarmoperation und Krankenhausaufenthalt

Je nachdem auf welche Art der entzündete Wurmfortsatz entfernt wird, fallen unterschiedlich hohe Kosten an. Bei einer so genannten laparoskopischen Blinddarmoperation belaufen sich die Kosten auf rund 2.600 Euro. Mit etwa 3.600 Euro ist die offene Blinddarm-OP etwas teurer.

Für den stationären Aufenthalt im Krankenhaus müssen Patienten 10 Euro pro Tag selbst zahlen. Hinzu kommen Aufschläge für 1- oder 2-Bett-Zimmer. Diese schwanken je nach Krankenhaus.

Stationärer Aufenthalt ohne private Krankenversicherung

Das Mehrbettzimmer ist die übliche Unterbringung gesetzlich Versicherter während einer stationären Behandlung. Außerdem erfolgt die Behandlung üblicherweise durch den Dienst habenden Arzt. Dabei handelt es sich meist um den Stations- oder Oberarzt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Blinddarm-Operation. Allerdings muss Frau W. täglich 10 Euro für den Aufenthalt im Krankenhaus zuzahlen. Wünscht sie eine Unterbringung im Zwei- oder Einbettzimmer, kommen weitere Kosten auf sie zu.

Das zahlt Frau W. bei der GKV

Wenn Frau W. gesetzlich versichert ist, muss sie 10 Euro pro Tag selbst zahlen. Das wären im Fall eines viertägigen Klinikaufenthalts 40 Euro. Gesetzlich versicherte Patienten, die Extras wünschen, müssen mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Fordern Sie direkt einen kostenfreien und unverbindlichen Tarifvergleich einer Auswahl aktueller Tarife an. Oder kontaktieren Sie uns gern persönlich – unverbindlich und kostenfrei: 030 – 120 82 82 8 (Mo – Fr: 9 – 18 Uhr) oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Stationärer Aufenthalt mit PKV

Die private Krankenversicherungen bieten je nach Tarif unterschiedliche Leistungen. Die Allianz übernimmt beispielsweise in ihrem PKV-Tarif AktiMed Plus die Kosten für die Unterbringung im Zweibettzimmer und die Behandlung durch den Chefarzt.

Das zahlt Frau W. bei der privaten Krankenversicherung

Hat Frau W. eine private Krankenversicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen, muss sie für den Klinkaufenthalt nichts zahlen. Je nachdem bei welchem Anbieter und in welchem Tarif Frau W. versichert ist, hat sie außerdem Anspruch auf die Unterbringung im Zwei- oder Einbettzimmer und wird durch den Chefarzt behandelt. Auch dafür entstehen, ihr keine zusätzlichen Kosten.

Kostenlose Beratung von Experten

Als erfahrenen und unanbhängigen Versicherungsvermittler im Bereich Private Krankenversicherung können Sie uns täglich von 9 bis 18 Uhr unter 030 – 120 82 82 8 erreichen oder per E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de

Ein Service von transparent-beraten.de

Stationärer Aufenthalt? Lieber als Privatpatient

Am Beispiel von Frau W. wird deutlich, dass bei kurzen stationären Behandlungen weniger die Kosten eine Rolle spielen. Wichtiger sind hier die Leistungen. Als so genannter Kassenpatient landet man meist im Mehrbettzimmer und wird durch den diensthabenden Arzt behandelt. Dieser hat im Zweifel wenig Erfahrung und ist nicht unbedingt ein Spezialist. Das muss bei einer Standard-OP, wie der Blinddarmoperation nicht entscheidend sein, bei anderen Beschwerden sieht das jedoch schon anders aus. Als Privatpatient liegt man je nach PKV in einem Einzelzimmer und wird vom Chefarzt behandelt. Gerade nach einer Operation wünscht man sich Ruhe zum Erholen. In einem Mehrbettzimmer ist diese Ruhe kaum gegeben.

Alternativen zu Privaten Krankenvollversicherung

Da die Mitgliedschaft in der PKV an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist, kann nicht jeder über die PKV krankenversichert sein. Doch das muss nicht heißen, dass nicht auch gesetzlich Versicherte in den Genuss privater Krankenversicherungsleistungen kommen können. Mit einer Krankenhaus-Zusatzversicherung erhalten sie eine Behandlung auf dem Niveau eines Privatpatienten.

Die Krankenhaus-Zusatzversicherung

Mit dieser Zusatzversicherung erhält der Versicherte Anspruch auf die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, wenn er stationär behandelt wird. Des Weiteren erfolgt die Behandlung im Krankenhaus durch einen Spezialisten bzw. durch Chefarzt. Es besteht freie Krankenhaus- und Arztwahl.