Private Krankenversicherung – Test

Preise und Leistungen unterscheiden sich bei den Tarifen der privaten Krankenversicherungen mitunter recht deutlich. Lesen Sie hier, welche private Krankenversicherung im Test besonders gut abschneidet, bei welchen Tarifen man wachsam sein sollte und wie die unabhängigen Test-Institute wie zum Beispiel Stiftung Warentest vorgehen.

Lesen Sie in diesem Beitrag:

  • Diese privaten Krankenversicherungen schneiden in unabhängigen Tests gut ab.
  • So testen die unabhängigen Tester.
  • Auf diese Leistungsmerkmale sollten Patienten achten (Abschnitt “Was ist wichtig?”).

Private Krankenversicherungen im Test 2018

Ende April 2018 veröffentlichte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) eine Studie, in der sowohl die Qualität des Kundenservices als auch das Preis-Leistungs-Verhältnis von 20 privaten Krankenversicherungen bewertet wurden. Für die Leistungsanalyse arbeitete das DISQ wie bereits in den Vorjahren mit dem unabhängigen Ratingunternehmen Franke und Bornberg zusammen.

So wurde getestet.

Mit Hilfe von verdeckten Telefon- und E-Mail-Tests sowie intensiven Prüfungen der Internetseite bewerteten geschulte Testnutzer den Service der Anbieter von privaten Krankenversicherungen.

Franke und Bornberg prüften Tarife der Krankenvollversicherung aus den Kategorien Grund-, Standard- und Topschutz hinsichtlich der Leistungen und Beitragshöhen.

Das Ergebnis

Grundsätzlich gilt nach wie vor: Zahlreiche Anbieter bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im internationalen Vergleich bewegen sich die deutschen Versicherer auf einem hohen Niveau. Von 20 Anbietern sind die Konditionen bei lediglich zweien schlechter als “gut”. Neun erhalten mehr als 80 Punkte und erhielten daher das Qualitätsurteil “sehr gut”. Dazu zählen neben Barmenia und SDK auch Debeka, Allianz, AXA, Deutscher Ring, Gothaer, Universa und Continentale.

Anders ist die Lage im Bereich Kundenservice. Die Internetseiten der Versicherer sind zwar häufig übersichtlich aufgebaut und warten mit vielen wichtigen Informationen auf. Doch die Wartezeiten am Telefon und die Qualität der Antworten in E-Mails und am Telefon lassen häufig zu wünschen übrig.

Einzig die Private Krankenversicherung Münchener Verein überzeugt in diesem Bereich. Die Versicherung erhält im Bereich Service als einzige das Qualitätsurteil „sehr gut“ (Quelle).

Testsieger 2018

Die beste private Krankenversicherung 2018 ist die Barmenia. Sie überzeugt sowohl im Bereich Servicequalität, als auch mit hervorragenden Konditionen. Mit nur 0,3 Punkten Abstand folgt die SDK. Diese beiden Anbieter sind die einzigen Unternehmen, die in der Gesamtwertung auf ein sehr gutes Ergebnis kommen.

Platzierung Unternehmen Service Konditionen Gesamt
1 Barmenia gut sehr gut sehr gut
2 SDK gut sehr gut sehr gut
3 Münchener Verein sehr gut gut gut


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Die Prüfer

Es gibt Tests von verschiedenen Test- und Prüf-Institutionen, die mitunter einen unterschiedlichen Fokus bei ihren Prüfungen setzen.

Prüfinstitut Fokus
Stiftung Warentest Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Preis-Leistungsverhältnis, insb. für Tarife, die sich speziell an einzelne Berufsgruppen richten.
DISQ – Deutsches Institut für Service-Qualität Neben den Leistungen steht bei den Prüfern der Kundenservice im Vordergrund.
Franke und Bornberg Neben dem Preis-Leistungsverhältnis haben die Prüfer auch die Versicherungsbedingungen im Blick.
Morgen & Morgen Zusätzlich zu den klassischen Test-Merkmalen analysieren die PKV-Prüfer die Beitragsstabilität der Tarife.
ServiceValue Das Unternehmen erstellt umfangreiche Kundenbefragungen und wertet diese aus.
Map-Report Geprüft werden verschiedene Faktoren der Versicherungsverträge, der Unternehmensbilanzen und der Servicequalität.

Was ist wichtig?

Welcher Tarif zu welchem Patient passt, hängt nicht nur vom Arbeitsverhältnis (Angestellt oder Freischaffender?) und vom Gehalt ab, sondern auch von persönlichen Vorlieben. Während dem einen Patienten die Behandlung durch den Chefarzt besonders wichtig ist, ist für einen anderen Patienten die Kostenübernahme bei heilpraktischen Behandlungen entscheidend. Eine private Krankenversicherung, die in einem Test gut abgeschnitten hat, muss im Einzelfall also nicht zwangsläufig die beste Wahl sein.

Patienten können beim Abschluss einer PKV häufig zwischen folgenden Leistungen wählen.

  • Stationäre Behandlung im Krankenhaus: Unterbringung im Einbettzimmer oder im Zweibettzimmer
  • Behandlung durch den Chefarzt
  • Kostenübernahme bei Behandlungen im Ausland
  • Kostenübernahme bei Behandlungen durch einen Heilpraktiker
  • Besondere Leistungen im Bereich Zahnmedizin, z. B., wenn die Kosten den Höchstsatz der Gebührenverordnung überschreiten
  • Übernahme der Kosten von nicht verschreibungspflichtigen Hilfs- und Heilmitteln sowie Medikamenten
  • Kostenübernahme bei Kuren
  • Übernahme der Kosten bei temporärer häuslicher Krankenpflege

Einzelheiten über die einzelnen Tarife erhalten Sie z. B. von einem unabhängigen Versicherungsmakler, der die Tarife kennt und ggf. Alternativen vorschlägt. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, sich einen kostenfreien und unverbindlichen Tarifvergleich zukommen zu lassen!

Ein Wort zu den PKV-Kosten

Die private Krankenversicherung Kosten sind unabhängig vom Gehalt des Versicherten. Allerdings spielen das Alter und der Gesundheitszustand entscheidende Rollen bei der Ermittlung der Beitragshöhe. Da es sich hierbei um sehr individuelle Merkmale handelt, können Angaben zur Beitragshöhe innerhalb von Testergebnisse immer nur als Richtwert angesehen werden. Auch die versicherten Leistungen wirken sich auf die Beitragshöhe aus. Je umfangreicher der Leistungskatalog, desto höher die Versicherungskosten.

Stolperfalle Selbstbeteiligung

Immer wieder die Wahl einer Selbstbeteiligung als kostenreduzierendes Element beworben. Allerdings ist dieses Mittel des Beitragsbeeinflussung mit Vorsicht zu genießen und sollte an die individuellen Umstände des Versicherten angepasst werden. Denn wer häufig krank ist und bei jeder neuen Erkrankung eine hohe Selbstbeteiligung zahlen muss, zahlt am Ende drauf.

Selbstbeteiligung für Angestellte nicht lohnenswert

Angestellte, die sich aufgrund ihres Einkommens privat versichern müssen, erhalten ebenso wie gesetzlich Versicherte den Arbeitgeberzuschuss. Die Selbstbeteiligung muss jedoch allein vom Versicherten getragen werden. Das heißt, von einem günstigen Versicherungsbeitrag profitiert am Ende vor allem der Arbeitgeber.

Selbstbeteiligung für gesunde Selbständige

Bei Selbständigen sieht die Lage anders aus. Sie müssen den gesamten Versicherungsbeitrag selbst bezahlen. Das heißt, wenn sie gesund sind und nur selten zum Arzt müssen, lohnt sich die Wahl einer Selbstbeteiligung. Diese kann auch etwas höher ausfallen. Denn eine hohe Selbstbeteiligung sorgt tatsächlich dafür, dass die monatlichen Kosten sinken.

PKV-Berufsgruppen

Wie das Beispiel der Selbstbeteiligung zeigt, gibt es für jede Berufsgruppe und jedes Alter unterschiedliche Dinge zu beachten. Alle Besonderheiten im Blick zu haben, ist für einen Laien kaum möglich. Beamte benötigen beispielsweise eine speziellen Beihilfetarif, der die Leistungen ihres Dienstherren optimal ergänzt. Sie wären mit einem Standard-PKV-Tarif schlecht beraten.

Ein kurzer Überblick zur privaten Krankenversicherung in 60 Sekunden


Tipp zur PKV

Testergebnisse beruhen auf allgemeinen Angaben. Häufig werden zwar Modellkunden genutzt um eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Doch fest steht, jeder Mensch stellt individuelle Anforderungen an seine private Krankenversicherung hat. Hinzu kommen Vorerkrankungen, die in Tests und Ratings nicht berücksichtigt werden können. Auch werden häufig nur die drei Hauptkundengruppen Beamte, Selbständige und Angestellte berücksichtigt.

Wer einen privaten Krankenversicherungsschutz sucht, sollte in jedem Fall einen individuellen PKV-Vergleich durchführen und sich an einen unabhängige Versicherungsberater wenden. Diese sind Experten im Versicherungsbereich und kennen den Markt. So und können anhand der individuellen Umstände gemeinsam mit dem Kunden den optimalen PKV-Tarif ermitteln.

Kostenlose Beratung von Experten

Als erfahrenen und unanbhängigen Versicherungsvermittler im Bereich Private Krankenversicherung können Sie uns täglich von 9 bis 18 Uhr unter 030 – 120 82 82 8 erreichen oder per E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de

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Frühere Testergebnisse

PKV-Test zur Vollversicherung 2017

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) hat Mitte November 2017 die Vollkostentarife der privaten Krankenversicherung untersucht und deren Leistungen genau unter die Lupe genommen. Doch im Gegensatz zu anderen Ratingagenturen spielte auch die jeweilige Beitragshöhe eine Rolle bei der Bewertung.

Die Experten des DFSI definierten dabei drei Leistungsgruppen, für die jeweils bestimmte Mindestvorgaben gelten (Quelle).

Ergebnisse PKV-Test Grundschutz

Mindestanforderungen Grundschutz

  • Selbstbeteiligung zwischen 100 und 500 Euro
  • Mehrbettzimmer
  • Kostenerstattung Zahn: Behandlung 80 %, Ersatz: 60 %
  • Leistung über Regelhöchstsätze GOÄ (ambulant)

In der Leistungskategorie “Grundschutz” wurden 14 Tarife bewertet. Drei schneiden insgesamt mit sehr gut ab. Abgesehen von einem Tarif, der insgesamt nur ein “befriedigend” erhielt, wurden alle anderen Policen mit einem “gut” ausgezeichnet.

Testsieger Grundschutz

Versicherung Tarif AVB Kosten Substanzkraft Gesamtnote
AXA EL Bonus-U, Kompakt ZahnU 1,5 0,6 2,0 1,3
Signal Iduna privat START 2,5 0,5 1,2 1,4
HanseMerkur KVS1, PSV 1,4 1,5 1,4 1,5

Die besten allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) bietet allerdings die Private Krankenversicherung Barmenia. Für ihren Tarif einsAprima1 bekommt sie als einzige die Note 1,0, was dem Qualitätsurteil exzellent entspricht. Insgesamt bekommt sie die Note 1,7.

Ergebnisse PKV-Test Standardschutz

Mindestanforderungen Standardschutz

  • Selbstbehalt zwischen 100 und 500 Euro
  • mind. 2-Bettzimmer
  • Kostenerstattung Zahn: mind. 90% Zahnbehandlung, mind. 75% Zahnersatz
  • Leistung über Regelhöchstsätze GOÄ (amb.)
  • inkl. Heilpraktikerleistungen
  • offener Hilfsmittelkatalog
  • 100% bei Direktkonsultation Facharzt

Von 13 Tarifen der Kategorie “Standardschutz” erhalten zwei Tarife ein “sehr gut” vom DFSI. Die übrigen Tarife erhielten ein “gut”.

Testsieger Standardschutz

Versicherung Tarif AVB Kosten Substanzkraft Gesamtnote
Arag KomfortKlasse K300 2,3 0,5 1,7 1,5
R+V AGIL comfort (MP1U) 1,7 1,3 1,7 1,5

Auch im Bereich “Standardschutz” bietet die Barmenia die besten Leistungen und ist wiederum der einzige Anbieter, deren AVB als “exzellent” (Note: 0,9) eingestuft werden. Allerdings ist die Police der Barmenia auch eher teuer. Deshalb wird sie in diesem Bereich nur mit “ausreichend” (Note: 4,1) bewertet.

Ergebnisse PKV-Test Premiumschutz

Mindestanforderungen Premiumschutz

  • Selbstbehalt zwischen 0-350 Euro
  • 1-Bettzimmer
  • Kostenerstattung Zahn: mind. 90 % Zahnbehandlung und mind. 80 % Zahnersatz
  • Leistung über Höchstsätze GOÄ (amb./stat./Zahn)
  • inkl. Heilpraktikerleistungen
  • offener Hilfsmittelkatalog
  • 100 % bei Direktkonsultation Facharzt

Testsieger Premiumschutz

Versicherung Tarif AVB Kosten Substanzkraft Gesamtnote
AXA Vital300-U, Komfort Zahn-U, Kur-U/250 1,6 0,5 2,0 1,3
Debeka N, NC 1,6 0,9 1,9 1,4
Hallesche NK.Bonus 1,5 1,1 1,8 1,4

Wie bereits in den anderen beiden Leistungskategorien bietet die Barmenia auch hier die besten Versicherungsbedingungen (sehr gut, 1,1). Die Kosten sind hier auch etwas angemessener und werden mit “gut” (2,4) benotet. Ebenfalls sehr gute Versicherungsbedingungen bieten die Private Krankenversicherung Anbieter SDK (1,3), Hallesche (1,5), Inter (1,5) und R+V (1,5).

PKV-Unternehmensrating: Softfair 2017

Das unabhängige Ratingunternehmen softfair veröffentlicht regelmäßig eine Aufstellung zur Unternehmensqualität der Privaten Krankenversicherer. Die Experten nutzen als Bewertungsgrundlage neben Daten aus dem aktuellen Geschäftsjahr auch die Zahlen aus den vier vorangegangenen Geschäftsjahren. Dabei sinkt der Einfluss der Zahlen mit dem Alter. Das heißt die Zahlen, die am ältesten sind, werden am wenigsten gewichtet.

Das Gesamtergebnis setzt sich aus folgenden drei Teilbereichen zusammen:

  • Sicherheit für die Zukunft (max. 1000 Punkte)
  • Betriebswirtschaftlicher Erfolg aus Kundensicht (max. 1000 Punkte)
  • Bestandsentwicklung (max. 500 Punkte)

Das Ergebnis des Softfair-Ratings 2017

Insgesamt ist die Unternehmensqualität der privaten Krankenversicherer “gut” bis “sehr gut”. nur sechs Unternehmen sind schlechter und werden lediglich mit “ausreichend” bewertet.
Ein “hervorragende” Unternehmensqualität wird hingegen acht Versicherern bestätigt.

Die besten acht PKV-Unternehmen (alphabetische Reihenfolge)

Assekurata prüft einzelne PKV-Tarife 2017

Die Assekurata ist ein Ratingunternehmen, das sich auf die Bewertung von Krankenkassen, Krankenversicherungen, Lebensversicherungen sowie Schaden- und Unfallversicherungen spezialisiert hat. Das Unternehmen führt u. a. Kundenbefragungen durch und lässt die Ergebnisse in das Rating einfließen (Quelle).

Private Krankenversicherung Test der Tarife

Das Ratingunternehmen Assekurata hat im Verlauf des Jahres 2017 mehrere Tarife der privaten Krankenversicherung bewertet. Das Gesamtergebnis setzt sich aus folgenden drei Teilen zusammen:

  • Bewertung der Kalkulationsgrundlagen
  • Grundleistungen: Umfasst die Basisleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung, sowie einige darüber hinausgehende Basisleistungen der PKV.
  • Zusatzleistungen: Alle Leistungen, die über den von Assekurata definierten Grundleistungen hinaus gehen. (z.B. Leistungen über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte)

Die Teilergebnisse zu den Grund- und Zusatzleistungen werden in Prozent angegeben. Der Wert gibt an, zu welchem Prozentsatz die Anforderungen der Assekurata erfüllt wurden.

Alle 2017 geprüften PKV-Tarife erhalten sehr gute Noten, die zwischen 1,1 und 1,7 liegen. Die besten Noten erhalten die Tarife der Unternehmen ottonova, Süddeutsche und Inter.

ottonova Süddeutsche Inter
Tarif Business Class AM1x, S1, Z9 ZA Best
Kalkulationsgrundlagen erfüllt erfüllt erfüllt
Grundleistungen 93,5 % 94,2 % 94,8 %
Zusatzleistungen 85,4 % 100 % 100 %
Gesamtergebnis 1,1 1,1 1,1

Problematik der Wahlfreiheit

Die Wahlmöglichkeiten, die die Private Krankenversicherung bietet, ist einerseits ein großer Vorteil, andererseits birgt sie aber die Herausforderung, aus einer großen Zahl von Policen den Tarif zu finden, der genau zu den persönlichen Wünschen passt.

Als einfacher Verbraucher hat man kaum Chancen, hier einen passenden Tarif zu finden. Interessierte sollten sich deswegen an einen unabhängigen Versicherungsmakler wenden, der den Markt kennt und der beurteilen kann, welcher Tarif zu welcher Person passt.

Kostenfreier Service

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PKV im Test: Regelmäßige Neuerungen erwünscht

Wer die private Krankenversicherung im Test vergleichen möchte, findet fast jeden Monat neue Testberichte. In den meisten Jahren werden die meisten Tests im Februar veröffentlicht. Den Anfang macht häufig der map-Report, der einen transparenten und nachvollziehbaren Vergleich der Gesellschaften anhand ihrer Geschäftsberichte durchführt. Im Herbst folgen Morgen & Morgen mit ihrem unabhängigen Test, auch die Wirtschaftswoche und Focus Money veröffentlichen dann ihre Testsieger.

Nicht nur die Tarife stehen im Fokus

Nicht jeder Vergleich berücksichtigt ausschließlich die Tarife in der privaten Krankenversicherung, denn einige Analysen betrachten auch die detaillierten Geschäftsergebnisse und bewerten die Gesellschaften anhand ihrer Rücklagen und ihrer Kapitalausstattung. So erhält der Versicherte regelmäßig einen aktuellen Überblick über die besten privaten Krankenversicherer.

Tarifvielfalt: Viele Testsieger, eine Aussage

Die Suche nach einem Testsieger in der PKV ist deshalb so wichtig, weil der Versicherte ohne solche Prädikate kaum in der Lage ist, eine fundierte Entscheidung für “seine” Krankenversicherung zu treffen. Werden die Versicherer aber anhand eines Ratings vergleichbar gemacht, wird die Entscheidung deutlich einfacher. Letztlich ist jeder Versicherer, der einen Tarif aus einem der Tests mit besten Noten und mit dem Prädikat des Testsiegers vorweisen kann, für den Versicherten eine solide Empfehlung. Mit einem Testsieger-Tarif ist jeder Versicherte sehr gut beraten.

DISQ 2016: Service der PKV im Test weiter durchwachsen

Die Allianz ist die Gewinnerin der DISQ-Studie zu den Privaten Krankenversicherungen, die im April 2016 veröffentlicht wurde. Vor allem im Service hat sie sich, im Vergleich zum doch eher schlechten Ergebnis aus 2015 (Platz 19, mit „ausreichend“) deutlich verbessert. Dadurch hat sie die Barmenia knapp auf den zweiten Platz verwiesen.

Allgemein gibt es für die privaten Krankenversicherer jedoch nach wie vor Verbesserungsbedarf im Service. Im Schnitt hat sich die Serviceleistung sogar noch ein wenig verschlechtert. So liegen die durchschnittlichen Wartezeiten am Telefon nun bei über einer Minute.

Erfreulich ist allerdings das konstant hohe Niveau im Leistungsbereich. Hier kooperiert das Deutsche Institut für Service-Qualität nach wie vor mit der Ratingagentur Franke und Bornberg. Der Großteil der Anbieter überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sechs erhalten hier sogar eine sehr gute Bewertung.

Das sind die besten vier Anbieter der DISQ-Studie 2016

Unternehmen Rang gesamt Rang nach Service Rang nach Leistung Qualitätsurteil gesamt
Allianz 1 4 2 sehr gut
Barmenia 2 6 1 sehr gut
AXA 3 10 3 gut
Münchener Verein 4 1 9 gut

Stiftung-Warentest-Ergebnisse zur privaten Krankenversicherung

Der Private-Krankenversicherung-Test der Stiftung Warentest umfasste 2014 lediglich insgesamt 107 Tarife. Im letzten großen Test der Stiftung Warentest waren es noch 344 PKV-Tarife. Grund für die deutlich reduzierte Zahl an Testobjekten ist die Formulierung von Mindestanforderungen. Die Experten von Finanztest formulierten umfassende Bedingungen, die die Tarife erfüllen mussten, um im Test beachtung zu finden. Somit wurden nur die leistungsstärksten Angebote von der Stiftung Warentest getestet und bewertet.

Die BaFin-Beschwerdequote

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz BaFin) veröffentlicht jedes Jahr die so genannte Beschwerdestatisitk (Quelle: BaFin). Diese Aufstellung gibt Auskunft darüber, wie viele Beschwerden die Mitarbeiter der BaFin pro Jahr abschließend bearbeitet haben. Die bearbeiteten Beschwerden werden meist von Versicherungskunden eingereicht. Leider gibt die Statistik jedoch keine Auskunft darüber, ob die jeweiligen Beschwerden berechtigt waren oder nicht. Trotzdem sind die Zahlen interessant, geben sie doch einen Hinweis darauf, ob die Versicherten sich gerecht behandelt fühlen oder nicht.

Beschwerdequote der PKV 2016

Durchschnittlich bearbeitete die BaFin 3,1 Beschwerden pro 100.000 PKV-Kunden ein. Von dreißig Anbietern liegen 11 über dem Durchschnitt – die meisten sind jedoch nur sehr knapp darüber. Nur die Mannheimer (8), die Landeskrankenhilfe (8) und die AXA (10) weisen höhere Beschwerdequoten auf. Die wenigsten Beschwerden gab es über die Württembergische (0,3) und die DEVK (0,5).