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Unerfüllter Kinderwunsch: Das zahlt die PKV

Kinderwunsch - Leistungen, Kosten und Voraussetzungen der PKV
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Unerfüllter Kinderwunsch - Leistungen der PKV

Ungewollt kinderlos: Jedes fünfte bis siebte Paar in Deutschland wünscht sich vergeblich Nachwuchs. In vielen Fällen kann die Medizin zu einem Kind verhelfen, die Behandlungen sind jedoch kostspielig – die Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen ist nicht gesichert.

Patientinnen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erhalten seit der Gesundheitsreform 2004 nur noch 50 Prozent der Kosten erstattet, Patientinnen der privaten Krankenversicherung (PKV) erhalten in der Regel die volle Kostenerstattung von ihrer Versicherung – allerdings nur, wenn einige Voraussetzungen erfüllt sind.

Mit diesen Kosten müssen Patientinnen rechnen

Laut dem Jahrbuch des Deutschen IVF-Registers wurden im Jahr 2012 rund 77.000 Behandlungen zur künstlichen Befruchtung vorgenommen. Dieses ist allerdings nur ein Bruchteil aller betroffenen Paare: Rund sechs Millionen Frauen leiden in Deutschland unter einem unerfülltem Kinderwunsch.

Trotz der hohen Behandlungskosten gibt es keine 100-prozentige Erfolgschance. Eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) oder eine Intracytoplasmatische Spermeininjektion (ICSI) sind teuer: Mit etwa 2000 Euro pro IVF-Versuch und etwa 2500 Euro für die ICSI-Therapie sollten Behandlungswillige mindestens rechnen. Meistens sind die Kosten noch höher. Wie viele Eingriffe notwendig sind, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Gesetzlich Versicherte müssen darauf hoffen, die strengen Kriterien der GKV zu erfüllen, damit sie zumindest 50 Prozent der Kosten ersetzt bekommen. Patientinnen in der privaten Krankenversicherung haben also finanzielle Vorteile: Die meisten Versicherungen übernehmen 100 Prozent der Kosten. Zudem sind die Kriterien für die Kostenübernahme weniger streng. Lesen Sie mehr zu den Kosten der privaten Krankenversicherung.

Definition IVF und ICSI

Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) werden die Eizellen der Frau entnommen und im Labor befruchtet. Dafür werden Ei- und Samenzellen des Paares in einer Petrischale zusammengefügt. Wenn es zur Befruchtung kommt, werden die Embryonen nach zwei bis drei Tagen in die Gebärmutter eingebracht.

Bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) dagegen wird ein Spermium direkt in die Eizelle injiziert. Diese Behandlung ist aufwändiger und dadurch auch teurer als die In-Vitro-Fertilisation.

Das leisten die privaten Krankenversicherer bei Kinderlosigkeit

Private Krankenversicherer unterscheiden sich teilweise erheblich voneinander, was die Bezahlung von Kinderwunsch-Behandlungen angeht. Deshalb sollten sich Privatversicherte vor Beginn der Behandlung genau darüber informieren, welche Leistungen ihre PKV übernimmt. In der Regel übernimmt die private Krankenversicherung in diesem Fall mehr Leistungen als die GKV, da sie ungewollte Kinderlosigkeit als Krankheit ansieht, die behandlungsbedürftig ist. Solange ausreichend Erfolgschancen bestehen, übernimmt die PKV deshalb in der Regel mehr als drei IVF- oder ICSI-Zyklen. Welche private Krankenversicherung passende Leistungen bietet und im Test besonders gut abschneidet, zeigen die aktuellen Tests zur privaten Krankenversicherung. Während in der gesetzlichen Krankenversicherung nur verheiratete Paare einen Anspruch auf Kostenübernahme haben, so ist dies für Privatversicherte keine zwingende Voraussetzung. Auch die starren Altersgrenzen der GKV gelten nicht für die Private Krankenversicherung. Allerdings muss in der PKV eine ausreichende Wahrscheinlichkeit auf Erfolg der künstlichen Befruchtung gegeben sein.


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Voraussetzungen für die Kostenübernahme in der PKV

  • Es muss eine Fortpflanzungsunfähigkeit im Sinne einer Krankheit bestehen.
  • In der PKV gilt das Verursacherprinzip: Die Kosten trägt die PKV desjenigen Partners, der Verursacher der Kinderlosigkeit ist.
  • Rechtlich umstritten ist die Frage, ob die Partner verheiratet sein müssen, um die Behandlung erstattet zu bekommen. Hierzu gibt es unterschiedliche Urteile, generell gilt in der PKV aber, dass der Familienstand unwichtig für die Behandlung ist.
  • Wenn die Erfolgswahrscheinlichkeit der künstlichen Befruchtung bei unter 15 Prozent liegt, ist die PKV nicht verpflichtet, die Kosten für die Behandlung zu übernehmen.

Samenspenden werden nicht bezahlt

Von der Behandlung ausgeschlossen sind generell alle Behandlungen mit Fremdsamenspenden. Die Kostenübernahme erfolgt somit nur, wenn die Samen- bzw. Eizellen des Paares für die künstliche Befruchtung verwendet werden. Eizellenspenden sind in Deutschland verboten. Samenspenden zu kaufen, ist zwar nicht verboten in Deutschland, die Kosten für diese und die nachfolgende Behandlung müssen dann aber selbst übernommen werden. Denn eine versicherte Heilbehandlung besteht nur, wenn der Mann der biologische Vater ist.

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