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Private Krankenversicherung – Voraussetzungen

Voraussetzungen für den Eintritt in die PKV - darauf müssen Sie achten
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer sich über eine private Krankenversicherung (PKV) absichern will, muss gewisse Voraussetzungen erfüllen.
  • So ist ein Wechsel für Selbständige, Beamte und Studenten in der Regel relativ einfach möglich.
  • Angestellte müssen hingegen gut verdienen. Sie brauchen ein Einkommen, das über der Versicherungspflichtgrenze liegt.
  • Eine wichtige Voraussetzungen für den Wechsel sind die PKV ist auch der Gesundheitszustand und das Alter. Wer jung und gesund ist, profitiert langfristig von günstigeren Beiträgen.
  • Der Wechsel in die PKV sollte grundsätzlich ein Leben lang gelten. Oft ist die Rückkehr in die GKV nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Kriterien für die PKV-Aufnahme im Überblick

Die private Krankenversicherung (PKV) ist für viele Menschen attraktiv, weil die medizinischen Leistungen oft besser als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind. Der Eintritt ist aber an gewisse Voraussetzungen gebunden. So muss man Student, selbständig oder Beamter sein, um eine PKV abschließen zu können. Und als Angestellter braucht man ein entsprechendes Gehalt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kriterien für die verschiedenen Berufsgruppen für den Wechsel in die PKV im Überblick:

BerufsgruppenKriterien für PKV
Angestellte Einkommen ab der Versicherungspflichtgrenze (2019: 5063 €)
SelbständigeBedingungsloser Wechsel möglich.
Beamte Bedingungsloser Wechsel möglich.
StudentenWechsel unter bestimmten Bedingungen möglich.
FamilienmitgliederHat ein Elternteil eine PKV, gilt dieser Versicherungsschutz meistens auch für Kinder. Für Ehepartner ist Wechsel unter bestimmten Umständen möglich.

Gesundheitszustand und Alter sind sind wichtige Voraussetzungen

Wer in eine private Krankenversicherung eintritt, sollte am besten jung und gesund sein. Denn die Beiträge werden nach dem Gesundheitszustand, dem Alter und den entsprechenden Tarifmerkmalen festgelegt. Je höher das Eintrittsalter, desto höher können die Prämien ausfallen. Wer in jungen Jahren zur PKV wechselt, profitiert langfristig aber nicht nur von niedrigeren Beiträgen. Er kann auch frühzeitig Altersrückstellungen bilden, was die Beitragssteigerung im Alter reduziert. Empfehlenswert ist ein Wechsel vor dem Alter von 40.

Gesundheitsfragebogen korrekt ausfüllen

Ein wichtiger Faktor bei der Berechnung der Beiträge ist auch der Gesundheitszustand: Dazu führen Krankenversicherungen bei der Aufnahme eines neuen Mitgliedes eine Gesundheitsprüfung durch. Antragsteller müssen dazu verschiedene Fragen beantworten. Die Versicherung kann Risikozuschläge verlangen, falls jemand z.B. eine chronische Krankheit oder eine sonstige Vorerkrankung hat. Bei einem allzu hohen Risiko können Versicherer den Antragsteller im schlimmsten Fall sogar ablehnen.

Trotzdem ist es nicht empfehlenswert, bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen zu schummeln. Denn wenn die Versicherungen dies feststellen, drohen Konsequenzen. Möglich sind z.B. ein nachträglicher Versicherungsrücktritt, Leistungsauschlüsse oder Vertragsanpassungen.

Risikozuschläge für riskante und unsichere Berufe 

Risikozuschläge drohen auch, falls jemand einen riskanten Beruf ausübt. Zum Beispiel haben Stuntmen oder Sprengmeister es oft schwer, eine PKV zu finden. Auch versichern PKV Berufsgruppen ungern, die als unsichere Zahler gelten. Dazu gehören etwa Schausteller oder Kioskbesitzer.

Arbeitnehmer müssen genug verdienen

Wer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht, ist grundsätzlich in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) pflichtversichert. Das gilt für alle Arbeitnehmer, deren Einkommen pro Jahr unterhalb der gesetzlichen Versicherungspflichtgrenze liegt. Die Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze genannt) wird jedes Jahr im Herbst von der Bundesregierung neu festgelegt. Das jährliche Einkommen muss diese Grenze einmalig überschreiten. Ist das der Fall, kann der Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Er kann aber auch als freiwilliges Mitglied in der GKV bleiben. Sinkt das Einkommen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze und ist ein Arbeitnehmer jünger als 55, ist er wieder pflichtversichert und muss zurück in die GKV.

Die Versicherungspflichtgrenze als Richtlinie

Die Bundesregierung macht von ihrem Recht, die Versicherungspflichtgrenze jährlich neu zu verhandeln, regelmäßig Gebrauch. Als Anhaltspunkt gilt, dass die Versicherungspflichtgrenze in Zeiten einer guten und stabilen Konjunktur angehoben wird. Damit haben weniger Versicherte die Chance, in die PKV zu wechseln (PKV Wechsel). Die Stellung der gesetzlichen Krankenversicherung wird dadurch untermauert, denn mit einer steigenden Versicherungspflichtgrenze steigt die Zahl der Arbeitnehmer mit einem hohen Einkommen, die gesetzlich versichert bleiben. Wenn die amtierende Regierung also die gesetzliche Krankenversicherung unterstützen will und ihre Kassen füllen will, hebt sie die Versicherungspflichtgrenze an und hält dadurch mehr Arbeitnehmer mit einem gehobenen Einkommen in der GKV.

Versicherungspflichtgrenze ist an Einkommen gekoppelt

Möglich ist dieses Vorgehen, weil die Festlegung der Versicherungspflichtgrenze an das Niveau der Einkommen gekoppelt ist. Im Jahr 2019 beträgt die Versicherungspflichtgrenze 60.750 Euro im Jahr oder 5.062,50 Euro im Monat. Wer diese Summe im Jahr zum ersten Mal überschreitet und voraussichtlich auch in Zukunft ein vergleichbares Einkommen bezieht, kann den Wechsel in die PKV in Erwägung ziehen. Zum Jahreseinkommen zählen nicht nur das Gehalt, sondern auch andere regelmäßige Auszahlungen wie:

  • Pauschale Überstunden
  • Sachbezüge
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Versicherungspflichtige Zweitbeschäftigung

Boni oder Provisionen sind hingegen für die Gehaltsgrenze unwichtig.

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Andere Regeln für Selbständige

Auch Selbständige und Freiberufler können sich privat krankenversichern. Anders als Arbeitnehmer müssen sie keine Versicherungspflichtgrenze beachten. Sie haben somit auch Zugang zur privaten Krankenversicherung, wenn ihr Einkommen darunter liegt. Existenzgründer haben etwa die Möglichkeit sich über einen günstigen Grundtarif in der PKV zu versichern. Der Schutz ist dann ähnlich wie in der GKV.

Unser Experte für Krankenversicherungen Robert Böhrk empfiehlt die private Krankenversicherung für Selbständige, die ein ausreichendes Einkommen erzielen, eine hochwertige medizinische Versorgung haben wollen und für die Gewerbeplanung auch gerne eine verlässliche Beitragsgröße haben.

Überlegen Sie sich den Wechsel in die PKV gut

“Der Wechsel in die private Krankenversicherung sollte grundsätzlich ein Leben lang gelten”, sagt unser Experte für Krankenversicherungen Robert Böhrk. Oft in eine Rückkehr in die GKV an bestimmte Voraussetzungen geknüpft oder es gibt Einschränkungen. Ab dem Alter von 55 Jahren ist die Rückkehr fast unmöglich. “Stehen Sie vor der Entscheidung, sollten Sie sich überlegen, wie Ihr Gesundheitszustand oder Ihre Lebensplanung aussieht. Wichtig ist auch, dass Sie sich die PKV langfristig leisten können”, sagt Böhrk.

Falls Sie bei der Entscheidung Hilfe brauchen, stehen unsere Experten mit Rat und Tat zur Seite. Wir sind unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de erreichbar.

Auch Beamte können sich privat versichern

Für Beamte (Private Krankenversicherung für Beamte) gilt ebenso wie für Selbständige keine Versicherungspflichtgrenze. Sie dürfen sich also unabhängig von ihren Bezügen privat versichern. In der Regel ist die PKV für Beamte sogar eine sehr preiswerte Variante der Krankenversicherung. Ein Beamter erhält von seinem Dienstherrn eine Beihilfe zu seinen Krankheits- und Behandlungskosten. Das heißt, der Bund oder das Land übernimmt einen großen Anteil der Kosten.

Allerdings sind in diesen Kosten hochwertige Maßnahmen bei Zahnersatz, die Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder auch die Unterbringung im Ein-Bett-Zimmer meistens nicht vorgesehen. Bei der Kostenübernahme durch den Dienstherrn handelt es sich also letztlich um eine zweckmäßige Versicherung, die aber nur die medizinische Notwendigkeit abdeckt.

Beihilfetarife als optimale Versicherungslösung für Beamte

Wer mehr Leistungen will, muss dazu einen Beihilfetarif bei einem privaten Krankenversicherer abschließen. Da diese Beihilfetarife nur einen Teil der Kosten im Krankheitsfall abdecken müssen, sind sie recht preiswert. Üblicherweise lautet die Empfehlung für Beamte deshalb, sich nicht gesetzlich zu versichern, sondern einen privaten Beihilfetarif abzuschließen. Das gilt übrigens auch für den Ehepartner und die Kinder, die ebenfalls beihilfeberechtigt sind. Im Einzelfall kann die gesetzliche Krankenversicherung für Beamte trotzdem die preiswertere Lösung sein, wenn beispielsweise mehrere Kinder mit einem eigenen Beihilfetarif zu versichern sind.


Private Krankenversicherung auch für Studenten

Während des Studiums können angehende Akademiker zu einer privaten Krankenversicherung wechseln. Den Antrag müssen sie dafür innerhalb von drei Monaten nach der ersten Immatrikulation stellen. Der private Versicherung besteht während des ganzen Studiums.

Für Studenten ist es auch möglich, eine Studentenversicherung der GKV abzuschließen. Allerdings besteht der Studententarif der GKV nur bis zum 30. Lebensjahr bzw. bis zum 14. Semester. Danach können sie freiwilliges Mitglied der GKV werden. Dafür müssen sie aber auch den Normaltarif bezahlen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich in der PKV versichern zu lassen. Nach dem Studium endet der private Versicherungsschutz. Ob Studenten in der PKV bleiben können, hängt von ihrem Verdienst und beruflichen Status ab.

Nicht in die private Krankenversicherung kann, wer eine Ausbildung statt einem Studium absolviert. Er erhält in der Regel einen Lohn und ist über seinen Arbeitgeber gesetzlich versichert.

Testergebnisse und Hinweise zum Vergleich

Der Beitrag zeigt: Die Anforderungen der privaten Krankenversicherung sind je nach beruflichem Status unterschiedlich. Es lohnt sich also, die verschiedenen Regelungen gut zu studieren.

Wichtig ist auch, dass Sie sich den Schritt zur PKV gut überlegen. Denn das ist meistens eine langfristige Entscheidung. Suchen Sie einen passenden Anbieter ist unser kostenloser Tarifvergleich sehr hilfreich. Sinnvoll ist auch ein Blick in aktuelle Testergebnisse. Wenn Sie eine persönliche Beratung bevorzugen, können Sie sich gerne an unsere Experten unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de wenden.

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