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Zahnzusatzversicherung

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In den letzten Jahren wurden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnbehandlungen, für Zahnersatz und für Kieferorthopädie Schritt für Schritt reduziert. Durch diverse Gesundheitsreformen leisten die Kassen heute nur noch einen Festbeitrag, der an der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ausgerichtet ist. Wenn ein Versicherter eine Vorsorgemaßnahme oder einen Zahnersatz wünscht, der über dieses Maß hinausgeht, muss er die Kosten selbst tragen. Nicht selten machen sie einen hohen dreistelligen oder sogar einen vierstelligen Betrag aus. Wer das verhindern will, schließt eine private Zahnzusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung ab. Doch was ist eine zusätzliche Zahnversicherung und welche Bereiche deckt sie ab?

GKV übernimmt nur nötige Leistungen

Die gesetzlichen Kassen unterliegen bei der Übernahme von Kosten den Vorgaben des Gesetzgebers. Sie richten sich an der medizinischen Notwendigkeit aus. Das heißt, die Kasse ist zwar verpflichtet, die Funktionsfähigkeit des menschlichen Kiefers bei fehlendem Zahnersatz sicherzustellen, doch sie muss keinen ästhetisch ansprechenden Zahnersatz bezahlen. In der Praxis bedeutet dies, dass beispielsweise eine Zahnfüllung aus Amalgam von den Kassen weitgehend gezahlt wird. Wird Amalgam nicht vertragen oder möchte man einen zahnfarbenen Zahnersatz, muss man den Differenzbetrag zwischen dem Festzuschuss der Kasse und den tatsächlich anfallenden Kosten selbst bezahlen. Bei einer Goldkrone mit zahnfarbener Verblendung oder bei einer Keramikfüllung liegt der Eigenanteil pro Zahn in der Regel bei mehreren 100 Euro.

Experten-Tipp:

Kosten können sich schnell summieren

Sind mehrere Zähne zu sanieren oder ist sogar eine Zahnprothese erforderlich, muss der gesetzlich Versicherte unter Umständen Kosten in vierstelliger Höhe übernehmen. Und selbst für die Zahnbehandlung leistet die Kasse nur überschaubare Zahlungen. So wird die professionelle Zahnreinigung von vielen Krankenkassen nicht gezahlt, obwohl sie zu einer Verbesserung der Mund- und Zahnhygiene beiträgt. Wer sich also eine Zahnbehandlung auf hohem Niveau oder einen hochwertigen Zahnersatz wünscht, sollte dazu eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Sie dient der Ergänzung des gesetzlichen Versicherungsschutzes.

Diese Tarife sind im Vergleich zu unterscheiden

Grundsätzlich muss man bei der Zahnzusatzversicherung differenzieren zwischen Tarifen, die nur für Zahnbehandlungen gelten und Tarifen, die Zahnersatz und Kieferorthopädie abdecken. Viele Gesellschaften bieten Kombitarife an, die alle drei dentalen Bereiche umfassen. Der Versicherte sollte sich vor dem Abschluss des Vertrags genau überlegen, wie umfangreich sein Zahnzusatzschutz sein soll. Von seinem individuellen Versicherungsbedarf hängt die Wahl des idealen Tarifs ab. Als Anhaltspunkt gilt, dass Tarife für Zahnbehandlungen natürlich günstiger sind als Werke für Zahnersatz oder Kombitarife für den gesamten dentalen Bereich. Sobald man sich Gedanken über den individuellen Versorgungsbedarf gemacht hat, sollte man sich mit den Leistungen beschäftigen, die eine Zahnzusatzversicherung abdeckt. Hier sind einige Besonderheiten zu beachten.


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So entsteht ein umfangreicher Versicherungsschutz

Ein optimaler Schutz für den dentalen Bereich ergibt sich aus der Kombination der gesetzlichen Krankenkasse und der Zahnzusatzversicherung. Die Zahnbehandlung ergänzt man beispielsweise um einen Tarif, der die professionelle Zahnreinigung zweimal pro Jahr bis zu einer Summe von rund 250 Euro umfasst. Damit kann man die Säuberung der Zähne alle sechs Monate durchführen und erhält einen großzügigen Zuschuss des privaten Zusatzversicherers.

Zusatzleistungen bei Zahnersatz

Für den Zahnersatz ergibt sich ein ähnliches Bild. Wichtig sind hier die Leistungen der gesetzlichen Kasse und des privaten Versicherers (Leistungen der privaten Krankenversicherung) als Gesamtsumme. Der private Zusatztarif sollte Leistungen als Ergänzung der Kasse vorsehen. Das heißt, dass die Zahlung der GKV von der Gesamtsumme in Abzug gebracht wird. Die verbleibende Versorgungslücke wird dann vom privaten Versicherer gezahlt. Je nach Tarif sind Leistungen für Zahnersatz auch ohne Vorleistungen der GKV vorgesehen. Das ist natürlich sinnvoll, wenn die Kasse für bestimmte Behandlungen erst gar nicht aufkommt. In einem solchen Fall leistet der private Versicherer auch dann, wenn die Kasse nicht zahlt. Es gibt aber auch Tarife, die nur den Restbetrag nach dem Abzug der GKV-Leistungen übernehmen.


Diese Einschränkungen sehen Zusatztarife vor

Beachten sollte man bei der Wahl des privaten Zusatztarifs, ob eine Zahnstaffel vorgesehen ist. Diese besagt, dass in den ersten Jahren nach dem Versicherungsabschluss nur eine bestimmte Summe pro Jahr erstattungsfähig ist. So kann der Zuschuss im ersten Jahr auf 1.000 Euro begrenzt sein, um im zweiten Jahr auf 2.000 Euro zu steigen und im dritten Jahr 3.000 Euro auszumachen. Erst nach einigen Jahren greift dann der volle Versicherungsschutz.

Achtung: Wartezeit und Gesundheitsprüfung

Einige Zahnzusatztarife sehen außerdem eine Wartezeit von mehreren Monaten vor. Wenn eine Behandlung schon vor dem Vertragsabschluss absehbar ist, kommt der Versicherer nicht für die Kosten auf. Deshalb sollte man eine Zahnzusatzversicherung letztlich so früh wie möglich abschließen, um einen vollumfänglichen Versicherungsschutz sicherzustellen. Auch eine Gesundheitsprüfung darf der Versicherer verlangen. Hier wird vor allem der Zustand des Gebisses und der Zähne überprüft. Fehlende Zähne werden vom Versicherungsschutz ausgenommen. Wer diese Einschränkungen kennt und den Tarif nach dem individuellen Versicherungsbedarf wählt, erhält mit der privaten Zahnzusatzversicherung eine ideale Ergänzung der GKV-Leistungen im dentalen Bereich.

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