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Zahnzusatzversicherung

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Das Wichtigste in Kürze

  • In den letzten Jahren wurden die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Zahnbehandlungen, für Zahnersatz und für Kieferorthopädie Schritt für Schritt reduziert.
  • Insbesondere im Bereich Zahnersatz muss der Versicherte heute vieles selber tragen. Die Kosten belaufen sich schnell mal auf einige 1000 Euro.
  • Wer das verhindern will, schließt eine Zahnzusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung ab.
  • Dabei bietet die Zahnzusatzversicherung in der Regel die Leistungsbereiche Zahnbehandlungen, Zahnersatz, Zahnprophylaxe und Kieferorthopädie an.
  • Entscheiden Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung, sollten Sie beim Vergleich nicht nur auf die Kosten achten. Die Leistungen sind entscheidend.

Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur nötige Leistungen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) unterliegen bei der Übernahme von Kosten den Vorgaben des Gesetzgebers. Sie richten sich an der medizinischen Notwendigkeit aus. Das heißt, die Versicherung zahlt nur für einfache und zweckmäßige Behandlungen einen Festzuschuss – von dieser sogenannten Regelversorgung übernimmt sie etwa bei Zahnersatz meist 50 Prozent der Kosten.

Von einer höheren Kostenübernahme kann man profitieren, wenn man regelmäßig zum Zahnarzt geht und sein Bonusheft abstempeln lässt. Nach fünf Jahren steigen die Zuschüsse für Zahnersatz auf 60 Prozent und nach 10 Jahren auf 65 Prozent. Außerdem gelten für Versicherte mit geringem Gehalt Härtefallregelungen. Wer weniger als 1.246 Euro pro Monat (Stand 2019) verdient, kann mit einer vollständigen Kostenübernahme der Regelversorgung rechnen.

Welche Behandlung als Regelversorgung gilt und wie viel die GKV dafür als Festzuschuss leistet, haben Krankenversicherungen und Zahnärzte für jedes Zahnproblem bestimmt. Viele Krankenversicherungen haben aber ihre Leistungen in den letzten Jahren Schritt für Schritt reduziert.


Das leistet die Zahnzusatzversicherung

Wer sich eine Zahnbehandlung auf hohem Niveau oder einen hochwertigen Zahnersatz wünscht, kann zur gesetzlichen Krankenversicherung eine Zahnzusatzversicherung bei einer privaten Krankenversicherung (PKV) abschließen. Sie dient als Ergänzung zum Versicherungsschutz.

Dabei bietet die Zahnzusatzversicherung in der Regel folgende Leistungsbereiche (siehe Box) an:

  • Zahnbehandlungen,
  • Zahnersatz
  • Zahnprophylaxe
  • Kieferorthopädie.

Diese können auch kombiniert werden. Je nach versichertem Leistungsbereich und Leistungsumfang sind die Tarife unterschiedlich. Der Versicherte sollte sich vor dem Abschluss des Vertrages genau überlegen, wie umfangreich sein Zahnzusatzschutz sein soll. Von seinem individuellen Versicherungsbedarf hängt die Wahl des idealen Tarifs ab. Dabei sollte man bedenken, dass zwar Tarife für Zahnersatz teurer als jene für Zahnbehandlungen und Zahnprophylaxe sind, trotzdem kann sich diese Absicherung durchaus lohnen. So muss ein Kassenpatient für einen Zahnersatz schnell einige tausend Euro zahlen, eine Zahnreinigung kostet hingegen nur um die 100 Euro.

Rechenbeispiel: Das leistet die Zahnzusatzversicherung

In der Tabelle wird ersichtlich, was die Krankenzusatzversicherung im Ernstfall leistet. In unserem Beispiel übernimmt sie 90 Prozent der Kosten. Wird zum Beispiel ein Zahnersatz nötig, erstattet die GKV ohne Eintragungen im Bonusheft meistens die Hälfte der Kosten für eine Stahlkrone. Wünscht der Versicherte sich jedoch ein höherwertiges Zahnimplantat, muss er für die Differenz selber aufkommen. Das kann teuer werden, wie das Rechenbeispiel zeigt.

Art der BehandlungImplantat Kieferorthopädie
Gesamtkosten2400 €800 €
Eigenanteil ohne Zusatzvers.2.040 €560 €
Eigenanteil bei Zusatzvers. 240 €80 €

Die vier Leistungsbereiche der Zahnzusatzversicherung

  • Zahnbehandlungen: Viele Tarife kommen für Behandlungen auf, die von der GKV nicht oder nur teilweise übernommen werden. Zum Beispiel für Kunststofffüllungen oder für Wurzelbehandlungen.
  • Zahnersatz: Für einen Zahnersatz erstatten gute Tarife mindestens 85 Prozent der Kosten zurück. Die GKV übernimmt hingegen einen wesentlich kleineren Teil. Oft sind dies nur Standardlösungen.
  • Zahnprophylaxe: Mindestens einmal jährlich übernehmen gute Zahnzusatzversicherungen die Zahnreinigung. Meistens ist die Erstattung auf einen Höchstbetrag beschränkt.
  • Kieferorthopädie: Diese Leistung ist vor allem für Kinder und Jugendliche wichtig, die häufig eine Korrektur der Zahnstellung brauchen. Es gibt aber auch Erwachsene, die eine Fehlstellung korrigieren möchten. Im besten Fall übernimmt die Zahnzusatzversicherung die vollen Kosten. Gesetzliche Krankenversicherungen tragen jedoch nur bei ausgeprägten Fehlstellungen die Kosten für eine Grundversorgung.

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Kosten können sich in der Praxis schnell summieren

Wer gesetzlich versichert ist, kriegt in der Praxis meistens nur eine Zahnfüllung aus Amalgam erstattet. Wird Amalgam nicht vertragen oder möchte man einen zahnfarbenen Zahnersatz, muss man den Differenzbetrag zwischen dem Festzuschuss der Kasse und den tatsächlich anfallenden Kosten selbst tragen.

Sind mehrere Zähne zu sanieren oder ist sogar eine Zahnprothese erforderlich, muss der gesetzlich Versicherte unter Umständen Kosten in vierstelliger Höhe übernehmen. Und selbst für die Zahnbehandlung leistet die Kasse nur überschaubare Zahlungen. So wird die professionelle Zahnreinigung von vielen GKV häufig nicht gezahlt, obwohl sie zu einer Verbesserung der Mund- und Zahnhygiene beiträgt.

So entsteht ein umfangreicher Versicherungsschutz

Ein optimaler Schutz für den dentalen Bereich ergibt sich aus der Kombination der gesetzlichen Krankenversicherung und der Zahnzusatzversicherung. Der private Versicherungsschutz ist als Ergänzung anzusehen. Das bedeutet, dass die Zahnzusatzversicherung für die Kosten aufkommt, die die GKV nicht übernimmt. Allerdings sollte ein guter Tarif auch Leistungen erbringen, wenn die GKV nicht zahlt.

Achten Sie auf die Leistungen

Bei der Auswahl einer passenden Versicherung sind vor allem die Leistungen entscheidend. Der Preis kommt erst an zweiter Stelle. Günstige Angebote bieten oft nicht den gewünschten Schutz. Wenn eine Zahnzusatzversicherung z.B. folgende Kriterien erfüllt, kann man von sehr guten Leistungen ausgehen:

  • Ein Tarif bietet gute Leistungen beim Zahnersatz an. Dazu gehört auch die Versorgung mit Brücken, Kronen, Inlays oder Implantate. Der Knochenaufbau bei Implantaten sollte mitversichert sein.
  • Es sollte keine Begrenzung an Inlays und Implantaten während der Versicherungsdauer geben.
  • Ein guter Tarif sollte die Kosten für teurere Materialien oder einen höherwertigen Zahnersatz übernehmen.
  • Gemeinsam mit dem Anteil der GKV sollten mindestens 75 Prozent der Rechnung bei Zahnersatz erstattet werden.
  • Die Zahnzusatzversicherung sollte aber auch ohne Vorleistung der GKV zahlen.
  • Die Leistungen in den ersten Versicherungsjahren sollten angemessen sein.
  • Sinnvoll ist auch, wenn die Absicherung von zahnerhaltende Maßnahmen, wie Parodontal- oder Wurzelbehandlungen besser ist, als jene der GKV.

Wie viel sollten Zahnzusatzversicherungen zurückerstatten?

Die Zahnzusatzversicherung sollte einen großen Teil der Zahnarztkosten übernehmen – empfehlenswert sind mindestens 75 Prozent. Ob eine vollumfängliche Kostenübernahme sinnvoll ist, ist fraglich. Denn oft kosten solche Tarife überproportional viel.

Diese Einschränkungen sehen Zusatztarife vor

Beachten sollte man bei der Wahl des privaten Zusatztarifs, ob eine Zahnstaffel vorgesehen ist. Diese besagt, dass in den ersten Jahren nach dem Versicherungsabschluss nur eine bestimmte Summe pro Jahr erstattungsfähig ist. So kann der Zuschuss im ersten Jahr auf 1.000 Euro begrenzt sein, um im zweiten Jahr auf 2.000 Euro zu steigen und im dritten Jahr 3.000 Euro auszumachen. Erst nach einigen Jahren greift dann der volle Versicherungsschutz.

Achtung: Wartezeit und Gesundheitsprüfung

Einige Zahnzusatztarife sehen außerdem eine Wartezeit von mehreren Monaten vor. Wenn eine Behandlung schon vor dem Vertragsabschluss absehbar ist, kommt der Versicherer nicht für die Kosten auf. Deshalb sollte man eine Zahnzusatzversicherung letztlich so früh wie möglich abschließen, um einen vollumfänglichen Versicherungsschutz sicherzustellen. Es gibt aber auch Tarife, die von einer Wartezeit absehen.

Auch eine Gesundheitsprüfung darf der Versicherer verlangen. Hier werden vor allem der Zustand des Gebisses und der Zähne überprüft. Fehlende Zähne nehmen einige Versicherer vom Versicherungsschutz aus, andere schließen sie gegen einen Aufpreis oder niedrigeren Erstattungsgrenzen in den Anfangsjahren mit ein. Fehlen mehr als vier Zähne und sind nicht ersetzbar, ist es teilweise schwierig, einen Vertrag zu bekommen. Wer eine herausnehmbare Zahnprothese trägt, erhält unterschiedlich gute Konditionen. Trotzdem sollten Sie den Gesundheitsfragebogen ehrlich beantworten. Denn wer falsche Angaben macht, verliert im schlimmsten Fall den Versicherungsschutz.

Was kostet eine Zahnzusatzversicherung?

Die Kosten von Zahnzusatzversicherungen sind sehr unterschiedlich. Neben dem gewählten Tarif und dem Leistungsumfang ist das Eintrittsalter des Versicherten entscheidend. Wer also jung ist und gesunde Zähne hat, kann von günstigeren Beiträgen profitieren. Man rechnet im Schnitt von jährlichen Beiträgen von 300 Euro, also 25 Euro pro Monat.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Kosten von einigen Versicherungen exemplarisch aufgezeigt. In unseren Beispielen nehmen wir einen Tarif, der für Zahnersatz bei privatzahnärztlicher Versorgung 90 Prozent der Kosten übernimmt. Der Versicherte ist beim Abschluss 38 Jahre alt. Es gilt allerdings bei diesen Beispielen zu beachten, dass die anderen Leistungen bei diesen Tarifen unterschiedlich sind. Deshalb dient die Tabelle nicht zum exakten Vergleich.

VersichererMonatliche Kosten
Allianz 22 Euro
Ergo 32 Euro
Gothaer 26 Euro

Hinweise zum Vergleich: Ist die Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

“Auch wenn eine Zahnzusatzversicherung nicht unbedingt günstig ist, lohnt sie sich”, sagt unser Experte für Krankenversicherungen Robert Böhrk: “Denn Zahnbehandlungen gehen schnell mal ins Geld. Es gibt sogar Leute, die einen Kredit dafür aufnehmen müssen.”

Entscheiden Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung, sollten Sie diese laut Böhrk aber nicht kurz vor einer großen Behandlung abschließen. Denn die meisten Versicherungen haben Wartefristen und gewähren in einem solchen Fall nicht die vollen Leistungen. Günstiger sind die Beiträge ohnehin, wenn Sie diese schon im jungen Alter zahlen. Sicher ist dann das Risiko auch geringer, dass Sie teure Zahnbehandlungen benötigen. Allzu lange warten mit dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung sollten Sie trotzdem nicht. Denn haben die Zähne bereits Schäden, ist es nicht sicher, ob die Versicherung die Kosten tatsächlich übernimmt.

Es lohnt sich, die Beiträge der verschiedenen Zahnzusatzversicherungen intensiv miteinander zu vergleichen. Noch wichtiger ist aber der Leistungsumfang. Denn was bringt ein günstiger Tarif, der im Ernstfall nicht für die Kosten eines Zahnersatzes aufkommt? Falls Sie beim Vergleich Hilfe benötigen, nutzen Sie unseren kostenlosen Tarifvergleich oder kontaktieren Sie uns direkt. Wir sind unter 030 – 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de erreichbar.


Hilfreiche Testergebnisse zur Zahnzusatzversicherung

Hilfreich können auch die Ergebnisse von Testinstituten sein. So bewertete die Ratingagentur Assekurata im Juni 2019 in ihrer Tarifanalyse in der Kategorie Zahnzusatzversicherung für Erwachsene den Tarif ZahnFlex.MAX der Envivas Krankenversicherung AG mit “sehr gut” (1,1). 2017 wurde in dieser Kategorie der Tarif Zahn Premium der ottonova Krankenversicherung AG mit “sehr gut” (1,4) bewertet. Diese Versicherung schnitt auch in der Kategorie Zahnzusatzversicherung für Kinder und Jugendliche mit “sehr gut” (1,4) ab (Quelle).

Auch Stiftung Warentest hat 2019 234 Zahn­zusatz­versicherungen unter die Lupe genommen, 76 davon bewertete sie mit “sehr gut”.  Mehr zu den Testsiegern und zu den genauen Testergebnissen finden Sie im Bezahlbereich von Stiftung Warentest.

Falls Sie wissen wollen, wie private Krankenversicherungen allgemein getestet wurden, finden Sie auf unserer Seite Testergebnisse. Klicken Sie dazu auf den Button.

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