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Welt-Aids-Tag – PKVs übernehmen weiterhin gesellschaftliche Verantwortung

Aids-Schleife Welt-Aids-Tag

„Die private Krankenversicherung wird ihr Engagement für die AIDS-Prävention auch im Jahre 2015 unvermindert fortführen.“ Mit dieser Aussage unterstützt der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, Volker Leienbach, die Forderung der privaten Kassen nach einer besseren Aufklärung über die Immunschwächekrankheit AIDS und wirbt gleichzeitig für mehr Toleranz gegenüber Infizierten. 

Wie die Ergebnisse zweier aktueller Studien zeigen, fühlen sich viele HIV-Erkrankte nach wie vor nicht akzeptiert. Jeder dritte Bürger hätte demnach Schwierigkeiten im Falle einer Infektion mit den Arbeitskollegen darüber zu reden. Die Akzeptanz gegenüber HIV-Infizierten beruht trotz intensiver Aufklärung nach wie vor oft auf Vorurteilen.


Private Krankenkassen fordern bessere HIV-Aufklärung

Die privaten Krankenkassen forderten jüngst eine bessere Aufklärung über die HIV-Infektion und die Immunschwächekrankheit Aids. Leider ist in Deutschland Aids nach wie vor ein Tabu-Thema. Eine gerade erschienene Studie zeigt, dass lediglich ein Viertel der Befragten offen mit ihren Arbeitskollegen über ihre HIV-Erkrankung sprechen würden. Mehr als ein Drittel würden auf keinen Fall darüber sprechen und die Umfrage zeigt auch, dass Männer offener mit einer HIV-Infektion umgehen würden, als Frauen. Diese Ergebnisse stammen aus einer von den privaten Krankenkassen in Auftrag gegebenen Studie und sind den Aussagen einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sehr ähnlich: Je intensiver persönliche Kontakte zu HIV-positiven Menschen sein können, desto größer sind die Unsicherheiten im Umgang mit diesen Menschen.


Zum 27. Mal Welt-Aids-Tag

Am 1. Dezember 1988 wurde der Welt-Aids-Tag zum ersten Mal von der WHO ausgerufen und findet seit dem jährlich statt. Mit zahlreichen Aktionen wollen Regierungen, Organisationen und Vereine weltweit an diesem Tag an HIV und Aids erinnern. Vor allem soll dieser Tag aber auch daran erinnern, dass das HI-Virus noch lange nicht besiegt ist: jährlich stecken sich mehr als 2 Millionen Menschen neu mit HIV an – 10 Prozent davon sind Kinder.


Video zur gemeinsamen Kampagne „positiv zusammen leben“ des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)


„Positiv zusammen leben“ – Kampagne wirbt für mehr Akzeptanz

AIDS-Tage Gala Gruppenfoto FOTO_PaulEsser

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung organisiert die Kampagne „Positiv zusammen leben“ mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung um für mehr Toleranz und Solidarität im Alltagsleben von HIV-Infizierten zu werben.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe attestiert den Deutschen zwar ein hohes Wissen darüber, wie HIV übertragen wird. Aber wenn es um den konkreten Umgang mit HIV-positiven Menschen geht, ist das Verhalten Vieler von Unsicherheit und Angst geprägt. (Foto: Aids-Gala der Deutschen Aids-Stiftung 2014, Düsseldorf; (c) Esser)


Was ist HIV?

Man geht heute davon aus, dass sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts das erste Mal ein Mensch mit dem HI-Virus angesteckt hat. Das Humane Immundefizienz-Virus gehört zur Familie der Retroviren und hat sich seit den 1980er Jahren zu einer länder- und Kontinente übergreifenden Infektionskrankheit entwickelt. Schätzungen gehen davon aus, dass seit dem 39 Millionen Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion gestorben sind. In Deutschland leben aktuell circa 80.000 Menschen mit HIV.


Was ist AIDS?

Das erworbene Immunschwäche-Syndrom, so die deutsche Bezeichnung von Aids, ist nicht das Gleiche wie HIV.
Eine HIV-Infektion stellt zumindest in Ländern mit guter gesundheitlicher Versorgung eher eine chronische Erkrankung dar, die bei entsprechenden Therapien über Jahre hinweg nur wenige Einschränkungen mit sich bringt. Eine unbehandelte HIV-Infektion führt jedoch in den meisten Fällen zu Aids, und Aids ist und bleibt eine lebensbedrohliche Krankheit. Kommt es zum Ausbruch von Aids, leidet der Patient an Krankheiten, die auf Grund des geschwächten Immunsystems auftreten. Aids wurde 1981 als eigenständige Krankheit anerkannt.

Küssen ist nicht ansteckend!

Die Studie der BZgA hat aufgedeckt, dass 26 Prozent der Deutschen glauben, dass man sich durch Küssen mit HIV anstecken kann. Auch wenn das notwendige Basiswissen zum Schutz vor einer Infektion mit HIV in der Bevölkerung vorhanden ist, zeigt dieses Beispiel, dass noch mehr getan werden muss. Vor allem durch Wissen können die grundlegenden Voraussetzungen für ein Zusammenleben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung von am HI-Virus oder an Aids erkrankten Menschen geschaffen werden. Aber auch die leicht gestiegene Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland zeigt, dass Aufklärung und Prävention immer noch notwendig sind.

Die privaten Krankenkassen engagieren sich seit Jahren

Der Verband der privaten Krankenversicherung unterstützt die Aids-Prävention jährlich mit 3,5 Millionen Euro. Ein Teil des Geldes fließt in die Kampagne „Mach’s mit“ der BZgA. Mit dem Logo „Gib Aids keine Chance“ und zum Teil kontroversen Aktionen besonders im Bereich Plakat- und Filmwerbung macht die Kampagne seit Langem auf die Problematik aufmerksam. Die privaten Krankenkassen unterstützen diese Arbeit seit 2005, engagieren sich aber auch in anderen Situationen, beispielsweise durch die Unterstützung der Deutschen Aids-Stiftung.

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