Sehr gut 4.9/5
ein Fachportal von transparent-beraten.de

PKV erweitert Aufnahmegarantie für Beamte

Sichern Sie sich jetzt ab und sparen Sie bis zu 67% mit unserem kostenfreien Tarifvergleich Mein PKV-Tarifvergleich
PKV erweitert Aufnahmegarantie für Beamte in Ausbildung

Mit Beginn des Jahres 2019 hat die private Krankenversicherung (PKV) ihre Aufnahmegarantie für Beamte ausgeweitet. Seit dem 1. Januar 2019 können sich nun auch Beamte auf Widerruf sowie Referendare oder Anwärter für eine private Krankenversicherung entscheiden. Die Möglichkeiten gelten auch für Beamte mit Behinderung oder Vorerkrankungen.


Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherung

Bereits seit längerem wirbt die private Krankenversicherung im Rahmen ihrer sogenannten „Öffnungsaktion“ verstärkt um Beamte als Mitglieder. Von dieser Aktion ausgenommen waren bislang Anwärter und Beamte auf Widerruf. Seit dem 1. Januar 2019 entfällt diese Einschränkung. Fortan haben auch Beamte in Ausbildung die Möglichkeit, die Zugangsgarantie der PKV sowohl für sich als auch für enge Familienangehörige in Anspruch zu nehmen. Für die Teilnahme an dieser „Öffnungsaktion“ gilt eine Frist von sechs Monaten, beginnend mit dem Tag der ersten Verbeamtung.

Öffnungsaktion gilt auch für Beamte mit Behinderungen oder Vorerkrankungen

Viele private Versicherungsunternehmen bewilligen darüber hinaus auch Anträge von Beamten mit Behinderungen oder Vorerkrankungen. Die Höhe etwaiger Risikozuschläge beträgt maximal 30 Prozent. Für die Pflegeversicherung werden keine Risikozuschläge eingefordert. Der PKV-Verband führt eine Liste darüber, welche Privatversicherer sich an der Öffnungsaktion beteiligen. Zudem bietet der Verband eine umfangreiche Broschüre (PDF-Datei zum kostenlosen Download)zur „Öffnungsaktionen der PKV für Beamte und ihre Angehörigen“ an. Diese enthält Hinweise darüber, was angehende Beamte bei Inanspruchnahme der PKV-Öffnungsaktion beachten müssen.

Tarife für den individuellen Bedarf

Frisch verbeamtete Personen und deren Angehörige haben Anspruch auf Aufnahme in den Basistarif privater Krankenversicherer. Der Basistarif der privaten Krankenversicherung bietet eine medizinische Grundversorgung, die mit den Leistungen der gesetzlichen Kassen vergleichbar ist. Darüber hinausgehende Versorgungsleistungen müssen extra versichert werden. Viele Anbieter privater Krankenversicherungen bieten sogenannte Prozentualtarife an, die Kostenlücken, etwa für Zahnersatz oder kieferorthopädische Behandlungen, abdecken.

Versicherungsschutz anpassen – Fristen beachten

Die private Krankenversicherung für Beamte bietet die Möglichkeit, den Krankenversicherungsschutz den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Das gilt auch für die Höhe der Beihilfen. Zieht beispielsweise ein Beamter in ein anderes Bundesland, in dem andere Beihilfesätze gelten, kann der Betroffene eine Anpassung des Versicherungsbeitrags veranlassen. Wird der entsprechende Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Änderung der Beihilfe gestellt, bedarf es keiner erneuten Gesundheitsprüfung.

Ende der Dienstzeit bringt Veränderungen

Da mit der Pensionierung auch die Höhe der Beihilfe steigt, kann auch hier eine Anpassung der Beiträge beantragt werden. In der Regel erhöht sich der Beihilfesatz um 20 Prozent, sodass er ab der Pensionierung 70 anstatt 50 Prozent beträgt. Obwohl der eigene Beitrag in diesem Fall prozentual sinkt, muss dies keine nominale Senkung bedeuten. Ältere Versicherte müssen in der PKV meist einen höheren Monatsbeitrag bezahlen. Ein Wechsel zur Gesetzlichen Krankenversicherung ist nur bis zum Alter von 54 möglich. Bei der Kalkulation der Beiträge berücksichtigt die PKV keine möglichen Einkünfte aus Lebensversicherungen, Mieteinnahmen oder anderen Quellen.


Kostenfreier PKV-Testsieger-Vergleich 2019

Die Testsieger aus Stiftung Warentest, Ökotest und Focus Money im Vergleich.
Sie haben Fragen?
Telefonische Expertenberatung
Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr.
Kontakt aufnehmen

Heilfürsorgeberechtigte müssen aufpassen

Wer als Beamter einem höheren Berufsrisiko ausgesetzt gewesen ist, kam während seiner aktiven Dienstzeit in den Genuss der freien Heilfürsorge. Im Rahmen dieser Fürsorge kam der Staat für sämtliche Krankheitskosten auf. Angehörige des Heilfürsorgeberechtigten hatten als Privatversicherte zudem Anspruch auf Beihilfe. Mit Ende der Dienstzeit erlischt der Anspruch auf freie Heilfürsorge. Pensionäre erhalten dann eine Beihilfe und müssen sich selbst krankenversichern.

Beihilfe anstelle eines Versicherungsanteils

Privatversicherte Beamte erhalten von ihrem Arbeitgeber anstelle eines Versicherungsanteils eine Beihilfe für den Krankheitsfall. Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach den aktuellen Beihilfevorschriften des Bundes oder des zuständigen Bundeslandes. Für anteilige Kosten, die nicht durch die Beamtenbeihilfe abgedeckt werden, besteht eine Versicherungspflicht. Die Kombination aus Beihilfe und Versicherung bietet eine zuverlässige Absicherung im Krankheitsfall. Private Krankenversicherer haben beihilfekonforme Tarife im Angebot, die eventuell vorhandene Versorgungslücken schließen. Wer Zusatzleistungen in Anspruch nehmen möchte, kann sich darüber hinaus für einen Beihilfeergänzungstarif entscheiden.

Ausnahmeregelung Hamburg

Eine Ausnahme bildet seit August 2018 der Stadtstaat Hamburg. Hier haben Neubeamte die Wahl zwischen dem Bezug einer individuellen Beihilfe plus Mitgliedschaft in der Privaten Krankenversicherung oder der Inanspruchnahme einer Pauschale und dem Eintritt in die Gesetzliche Krankenversicherung. Die Entscheidung ist bindend und kann nicht rückgängig gemacht werden. Das bedeutet für den Versicherten, dass er bei einem Umzug in ein anderes Bundesland seinen Anspruch auf den pauschalen Zuschuss einbüßt und sich dann auf eigene Kosten selbst versichern muss (weitere Informationen zum Hamburger Modell).

Unsere Kunden haben uns bewertet
4.9 von 5 Punkten aus 1 164 Bewertungen für die Beratung durch transparent-beraten.de