Private Krankenversicherung Kosten

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung können stark variieren und sind in der Regel abhängig von Alter, Gesundheitszustand und Berufsgruppe des Versicherten. Des Weiteren spielt der Umfang der gewünschten Leistungen eine entscheidende Rolle. Hierzu zählt beispielsweise ob und in welcher Höhe Selbstbeteiligung, Krankentagegeld und Zuschüsse gezahlt werden. Einige Anbieter haben sich auf besondere Berufsgruppen spezialisiert, andere wiederum bieten eher allgemeingültige Tarife an. Grundsätzlich sollte immer ein individueller Vergleich durchgeführt werden und im Idealfall berät man sich mit einem unabhängigen Versicherungsmakler, mit dessen Hilfe man mehrere Anträge stellen und die Angebote vergleichen kann.

Durchschnittliche PKV-Kosten

Einstiegspreise können wie folgt aussehen:

  • Beamte zahlen oftmals nicht mehr als 150 Euro monatlich
  • Angestellte können schon Tarife ab 200 Euro finden
  • und Tarife für Selbständige gibt es ab 300 Euro

Kosten durch Selbstbehalt verringern

Anders als in der GKV, werden die Beiträge in der privaten Krankenversicherung stark durch den Umfang der vereinbarten Leistungen beeinflusst. Dieser kann allerdings wieder durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung verringert werden. Dies ist besonders für Selbstständige (PKV für Selbstständige im Test) sinnvoll, da sie in der Regel über kein stetiges monatliches Einkommen verfügen und durch die Selbstbeteiligung höhere Kosten für die Krankenversicherung kompensieren können. Als Arbeitnehmer sollte man, bevor man einem Selbstbehalt zustimmt, in jedem Fall nachrechnen in wieweit sich dieser lohnt. Auch wenn der Arbeitgeber die Hälfte der PKV Beiträge zahlt, kann es sinnvoll sein, als Arbeitnehmer keinen Selbstbehalt zu vereinbaren, da dieser komplett selbst beglichen werden muss.

Die Kosten für einen Musterkunden

Die genauen Kosten der PKV Beiträge sind von Person zu Person meist sehr unterschiedlich, da sie sich aus dem Alter, dem Beruf, dem gewünschten Tarif und dem Gesundheitszustand sowie der bisherigen Krankheitsgeschichte zusammensetzen. Ein 35-jähriger männlicher Musterkunde sollte jedoch bei einem Tarif ohne Selbstbeteiligung mit Beiträgen zwischen 200 und 400 Euro monatlich rechnen. Bei einem Selbstbehalt von ca. 600 Euro sinkt der zu zahlende Beitrag, je nachdem bei welcher Versicherungsgesellschaft man sich versichert, um ca. 125 bis 250 Euro. Frauen zahlen, wenn sie noch einen Altvertrag haben, zwischen 100 und 150 Euro mehr (Ende 2012 wurden in der Versicherungslandschaft flächendeckend Unisex-Tarife eingeführt). Da mit steigendem Alter auch die PKV Beiträge steigen, kann ein 45 jähriger Mann, wenn er in die private Krankenversicherung ohne Selbstbehalt eintritt, mit Beiträgen zwischen 250 und 500 Euro rechnen. Diese Zahlen geben allerdings nur einen sehr groben Überblick über die möglichen Beiträge in der privaten Krankenversicherung (private Krankenversicherung im Test). Nur ein persönlicher Preisvergleich mit den eigenen Daten und Präferenzen kann genauere Aussagen über die Kosten in der PKV liefern.

Die Beitragskalkulation in der PKV


Dieses Video zeigt anschaulich und einfach, wie die Kosten bzw. die Beiträge in der privaten Krankenversicherung entstehen.

Vorkasse bei ambulanten Leistungen

Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, geht bei den meisten Arztrechnungen in Vorkasse. Das bedeutet, Versicherte begleicht die Rechnung zuerst selbst und reicht die Rechnung dann bei seiner Versicherung ein. Diese erstattet dann das Geld. So ist es bei den meisten ambulanten Behandlungen durch einen Arzt und bei Auslagen für Medikamente üblich. Krankenhausaufenthalte werden allerdings direkt mit der privaten Krankenversicherung verrechnet. Sollte mal eine höhere Rechnung anfallen, sollte man sich als Versicherter möglichst im Voraus an die Versicherung wenden und mit dem zuständigen Berater nach einer Lösung suchen.
Tritt der Fall ein, dass sich die persönlichen Umstände ändern (z.B. die Arbeitslosigkeit) und man kann seinen PKV Beitrag nicht mehr bezahlen, besteht die in einen günstigeren Tarif zu wechseln (private Krankenversicherung Wechsel).

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Altersrückstellungen in der PKV

Altersrückstellungen sind seit dem 1. Januar 2000 gesetzlich vorgeschrieben. 10 Prozent werden seit 2000 bei Neuverträgen auf die Beiträge aufgeschlagen.Dieses Geld dient dazu, Rückstellungen für das Alter zu bilden. Diese sollen später die Beiträge konstant halten. das heißt, sie werden in jungen Jahren auf die Beiträge drauf gerechnet, um später Rücklagen zu haben, um die Versicherungsleistungen auch mit zunehmenden Alter der Versicherten zu finanzieren.

Achtung bei einem Wechsel des Anbieters

  • Bei einem Wechsel des PKV-Anbieters können Versicherte die Alterrückstellungen zwar mitnehmen – allerdings ist dies mit einem deutlichen Abschlag verbunden.
  • Kehrt der Versicherte gar zurück in die GKV, verliert er die Rückstellungen komplett.
  • Keine Altersrückstellungen werden bei Kinder- und Jugendtarifen sowie bei einer kleinen Anwartschaftsversicherung gebildet.

Beiträge für Kinder in der PKV

Ist der besser verdienende Elternteil Mitglied in der privaten Krankenversicherung, so sind verheiratete Eltern verpflichtet das Kind ebenfalls bei dem gleichen privaten Anbieter zu versichern. Anders als in der GKV müssen in der PKV auch für Kinder Versicherungsbeiträge gezahlt werden. Allerdings gibt es in der privaten Krankenversicherung seit einigen Jahren Familientarife, so dass die Kosten für einen Kinderbeitrag nur noch sehr gering ausfallen. Bei einigen Versicherern gibt es zudem einen Rabatt auf Beiträge für Kinder. Die Kosten für einen Kinderbeitrag werden durch Faktoren wie das Alter und den gesundheitlichen Zustand des Kindes sowie durch die Ausgestaltung des gewählten Tarifes beeinflusst. Dies gilt allerdings nicht für Babys, die innerhalb von 2 Monaten nach der Geburt versichert werden. Hier darf die Versicherung keine Gesundheitsprüfung verlangen.

Kostenlose Beratung von Experten

Als erfahrenen und unanbhängigen Versicherungsvermittler im Bereich Private Krankenversicherung können Sie uns täglich von 9 bis 18 Uhr unter 030 120 82 82 8 erreichen oder per E-Mail an kontakt@transparent-beraten.de

Ein Service von transparent-beraten.de

Arbeitgeberanteil in der Privaten Krankenversicherung

Der Arbeitgeber beteiligt sich bei privat versicherten Arbeitnehmern, wie bei gesetzlich Krankenversicherten auch, bis zur Hälfte an den monatlichen Beiträgen zur Krankenversicherung (Gesetzestext zum Thema).

Aktuelle Arbeitgeberanteile in der PKV

Beitragsbemessungsgrenze: 4800 Euro monatlich (2017)

Arbeitgeberzuschuss 2017: 7,3 Prozent  

Darf der Versicherer die Erstattung für Kosten ablehnen?

Der Versicherte hat einen rechtlichen Anspruch auf die im Versicherungsvertrag geregelten Leistungen. In diesem Rahmen werden die Kosten für die notwendige Behandlung von der Versicherung erstattet. Die Behandlung muss also durch den vereinbarten Versicherungsschutz abgedeckt und medizinisch notwendig sein, damit die Krankenversicherung zahlt. Trifft eine der Bedingungen nicht zu, so kann es in seltenen Fällen zu einer Ablehnung der Zahlung durch den Versicherer kommen. Außerdem muss die Rechnung korrekt gestellt werden. Treten Fehler bei der Rechnungsstellung auf, so kann die Versicherung die Leistung kürzen.

Ein Tipp von Versicherungsmakler und PKV-Experten Alexander Vorgerd

Risikozuschläge regelmäßig prüfen

Wurde bei Vertragsschluss ein Risikozuschlag vereinbart, ist dieser nicht unumstößlich. Verbessert sich die Gesundheit des Versicherten soweit, dass der Grund für den Aufschlag nicht mehr gegeben ist, kann der Versicherte beantragen den Risikozuschlag zu streichen. Die Versicherung wird allerdings eine neue Gesundheitsprüfung verlangen.

Die drei Teile des Beitrags

Die Beiträge die jeder PKV Versicherte zu zahlen hat, bestehen für die Versicherung aus drei Teilen. Der Risikoanteil dient dabei der Finanzierung der Krankheitskosten. Der Verwaltungskostenanteil soll die Kosten und die Margen des Versicherungsunternehmens decken. Der Sparanteil sorgt dafür, dass die Beiträge im Alter nicht zu stark ansteigen.
Dass die Beiträge zu privaten Krankenversicherung gänzlich stabil bleiben, ist nicht zu erwarten, da die Lebenserwartung der Menschen immer weiter steigt und auch der medizinische Fortschritt weiter geht und in gewisser Weise auch von den Krankenkassen finanziert wird.