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Beihilfeergänzungstarif für Beamte

Lohnt sich der Beihilfeergänzungstarif für Beamte & wie können Beamte profitieren?
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Beamte, die beihilfeberechtigt sind und zusätzlich noch eine private Krankenversicherung abgeschlossen haben, gehen oft davon aus, dass sie rundum abgesichert sind. Dass dies in der Regel nicht der Fall ist, zeigt ein Test von Stiftung Warentest: In vielen Fällen müssen die Versicherten Zuzahlungen aus eigener Tasche leisten, wenn es beispielsweise um Sehhilfen oder Heilpraktikerleistungen geht. Für diese Fälle können Beamte sogenannte „Beihilfeergänzungstarife“ abschließen. Wir zeigen, ob sich diese zusätzlichen Tarife auf lange Sicht lohnen.

Krankenversicherung von Beamten

Beihilfeergänzungstarife können von Beamten abgeschlossen werden, um jene Krankheitskosten abzusichern, die nicht vom Dienstherrn oder der eigenen PKV übernommen werden (s. a. Private Krankenversicherung für Beamte im Test). Beihilfeberechtigte bekommen zwar von ihrem Dienstherren einen Teil der medizinischen Kosten durch die Beihilfe ersetzt, allerdings müssen sie einen Teil selbst zuzahlen. Deshalb müssen sie einen eigenen Tarif, oft Beamtentarif oder auch Restkostenversicherung genannt, abschließen. Durch die Beihilfe und die ergänzend abgeschlossene Versicherung sollen alle Kosten abgedeckt werden. Dies ist in der Realität jedoch oft nicht der Fall, denn durch die Beihilfe werden nicht alle Leistungen abgedeckt. Um für diesen Fall vorzusorgen, bieten viele Versicherer Beihilfeergänzungstarife an.


Beihilfe und PKV bergen oft Leistungslücken

Die Beihilfe und der ergänzende PKV-Vertrag des Beamten haben oftmals nicht den gleichen Leistungsumfang. Besonders die Beihilfe weist im Leistungsbereich teilweise Lücken bzw. Einschränkungen auf. Welche Kosten durch die Beihilfe übernommen werden, ist in der gesetzlichen Beihilfeverordnung geregelt. Dort ist auch nachzulesen, an welchen Stellen die Leistungslücken zu finden sind. Problematisch ist außerdem, das diese Verordnung zukünftig noch verändert werden kann. D. h. es können weitere Leistungen gestrichen werden.

Der ergänzende Beamtentarif kann, je nach Tarifart, ebenfalls Leistungslücken oder Einschränkungen aufweisen. Der Leistungsumfang der privaten Krankenversicherung ist im Bedingungswerk geregelt.

Ein Vorteil bei dem privaten Krankenversicherungsvertrag: Der Leistungsumfang darf, anders als bei der Beihilfeverordnung, nicht einfach von der Versicherung geändert bzw. eingeschränkt werden. Da beide Tarife unterschiedliche Leistungseinschränkungen aufweisen können, kommt es oft dazu, dass eben nicht 100 Prozent der Leistungen abgedeckt werden. Für diesen Fall wurde der Beihilfeergänzungstarif eingeführt.

Beihilfeverordnung – wer bekommt wieviel?

In der Beihilfeverordnung wird geregelt, welche Krankenversicherungsleistungen der Beamte zum Beispiel in Bezug auf Hilfsmittel, Medikamente, zahnärztliche Behandlungen oder stationäre Versorgung erhält. Die Verordnungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In der Beihilfeverordnung des Bundes (BBhV) sind unter anderem die Beihilfesätze für die verschiedenen Personen- bzw. Berufsgruppen geregelt:

  • 50 % für Beamte
  • 70 % für Beihilfeberechtigte Ehegatten / Lebenspartner
    Einkommensgrenze bezogen auf das letzte Kj. 17.000,–€)
  • 80 % für Beihilfeberechtigte Kinder
  • 70 % für Beamte ab 2. Kind
  • 70 % für Versorgungsempfänger

Beihilfeergänzungstarif als Lösung

Da sowohl Beihilfe als auch PKV-Ergänzungstarif unterschiedliche Leistungsspektren bzw. -lücken aufweisen, kann man generell nicht davon ausgehen, dass in jedem Fall 100 Prozent der Kosten durch Beihilfe und PKV ersetzt werden. Diese Lücken treten unter anderem besonders oft in Bezug auf folgende Leistungsbereiche auf:

  • Heilpraktikerbehandlungen
  • Brillen, Kontaktlinsen
  • Kuren
  • Zahnersatz
  • Reha

Die Leistungen der privaten Krankenversicherungen unterschiedet sich zwischen den einzelnen Anbietern und Tarifen stark. Zudem sehen die Beihilfeverordnungen in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Regelungen vor. Aus diesem Grund bieten mittlerweile die meisten Krankenversicherungen Beihilfeergänzungstarife an, die eben diese Lücken, die von Beihilfe und PKV gelassen werden, teilweise oder komplett schließen können.


So schließt man den optimalen Beihilfeergänzungstarif ab

Weil die Beihilfeergänzungstarife weder inhaltlich noch preislich gleich sind, sollte man vor dem Abschluss genau vergleichen, welche Tarife das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten und ob der Leitungsumfang zu den individuellen Bedürfnissen und den Leistungslücken der Beihilfe und des PKV-Vertrags passt. Zunächst sollte sich der Versicherte einen Überblick darüber verschaffen, welche Leistungen bzw. Leistungslücken die Beihilfe und der persönliche PKV-Vertrag aufweisen. Dazu muss zum einen die Beihilfeverordnung des entsprechenden Bundeslandes und das Bedingungswerk des persönlichen PKV-vertrags überprüft werden. Wenn es in bestimmten Bereichen Lücken gibt, dann sollte hier der Ergänzungstarif greifen. Wer sich in diesem Bereich unsicher fühlt, oder wem dies schlicht zu viel Aufwand ist, der kann sich von einem kompetenten Versicherungsmakler unter die Arme greifen lassen. Der Experte überprüft, welche Lücken bestehen und sucht diejenigen Tarife heraus, die in Bezug auf das Preis-Leistungs-Angebot am besten zu dem Versicherten passen. Fordern Sie direkt einen Vergleich der besten Tarife an. Kostenfrei & unverbindlich.


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Das leistet ein Beihilfeergänzungstarif

Die Leistungen eines Beihilfeergänzungstarifes sind je nach Tarif unterschiedlich. Die meisten Tarife bieten die Übernahme der Kosten für folgende Leistungen an:

  • Material- und Laborkosten bei Zahnersatz und Inlays
  • Kurtagegeld
  • Krankenhaustagegeld
  • Ambulante Aufwendungen
  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Wahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung

Beihilfeergänzungstarife im Test bei Stiftung Warentest

Im Juli 2016 hat Stiftung Warentest Beihilfeergänzungstarife für Beamte auf ihr Preis-Leistungs-Verhältnis hin überprüft. Getestet wurden dabei 53 Tarife, Modellkunde war ein 35-jähiger Beamter. Die Experten zeigten auf, welche Zuschüsse durch die Ergänzungstarife erwartet werden können und ob sich dementsprechend der Abschluss eines solchen Vertrags lohnt. Als Beispiel wurde unter anderem angeführt, dass ein Beamter im Saarland ohne Zusatzversicherung bei einer Brille im Wert von 300 Euro oft die Hälfte aus eigener Tasche zahlen muss, weil die Beihilfe in solchen Fällen keine Kosten übernimmt. In diesen Fällen lohnt sich der Abschluss einer Zusatzversicherung. Wie viel man in etwa für einen Ergänzungstarif zahlen muss, zeigt folgende Übersicht:

  • Allianz (Tarif BHEZTL20) Monatsbeitrag: 6 Euro
  • Alte Oldenburger (Tarif BET) Monatsbeitrag: 12 Euro
  • Arag (Tarif 277) Monatsbeitrag: 8 Euro
  • Hallesche (Tarif BEa.50) Monatsbeitrag: 9 Euro

Kosten des Beihilfeergänzungstarifs steigen mit dem Alter an

Die Kosten für einen Beihilfeergänzungstarif unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich. Bei der Untersuchung von Stiftung Warentest stellte sich heraus, dass ein 35-jähriger Beamter zwischen 3 und 71 Euro für einen Ergänzungstarif zahlt. Die Kosten steigen stark an, wenn der Tarif von einem älteren Versicherungsnehmer abgeschlossen wird. Mit 55 Jahren zahlt man zwischen 30 und 50 Prozent mehr für einen Beihilfeergänzungstarif als mit 35.

Fazit: Ergänzungstarif muss individuell angepasst werden

Insbesondere der Test der Experten von Stiftung Warentest zeigt, dass sich in vielen Fällen der Abschluss eines Beihilfeergänzungstarifs lohnen kann. Dass man dafür nicht besonders tief in die Tasche greifen muss, ist ein weiterer Grund für den Abschluss. Allerdings sollte der versicherte vor dem Abschluss genau überprüfen ob, und in welchen Leistungsbereichen, die Notwendigkeit eines Ergänzungstarifs besteht. Hierbei können Versicherungsexperten helfen, den idealen Tarif zu finden.

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