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Private Pflegeversicherung

Private Pflegeversicherung - Leistungen, Kosten, Pflegegrade, Testergebnisse & Vergleich
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wer in Deutschland privat krankenversichert ist, ist auch privat pflegeversichert. Gesetzlich Versicherte sind über die soziale Pflegeversicherung versichert.
  • Die gesetzliche Pflegeversicherung fungiert wie eine Art Teilkaskoversicherung. Das bedeutet, dass im Pflegefall nicht sämtliche Kosten abgedeckt sind. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, lohnt sich der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung.
  • Der Leistungsumfang der privaten Pflegeversicherung gleicht ungefähr dem der gesetzlichen Pflegeversicherung. Er enthält unter anderem Maßnahmen wie Sachleistungen, Pflegegeld und Pflegehilfsmittel.
  • Die Höhe der Leistungen hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit des Versicherten, dem Pflegeort und der pflegenden Personen ab.
  • Die monatlichen Kosten einer privaten Pflegeversicherung orientieren sich am Alter und Gesundheitszustand des Versicherten bei Vertragsabschluss.
  • Zu den besten Anbietern von privaten Pflegetagegeldversicherungen gehören etwa die R+V Krankenversicherung und die Allianz (IVFP 2019, Softfair 2018).

Was ist die private Pflegeversicherung?

Die Versicherungspflicht in Deutschland bezieht sich nicht nur auf die Krankenversicherung, sondern auch auf die Pflegeversicherung. Dabei gilt das Prinzip “Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung”. Das bedeutet, dass Privatversicherte ihre Pflegeversicherung ebenfalls bei einem privaten Versicherungsunternehmen abschließen. Dasselbe Prinzip gilt auch für gesetzlich Versicherte, denn diese haben ihre Pflegeversicherung in der sozialen Pflegeversicherung. Lesen Sie in den folgenden Abschnitten alles Wichtige zur privaten Pflegeversicherung.


Darum ist eine private Pflegeversicherung sinnvoll

Während die allgemeine Lebenserwartung in Deutschland weiter ansteigt, steigt parallel auch die Zahl der Pflegebedürftigen kontinuierlich Jahr für Jahr an. Mit der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung für privat wie gesetzlich Versicherte sollen im Fall einer Bedürftigkeit die hohen Kosten für die notwendigsten Maßnahmen abgefedert werden. Diese übernimmt jedoch in den meisten Fällen nicht alle erforderlichen Pflegekosten. Aus diesem Grund wird die Pflegepflichtversicherung auch als Teilkasko-Versicherung bezeichnet. Angesichts der entstehenden Finanzierungslücke bleiben Pflegebedürftige in der Folge auf dem eigenen Kostenberg sitzen. Um diese Lücke zu schließen, bietet sich der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung an.

Demographischer Wandel

Der oft zitierte demographische Wandel in Deutschland führt dank einer höheren Lebenserwartung der Bevölkerung und gleichzeitig rückläufiger Geburtenrate zu einem Anstieg der Zahl älterer Menschen gegenüber der Zahl der Jüngeren. In Zukunft wird damit die Zahl der Pflegebedürftigen auch weiterhin ansteigen. In Anbetracht dessen lohnt sich eine private Pflegeversicherung bzw. private Pflegezusatzversicherung für all diejenigen, die für spätere hohe Pflegekosten vorsorgen möchten.

Leistungen der privaten Pflegeversicherung

Der allgemeine Leistungskatalog ist in der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung nach Art und Umfang weitestgehend gleichwertig. Die Leistungen umfassen folgende Maßnahmen:

  • Rehabilitation des Betroffenen
  • Sachleistungen für Pflegedienste
  • Pflegegeld
  • Pflegehilfsmittel
  • Tages- und Nachtpflege
  • Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

Ein großer Unterschied besteht in der Gewährung der Leistungen. Privat Versicherte gehen in Vorleistung und bezahlen ihre Pflege- und Behandlungskosten selbst. Daraufhin bekommen sie einen Beleg über die erbrachten Leistungen der Pflege und müssen diesen Kostennachweis bei ihrer Versicherung einreichen, um den Betrag anteilig erstattet zu bekommen. Anders ist es in der gesetzlichen Pflegeversicherung: Dort werden die Sachleistungen direkt gewährt und der gesetzlich Versicherte muss seinen Teil selbst tragen.

Keine komplette Kostendeckung garantiert

Anders als bei der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Pflegeversicherung nicht auf eine 100-prozentige Kostendeckung der Pflegebedürftigkeit ausgelegt. Beide Kassenarten zahlen lediglich anteilige Zuschüsse zu den Pflegekosten im Fall einer Bedürftigkeit dazu. Einen großen Teil der Kosten tragen trotz Pflegeversicherung die Versicherten selbst.

Leistungen bei einem Auslandsaufenthalt

Pflegebedürftige können die Leistungen aus der Pflegepflichtversicherung in der Regel nur im Inland beziehen. Beamte und deren Angehörige bilden hier die Ausnahme. Im Falle eines längeren Auslandsaufenthalts ruht der Anspruch, jedoch nicht bei einem vorübergehenden Aufenthalt von bis zu sechs Wochen im Jahr.

Wer jedoch eine zusätzliche Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen hat, profitiert auch in allen anderen Ländern des europäischen Wirtschaftsraums und in der Schweiz von einer zeitlich unbegrenzten Zahlung des Pflegegeldes. Die Regelungen können sich unter den Versicherern und Tarifen unterscheiden. Näheres entnehmen Sie den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs.


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Pflegegrade und Leistungen in der Pflegeversicherung

Die Höhe der Leistungen der privaten Pflegeversicherung richtet sich grundsätzlich nach: 

  • dem Grad der Pflegebedürftigkeit, 
  • dem Pflegeort 
  • und der pflegenden Personen, wie Verwandte oder Pflegedienstpersonal. 

In der privaten Pflegeversicherung gilt darüber hinaus der Leitgedanke “ambulant vor stationär”. Aus diesem Grund zielen die gesetzlichen Regelungen auf eine Stärkung der häuslichen Pflege ab.

Insgesamt werden 5 Stufen bzw. Pflegegrade unterschieden. Je höher der Pflegegrad ist, desto mehr wird dem Pflegebedürftigen von der Versicherung ausgezahlt. Darüber hinaus wird in der Pflegepflichtversicherung zwischen ambulanter und stationärer Pflege unterschieden.

Beurteilung der Pflegebedürftigkeit

Ein Mensch gilt als pflegebedürftig, wenn er auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Etwa, wenn seine Selbstständigkeit oder seine Fähigkeiten gesundheitlich bedingt dauerhaft limitiert sind. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit werden körperliche, geistige und psychische Einschränkungen näher geprüft.

Wer beurteilt die Pflegebedürftigkeit?
Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit erfolgt bei gesetzlich und privat Versicherten durch unterschiedliche Organe:

  • Gesetzlich Versicherte: Medizinischer Dienst der Kranken- und Pflegekassen (MDK)
  • Privat Versicherte: Firma Medicproof, eine Tochtergesellschaft des PKV-Verbandes.

Leistungen bei ambulanter Pflege

Pflegegeld für die Pflege durch Pflegepersonen

Über 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause von einer Pflegeperson oder einem professionellen Pflegedienst betreut und versorgt. Unter Pflegepersonen versteht man üblicherweise:

  • Ehrenamtliche Pfleger
  • Familienangehörige
  • Freunde
  • Nachbarn

Kümmern sich Pflegepersonen um den Pflegebedürftigen, erhält dieser je nach Pflegegrad eine bestimmte Geldleistung. Diese kann nach eigenem Ermessen verwendet werden, zum Beispiel als Entlohnung für die Pflegeperson.

PflegegradGeldleistung (monatlich)
Pflegegrad 10 Euro
Pflegegrad 2316 Euro
Pflegegrad 3545 Euro
Pflegegrad 4728 Euro
Pflegegrad 5901 Euro

Pflegegeld für ambulante Pflegehilfe

Falls neben der Pflegeperson noch ein Pflegedienst engagiert wird, wird das Pflegegeld prozentual gekürzt. Jedoch ist in diesem Fall eine Erstattung der häuslichen Pflegehilfe bis zu einer gesetzlich festgelegten Höhe möglich.

PflegegradGeldleistung (monatlich)
Pflegegrad 10 Euro
Pflegegrad 2689 Euro
Pflegegrad 31.298 Euro
Pflegegrad 41.612 Euro
Pflegegrad 51.995 Euro

Daneben kann noch ein “Entlastungsbetrag” von 125 Euro im Monat bezogen werden. Dieser Betrag kann zum Beispiel für Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden, wie:

  • Haushaltshilfe
  • allgemeine Entlastungsangebote für Familienmitglieder
  • Tagesbetreuung in Kleingruppen
  • Betreuungsgruppen für Demenzkranke

Über dies hinaus muss oft die Wohnung oder das Haus des Versicherten pflegegerecht umgebaut oder die Einrichtung angepasst werden, zum Beispiel durch ein Pflegebett. Zu jeder Maßnahme gewährt die private Pflegepflichtversicherung einen Zuschuss über maximal 4.000 Euro dazu.

Zuschüsse zur Verbesserung des Wohnumfeldes

Um im hohen Alter auch weiterhin problemlos in der eigenen Wohnung leben zu können, können bautechnische Veränderung der Wohneinrichtung helfen. Hierzu zählt zum Beispiel eine barrierefreie Dusche. Die Pflegeversicherung übernimmt für solche Veränderungen Zuschüsse in Höhe von bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme.

Leistung bei teilstationärer Pflege

Ist es nicht möglich, den Pflegebedürftigen durchgängig Zuhause zu betreuen, bietet sich eine teilstationäre Pflege an. Diese kann je nach Bedarf als Tages- oder Nachpflege erfolgen. Verpflegungs- und Unterkunftskosten muss der Versicherte allein tragen. Folgende Pflegeleistungen übernimmt die Pflegeversicherung:

  • Fahrten zwischen Wohnung und Pflegeeinrichtung
  • notwendige medizinische Behandlungspflege
  • soziale Betreuung

Leistungen bei vollstationärer Pflege

Falls eine Betreuung im Heim des Pflegebedürftigen auf Dauer nicht mehr möglich ist, bleibt noch die Unterbringung in einem Pflegeheim. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen Versicherte selbst finanzieren. Zudem muss von allen Pflegebedürftigen ein einrichtungseinheitlicher Eigenanteil gezahlt werden, da die Pflegekosten höher sind als der Maximalbetrag, der von der Pflegeversicherung erstattet wird.

Maximale Erstattung der Kosten für vollstationäre Pflege

PflegegradGeldleistung (monatlich)
Pflegegrad 1125 Euro
Pflegegrad 2770 Euro
Pflegegrad 31.262 Euro
Pflegegrad 41.775 Euro
Pflegegrad 52.005 Euro

Dafür werden Zuschläge, die für die zusätzliche Betreuung der Pflegebedürftigen beispielsweise durch Basteln, Musizieren und Sport anfallen, erstattet.


Kosten der privaten Pflegeversicherung

Die Pflegepflichtversicherung ist ein Einheitstarif der privaten Krankenversicherung. Die Leistungen aller Versicherer sind in der Regel identisch. Aus diesem Grund berechnen die Unternehmen die Beiträge nicht selbst.

Genau wie bei den Kosten der PKV orientieren sich in der privaten Pflegeversicherung die monatlichen Beiträge prinzipiell an zwei Faktoren:

  • Alter bei Vertragsbeginn
  • Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn

Das bedeutet im Umkehrschluss: Je später die private Pflegeversicherung abgeschlossen wird, desto höher sind tendenziell die Kosten im Monat.

Höchstbeitrag für langjährig privat Versicherte

Damit Versicherte im höheren Alter finanziell nicht überfordert werden, wurde eine spezielle Regelung eingeführt. Diese besagt: Versicherte, die seit der Einführung der Pflegeversicherung oder mindestens seit fünf Jahren privat pflegeversichert sind, zahlen maximal den Höchstbeitrag zur sozialen Pflegeversicherung. Für Versicherte bedeutet das einen derzeitigen monatlichen Beitrag von rund 138 Euro. Beihilfeberechtigte zahlen dagegen nur rund 69 Euro im Monat.

Pflegezusatzversicherungen

Um sich gegen hohe Kosten im Pflegefall abzusichern, können Versicherte weitere Pflegezusatzversicherungen abschließen. Dabei handelt es sich prinzipiell um private Krankenzusatzversicherungen.

Pflegekostenversicherung

Durch die Pflegekostenversicherung können, je nach frei gewähltem Tarif, die tatsächlich anfallenden Pflegekosten vollkommen abgedeckt oder zumindest reduziert werden. So knüpft diese Krankenzusatzversicherung sozusagen dort an, wo die normale Pflegepflichtversicherung aufhört. Falls Angehörige die Pflege übernehmen, wird jedoch die Leistung der Pflegekostenversicherung herabgestuft.

Pflegetagegeldversicherung

Bei der Pflegetagegeldversicherung wird zu Versicherungsbeginn ein fixer Betrag vereinbart, den der Versicherte im Pflegefall täglich ausgezahlt bekommt. Sie ähnelt dem Krankentagegeld. Dabei ist es vollkommen egal, wie hoch die tatsächlichen Pflegekosten im Endeffekt sind. Der Betrag, der individuell zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer vereinbart wurde, wird auch gezahlt. Das Pflegetagegeld kann eigenverantwortlich verwendet und sogar staatlich gefördert werden.

Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung ist ähnlich einer Lebensversicherung aufgebaut. Die Versicherungsnehmer sparen Kapital an und erhalten bei Pflegebedürftigkeit eine monatliche, lebenslang gültige Pflegerente bzw. eine Einmalzahlung. Die Höhe der Rente richtet sich nach dem Pflegegrad und ist von den zuvor geleisteten Beitragszahlungen abhängig.

Pflege-Bahr

Die Pflege-Bahr ist eine private Pflegezusatzversicherung mit staatlicher Förderung. Der Name stammt vom ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr. Diese Art der Versicherung lohnt sich vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen oder im hohen Alter.

Pflegezusatzversicherung von der Steuer absetzen

Die Beiträge einer freiwilligen Pflegezusatzversicherungen können in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Es gelten folgende Höchstbeträge:

  • Für Beamte und Angestellte 1.900 Euro
  • Für Selbstständige 2.800 Euro
  • Für Ehepaare 3.800 Euro

Private Pflegeversicherungen im Test 2019

IVFP prüft Pflegetagegeld-Tarife 2019

Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) veröffentlichte 2019 ein Pflegetagegeld-Rating basierend auf den Tarifangeboten von 23 verschiedenen Versicherungsgesellschaften (Quelle). 

So wurde getestet

Insgesamt wurden 26 Tarife untersucht. Diese Kriterien wurden bewertet:

  • Unternehmen
  • Preis- Leistung
  • Flexibilität
  • Transparenz und Service 

Das Ergebnis des Pflegetagegeld- Ratings im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Testsieger, die allesamt mit der Best-Note “exzellent” abschnitten.

VersichererGeprüfter Tarif
R+V Krankenversicherung AGPflegeVorsorge comfort
Allianz Private Krankenversicherungs-AGPflegetagegeldBest
DKV Deutsche Krankenversicherung AGPflege Tagegeld PTG
Nürnberger Krankenversicherung AGPflegetagegeld Premium
Union Krankenversicherung AGPflegePRIVAT Premium Plus
Bayerische Beamtenkrankenkasse AGPflegePRIVAT Premium Plus
R+V Krankenversicherung AGPflegeVorsorge premium
HanseMerkur Krankenversicherung AGPflege Schutz

Pflegetagegeldversicherung im Softfair-Leistungstest 2018

Auch Softfair testete 2018 die Leistung von Pflegetagegeldtarifen (Quelle).

So wurde getestet:

Für das Softfair Pflege-Leistungsrating wurden 180 Pflegetagegeldtarife anhand von 17 Kriterien aus folgenden Bereichen untersucht (Auswahl):

  • Leistungen in den verschiedenen Pflegegraden
  • Geltungsbereich
  • Leistungszusagen
  • Beiträge

Die Ergebnisse des softfair Pflege-Leistungsratings

Folgende Tarife erhielten unter allen Konkurrenten die Bestbewertung von 5 Punkten:

VersichererGeprüfte Tarife
Allianz Private Krankenversicherungs-AGPflegetagegeldBest (PZTB03 und PZTE03)
Arag Krankenversicherungs-AGPIN1,PIN2,PIN3,PIN4,PIN5
Barmenia Krankenversicherung a. G.PM100, PM100D
Bayerische Beamtenkrankenkasse AGPflegePRIVAT Premium, PflegePRIVAT Premium Plus
Concordia Krankenversicherungs-AGPG, PG Plus, PG1, PG 2
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a. G.care+
DFV Deutsche Familienversicherung AGDeutschlandPflege Exklusiv, DeutschlandPflege Komfort
Gothaer Krankenversicherung AGMediPG 1, MediPG 2, MediPG 3, MediPG 4, MediPG EZ
Inter Krankenversicherung a.G.QC 1, QC 2, QC 3, QC 4, QC 5, QC E
Vigo Krankenversicherung VVaGDüsseldorfer Pflegegeld (PT2, PT3, PT4, PT5, S-Plus, E, B-Basis)
Union Krankenversicherung AGPflegePRIVAT Premium, PflegePRIVAT Premium Plus

Pflegeversicherungen vergleichen: Das sollten Sie beachten

Eine private Pflegezusatzversicherung schließt die Finanzierungslücke im Fall einer Pflegebedürftigkeit im Alter. Die Höhe der Beiträge orientiert sich an den angebotenen Leistungen und dem Pflegegrad. Hier lohnt es sich in jedem Fall, vor dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung verschiedene Tarife zu vergleichen und die eigenen individuellen Präferenzen mit der Angebotsseite abzustimmen.

Folgende Kriterien können einem bei der Entscheidungsfindung helfen:

  • Der Leistungsumfang: Wie hoch sind die Leistungen im Pflegefall?
  • Verzicht auf Wartezeit: Gibt es eine Wartezeit bis zum Beginn der Leistungspflicht der Versicherung?
  • Beitragsbefreiung im Pflegefall: Müssen die Beiträge im Versicherungsfall weitergezahlt werden?
  • Beitragspause: Ist bei Zahlungsschwierigkeiten eine Beitragspause vorgesehen und wenn ja, unter welchen Bedingungen?
  • Erhöhungsoption: Manche Tarife enthalten die Möglichkeit, Leistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen

Sollten Sie Hilfe benötigen, die richtige private Pflegezusatzversicherung zu finden, dann wenden Sie sich gern an unsere Versicherungsexperten unter 030 120 82 82 8 oder kontakt@transparent-beraten.de. Nutzen Sie auch gern unser oben stehendes Formular. Mit diesem erhalten Sie Ihren persönlichen Tarif-Vergleich zur Pflegeversicherung.

Annahmezwang, Kündigung und Mitversicherung der Kinder

Die Versicherungen dürfen gemäß § 110 Abs. 3 SGB XI versicherungspflichtige Antragsteller nicht ablehnen und keine Vorerkrankungen ausschließen. Des Weiteren werden Kinder in der privaten Pflegeversicherung beitragsfrei mitversichert. Dies ist auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung der Fall.

Solange eine Versicherungspflicht besteht, darf das Versicherungsunternehmen den Versicherten nicht kündigen. Die Wartezeit ist die gleiche, wie in der sozialen Pflegeversicherung, der Versicherte muss also mindestens zwei von zehn Jahren vor der Antragstellung versichert gewesen sein. Wenn ein Elternteil diese Vorversicherungszeit erfüllt hat, gilt sie auch für die Kinder als erfüllt.

Befreiung von der sozialen Pflegeversicherungspflicht

Das Prinzip “Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung” kann unter Umständen durch eine Befreiung von der sozialen Pflegepflichtversicherung außer Kraft gesetzt werden, damit in die private Pflegeversicherung gewechselt werden kann. Voraussetzung hierfür ist die freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht muss binnen drei Monate nach Beginn der freiwilligen Krankenversicherung bei der Pflegekasse gestellt werden. Andernfalls gilt die Frist als versäumt und ein Wechsel in die private Pflegeversicherung ist nur noch möglich, wenn komplett in die private Krankenversicherung gewechselt wird. Erfolgt die Befreiung von der Versicherungspflicht und wird anschließend die Pflegeversicherung privat abgeschlossen, bleibt unabhängig davon der Versicherungsschutz in der freiwilligen GKV bestehen.

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