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Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung

In welchen Bereichen kann die PKV überzeugen und in welchen nicht - mit übersichtlicher Tabelle
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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine private Krankenversicherung (PKV) bietet zahlreiche Vorteile, hat aber auch Nachteile.
  • Im Vorhinein sollte man sich daher über verschiedene Kriterien informieren, wie Leistungsumfang, Beitragsberechnung und Wechseloptionen. Diese sollten mit Bedacht gewählt und ganz der persönlichen Lebenssituation angepasst und bei Bedarf optimiert werden.
  • Ob die PKV für einen Versicherungsnehmer das Richtige ist und die Vorteile überwiegen, kann deshalb nicht pauschal beantwortet werden.
  • Ein Vergleich von PKV und GKV (Gesetzlicher Krankenversicherung) kann hier sinnvoll sein und eine weitere Orientierung liefern.
  • Grundsätzlich gilt, dass die Wahl zwischen PKV oder GKV und die Wahl zwischen den spezifischen Leistungen immer von den individuellen Bedürfnissen, Eigenschaften und Möglichkeiten einer Person abhängt.

Lohnt sich die private Krankenversicherung für mich?

Privatpatienten kommen in den Genuss zahlreicher Privilegien, die für eine PKV sprechen. Doch natürlich gibt es auf der anderen Seite auch einige Nachteile, die es zu berücksichtigen gilt.

Beim Abwägen von Pro und Contra können verschiedene Punkte eine Rolle spielen, wie etwa:

  • die Art der Beschäftigung
  • die Höhe des Einkommens
  • das Alter
  • und der Gesundheitszustand der versicherten Person.

Auch hier gilt: der individuelle Faktor ist meist der entscheidende.


Die Vor- und Nachteile der PKV im Überblick

VorteileNachteile
Besonders niedrige Einstiegstarife sind teilweise günstiger als eine gesetzliche Absicherung.Ein Wechsel zurück in die GKV ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und wird als Ausnahmefall betrachtet.
Altersrückstellungen teilweise individuell bestimmbar, um die höheren Beiträge im Alter bereits in jungen Jahren zu finanzieren.Steigende Beiträge für die PKV im Alter – die Beiträge sind zwar unabhängig vom Einkommen, steigen jedoch mit zunehmenden Alter, um die häufigeren, altersbedingten Behandlungskosten abzufedern.
Bevorzugte Behandlung gegenüber gesetzlich Versicherten – u. a. keine oder kürzere Wartezeiten und einen zeitnahen Termin beim Arzt.Gesundheitsprüfung vor Aufnahme in PKV – Vorerkrankungen führen zu höheren Beiträgen oder Ablehnung.
Individuell wählbare Leistungen und eine insgesamt bessere medizinische Versorgung.Rechnungen und ambulante Behandlungen müssen zunächst selbst übernommen werden
Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme von einzelnen Leistungen.Beitragserhöhungen sind jederzeit möglich – ein Anbieterwechsel ist in diesem Fall jedoch uneingeschränkt und sofort möglich.
Leistungen sind bei Beitragserhöhungen stets anpassbar.Keine Beitragsfreiheit für Mutterschafts-
oder Erziehungszeiten.
Vertraglich zugesicherte Leistungen bleiben erhalten.Keine Familienversicherung möglich. Jedes Familienmitglied zahlt einen eigenen Beitrag (in der GKV zahlen Kinder keine eigenen Beiträge). Hierfür gibt es zumeist spezielle Tarife (PKV für Familien).
Höhe des Einkommens ist für Beitragssätze unerheblich.Keine Beitragsfreiheit bei längeren Krankheiten
über sechs Wochen.
Möglichkeit des Selbstbehalts,
um die Beitragshöhen zu senken.
Bei einem Anbieter-Wechsel können Ihre Altersrückstellungen nur zum Teil mitgenommen werden. Eine dann fällige, erneute Gesundheitsprüfung fällt zudem meistens zu Ihren Ungunsten aus.
Berufsspezifische Tarife: Einige Berufe, wie Beamte und Ärzte können sich preiswert versichern und den hohen Leistungsumfang der PKV nutzen. Dieser ist auf die Bedürfnisse ihrer Berufsgruppe angepasst.
Privatversicherte werden eher mit neuen innovativen Heilverfahren und Arzneimitteln behandelt.
Der Leistungsumfang kann jederzeit durch zahlreiche Zusatzleistungen ergänzt werden, z. B. Chefarzt-Behandlung, freie Klinik-Wahl und ein garantiertes Einzelzimmer im Krankenhaus.
Für Beitragsentlastungen im Alter gibt es einen gesetzlichen Zuschlag.
Ein Tarifwechsel in einen anderen Tarif mit gleichem Leistungspaket ist beim Versicherer problemlos möglich.
Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten entfallen oftmals Zuzahlungen.

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PKV und GKV im Vergleich

Eine weitere Entscheidungshilfe, ob eine PKV von Vorteil ist, bietet ein Vergleich der PKV und GKV. Denn hier gibt es große Unterschiede in den Leistungsmerkmalen.

GKVPKV
FamilieEhepartner und Kinder bis 25 sind kostenfrei mitversichert (Familienversicherung).Ehepartner und Kinder müssen selbständig versichert werden. Beamte erhalten vom Dienstherrn eine Beihilfe.
Abrechnung und KostenBei der Abrechnung muss der Versicherte nicht in Vorkasse gehen. Was die Beitragskosten betrifft, teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber den Beitrag. Beamte und Freiberufler zahlen den kompletten Beitrag. Studenten und freiwillig Versicherte mit geringem Verdienst zahlen einen Mindestbeitrag.Die Abrechnung übernimmt zunächst der Versicherte. Die Kosten der Abrechnung werden später zurückerstattet.
Der Beitrag zur PKV ist einkommensunabhängig und orientiert sich an Alter, Beruf und Gesundheitszustand.
Mit Blick aufs AlterGKV-Leistungen sind nicht garantiert. Angesichts steigender Ausgaben im Gesundheitsbereich ist zudem mit Beitragserhöhungen zu rechnen.Altersbedingte Rückstellungen sollen eventuelle Kostenerhöhungen ausgleichen. Leistungskürzungen sind ausgeschlossen.
AufnahmeJeder muss aufgenommen werden.Die PKV hat ein Wahlrecht und kann Bewerber auch ablehnen. Für den Basistarif gilt dies nicht.
Wechsel und KündigungUm die GKV wechseln zu können, muss man eine 18-monatige Versicherungszeit vorweisen können. Ein Wechsel ist dann zum Ende des übernächsten Monats möglich.Versicherte können bis spätestens 3 Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres kündigen (PKV kündigen).
Wer ist versicherungsberechtigt?Grundsätzlich jeder Bürger. Es gilt die Versicherungspflichtgrenze bis 5.062,50 Euro monatlich (2019). Besserverdienende können der GKV freiwillig beitreten.Arbeitnehmer mit einem monatlichen Einkommen ab 5.062,50 Euro (2019) können in die PKV. Freiberufler, Beamte und Studenten können sich einkommensunabhängig privat versichern.
LeistungenDie Leistungen entsprechen der Regelversorgung und sind gesetzlich vorgeschrieben. Zusatzleistungen dürfen angeboten werden.Individuelle Auswahl der passenden Leistungen. Insgesamt gibt es einen größeren Leistungsumfang.
BeitragsrückerstattungBis zu 1 Monatsbeitrag pro Jahr bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen.Bis zu 6 Monatsbeiträge pro Jahr bei Nichtinanspruchnahme von Leistungen.
BudgetierungLeistungen der Ärzte werden vom Gesetzgeber budgetiert. Das kann zu einer langen Wartezeit auf gewisse Leistungen führen.Es besteht keine Budgetierung und eine Leistungsgarantie für die Versicherten.
GeltungsbereichDie GKV gilt bis zu 6 Monaten in der EU und in Ländern mit einem Sozialversicherungsabkommen.Die PKV gilt in ganz Europa und mindestens 1 Monat weltweit (PKV im Ausland).

Fazit: Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung am meisten?

Aufgrund oben genannter Vor- und Nachteile und dem PKV-GKV Vergleich lassen sich nun genau die Personentypen herausfiltern, für die sich eine PKV am meisten lohnt. Private Krankenversicherung ja oder nein? Hier kommt die Antwort.

  1. Beamte – denn Sie bekommen vom Dienstherren bis zu 80 Prozent Zuschüsse.
  2. Alleinstehende ohne Kind – denn sie müssen keine gesonderten Beiträge für ihre Kinder zahlen 
  3. Gesunde Menschen – für sie sind die Beiträge geringer, weil das Risiko zu erkranken geringer ist
  4. Einkommensstarke Personengruppen – denn die Beiträge sind unabhängig vom Einkommen. Bei der GKV steigen die Beiträge mit steigendem Einkommen bis zu einem bestimmten Maximalwert
  5. Personen mit einem besonders hohen Anspruch an Service und Exklusivität

Jeder Fall ist individuell zu betrachten

Pauschal kann man die Personengruppen jedoch nicht festlegen, ohne die individuell angepassten Eigenschaften und Ansprüche zu berücksichtigen. Gesunde Menschen können auch eine große Familie haben, dann lohnt sich die PKV eventuell wieder nicht. 

Fordern Sie deshalb Ihren persönlichen Vergleich an und entscheiden Sie sich anschließend, ob eine private Krankenversicherung für Sie tatsächlich Sinn macht. Nutzen Sie dazu gern unser oben stehendes Formular.

Kontaktieren Sie uns auch gern direkt unter 030 120 82 82 8 oder per E-Mail unter kontakt@transparent-beraten.de.

Für wen lohnt sich eine private Krankenversicherung in den meisten Fällen nicht?

Ebenso, wie Personengruppen festgelegt werden können, für die sich die PKV lohnt, geht es auch andersherum:

  1. Personen mit schwereren Vorerkrankungen
  2. Kinderreiche Familien ohne überdurchschnittliches Einkommen
  3. Ältere Menschen ohne überdurchschnittliches Einkommen
  4. Personen mit geringem Einkommen

Auch hier ist ein abschließendes Urteil schwer pauschal zu fällen. Mithilfe der übersichtlichen Tabellen und Informationen in diesem Ratgeber konnte Ihnen eine erste grobe Entscheidungshilfe an die Hand gegeben werden.

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